Beschaffung eines Oberflächenbearbeitungszentrums (DFG-GZ: A 723)
Lastenheft zur Beschaffung eines Oberflächenbearbeitungszentrums.
Beschafft werden soll ein Oberflächenbearbeitungszentrum welches die simultane Fräs- und Oberflächenbearbeitung mittels Laser ermöglicht.
Für ggf. beide Bearbeitungseinheiten sind große Sichtfenster und gute Zugängigkeit zum Bearbeitungsraum erforderlich. Das Angebot umfasst für die jeweiligen Bearbeitungsverfahren notwendige Schulungen der Maschinenbediener im Haus, den Transport frei Verwendungsstelle sowie die Installation bis zur Inbetriebnahme.
Das Oberflächenbearbeitungszentrum muss von einem Hersteller kommen. Eine Kombination verschiedener Hersteller ist nicht zulässig. Zusammen mit dem Hersteller und nach entsprechender Schulung soll der Anwender in der Lage sein, diverse Komponenten des Systems für Versuchszwecke selbstständig zu wechseln. Soweit nicht anders vereinbart ist der Anwender dabei selber für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zuständig.
Die Bearbeitungseinheit für das Fräsen hat mindestens folgende Parameter zu erfüllen:
Die Bearbeitungseinheit muss die simultane 5-Achs Bearbeitung beherrschen und ist mit Direktantrieben in allen Achsen ausgerüstet. Die Lagerung der Achsen erfolgt mittels, gegen Schmutz, Späne und Korrosion geschützten, Kompaktrollenführungen. Die vorzugsweise im Kreuzbett angeordneten Achsen werden durch digital angetriebene Kugelumlaufspindel bewegt. Diese sollen beidseitig gelagert sein. Dabei ist darauf zu achten, dass Eilganggeschwindigkeiten von min. 30 m/min und Vorschubgeschwindigkeiten von min. 15 m/min erreicht werden müssen. Der Verfahrweg der Linearachsen soll min 800 x 600 x 500 mm (X,Y,Z) und die Vorschubkraft mindestens 10 kN betragen. Die Schwenkachse muss mindestens um 90° schwenken und das mit einer Geschwindigkeit im Eilgang von 20 U/min und im Vorschubbetrieb von 10 U/min. Im geklemmten Betrieb soll das Klemmmoment min. 4000 Nm betragen. Der Tisch soll 360° unbegrenzt drehbar sein. Er soll eine Mindestdrehzahl von 40 U/min erreichen, das Klemmmoment bei geklemmter Achse muss mindestens 4 000 Nm betragen. Die Achsen können, im Einrichtebetrieb, durch ein transportables Handrad verfahren werden.
Die Werkzeuge werden mit einer HSK63 Schnittstelle mit der Motorspindel verbunden, welche mindestens eine Drehzahl von 15.000 U/min erreichen muss. Der für den Antrieb benutzte Torquemotor ist schwenkbar und wassergekühlt. Um die erforderlichen Genauigkeiten zu erreichen wird an der Spindel ein direktes Meßsystem verwendet. Die Antriebsleistung bei 40%ED liegt bei mindestens 35 kW mit einem Drehmoment von mindestens 150 Nm.
Das Werkzeugmagazin umfasst min. 25 Plätze und kann hauptzeitparallel bestückt werden. Um die Werkzeuge vor Verschmutzung und Staub zu schützen ist das Magazin vom Arbeitsraum zu trennen.
Der Rundtisch muss eine Mindestbeladung von 500 kg ermöglichen und wird ebenfalls direkt angetrieben und hat eine integrierte Kühlung.
Die hydraulische Versorgung der Komponenten wird durch ein integriertes Hydraulikaggregat gewährleistet, so dass kein zusätzlicher Anschluss notwendig wird. Genau wie die Hydraulik ist auch die Zentralschmierung integraler Bestandteil der Maschine.
Weiterhin ist eine Kühlmittelanlage mit äußerer und innerer Kühlmittelzufuhr und Luftkühlung erforderlich. Die Steuerung erfolgt über M-Funktionen.
Zum Lieferumfang gehört ebenfalls ein Späneförderer welcher sich mittels M-Funktionen schalten lässt. Die entsorgten Späne sollen über einen Filter vom Kühl-, Schmierstoff getrennt werden. Die Entsorgung der Späne erfolgt über einen Spänewagen. Das Kühlmittel wird zusätzlich über einen Bandfilter gereinigt.
Die Aufstellung der Maschine kann ohne zusätzliches Fundament erfolgen. Es wird erwartet, dass die Maschine hinsichtlich Stabilität und Dynamik optimiert wurde. Zusätzliche Funktionen wie z.B. Prozessüberwachung während des Fräsprozesses, die thermische Überwachung der Maschine mit Kompensation in der Achse sowie Zyklen zur Optimierung der Maschinengenauigkeit, vor allem bei Mehrachsbearbeitung sind ebenso Bestandteil des Angebotes.
Die Maschine soll mit einer Steuerung (wahlweise Sinumerik 840D Solution Line oder Heidenhain iTNC530 ausgerüstet sein, welche die Programmierung nach DIN/ISO ermöglicht. Während des Betriebes muss eine Programmierung des nächsten Werkstückes möglich sein. Der Datenaustausch erfolgt mindestens über eine Ethernetschnittstelle. Weitere Schnittstellen (USB, RS232) sind von Vorteil. Ein Farbgrafikbildschirm min. 15“ und die grafikunterstütze Programmierung werden, wie diverse vorinstallierte Zyklen, vorausgesetzt.
Nach spezieller Schulung erlaubt die Steuerung eine Bearbeitung mit offener Schutztür bei reduzierter Drehzahl und reduziertem Vorschub.
Ein schaltender Infrarot Messtaster (vorzugsweise Renishaw) für die Einmessung der Werkstücke ist ebenfalls Bestandteil der Maschine.
Die Maschine wird mit gedruckter Bedienungsanleitung für alle Funktionen und Zyklen in deutscher Sprache geliefert. Eine Version auf CD/DVD ist zusätzlich erforderlich. Die Maschine entspricht den aktuell gültigen EG-Richtlinien. Angebotsbestandteil sind die EG-Konformitätserklärung sowie die CE-Kennzeichnung für alle angebotenen Produkte.
Die Bearbeitungseinheit für die Strukturierung der Oberflächen hat mindestens folgende Parameter zu erfüllen:
Die Bearbeitungseinheit muss mit wassergekühlten Direktantrieben in allen Achsen ausgerüstet sein. Die Lagerung der Achsen erfolgt mittels, gegen Schmutz, Späne und Korrosion geschützten, Kompaktrollenführungen. Die vorzugsweise im Kreuzbett angeordneten Achsen werden durch digital angetriebene Kugelumlaufspindel bewegt. Diese sollen beidseitig gelagert sein. Dabei müssen Verfahrwege von min. 550 x 400 x 500 mm (X;Y;Z) erreicht werden. Das Mindestwerkstückgewicht liegt bei 75 kg. Die Schmierung erfolgt über eine integrierte, automatische Zentralschmierung. Die Aufstellung erfolgt ohne zusätzliches Fundament.
Als Werkzeug für die Oberflächenbearbeitung wird der Einsatz eines Ytterbium Fiber Laser angestrebt, welcher über Spiegel ausgerichtet wird. Dabei soll der Kopf drehbar sein um die 3D Volumenbearbeitung zu ermöglichen. Die Leistung des Lasers sollte bei min 30 Watt liegen. Es ist erforderlich, dass die Pulslänge zwischen 4 und 200 ns variiert werden kann. Es können, je nach Bearbeitung, verschiedene Fokuslinsen eingesetzt werden. Standard ist eine Linse mit einer Brennweite von 254 mm. Eine Automatische Geschwindigkeitsanpassung an Umlenkpunkten übernimmt die Steuerung. Die Programmierung er-folgt anhand vorhandener CAD Modelle.
Für die Positionierung der Bauteile ist ein Messtaster (vorzugsweise Renishaw) Standard. Mit diesem können verschiedene in der Steuerung integrierte Messzyklen ausgeführt werden. Die ebenfalls standardmäßige Kamera ermöglicht eine optimale Positioniergenauigkeit. Die Bildanzeige funktioniert in Echtzeit mit Zoom Möglichkeit. Schnitt-stelle zur Maschine ist mindestens ein Ethernet Anschluss, optional zusätzlich USB. Sollte eine Offline Programmiersoftware nötig sein, ist diese im Angebot mit aufzuführen. Zum Lieferumfang gehören alle Softwarekomponenten welche für die 5 Achs Bearbeitung benötigt werden.
Die Staubabsaugung gehört zum Angebot dazu.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-04-01.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-03-01.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-03-01
|
Auftragsbekanntmachung
|
2016-09-13
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|