Deutsch-Internationales Wirtschaftszentrum Nordstadt – DIWN
Aufgabe des DIWN ist die Steigerung der Wertschöpfung in der Dortmunder Nordstadt; die Förderung der Lokalen Ökonomie in diesem Stadtteil durch ein zielgruppenspezifisches Angebot an junge sowie kleine Unternehmen mit Entwicklungspotenzial oder Konsolidierungsbedarf.
Die Zielgruppe der von Migranten/-innen geführten Unternehmen ist durchschnittlich jünger und noch nicht so lange am Markt wie die meisten Unternehmungen aus den gleichen Branchen mit Gründern/-innen aus der Herkunftsgesellschaft. Ein Kern bedient schon seit langem mit Produkten und Dienstleistungen spezifische Bedürfnisse der jeweiligen Migrantengruppe, aber der Großteil agiert mittlerweile mit seinen Angeboten am Markt – wie die meisten Unternehmen der Branche aus der Aufnahmegesellschaft. Oft sind anteilig deutschstämmige Mitarbeiter beschäftigt oder ein Großteil der Kundschaft wird aus der Aufnahmegesellschaft generiert.
Trotzdem unterliegen die Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Wirtschaftsleben immer noch objektiven oder subjektiv wahrgenommenen Benachteiligungen. Ihre Informationswege sind andere, Sprachprobleme oder die mangelnde Vertrautheit mit dem deutschen Gewerbe-, Handels- und Steuerrecht bewirken Nachteile und lösen Berührungsängste zu deutschen Institutionen aus.
In einer Projektentwicklung soll das Modell Deutsch-Internationales Wirtschaftszentrum Nordstadt (DIWN) entwickelt und schließlich verfeinert werden. Interessenten/-innen und Förderer sollen sich zusammenfinden, ein Beirat soll die Gründung und Etablierung unterstützen. Ein geeigneter Standort in der Dortmunder Nordstadt – ein Mietshaus mit Ladenlokal und ausreichend großer und gut belichteter Hofflächen – kann danach z. B. im Bereich Nordmarkt, Hafen oder Borsigplatz ausgewählt werden.
Im Erdgeschoss soll in einem Büro/Ladenlokal die Anlaufstelle für die Anmeldung und administrative Unterstützung/Coaching – mit separatem Beratungsraum – vorgehalten werden. Daneben ist ein Raum für Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen, der auch vermietet werden kann. Ein/-e Projektmanager/-in und zwei Unternehmensberater/-innen auf Honorarbasis stellen die ständige Präsenz und die Qualität der Beratung sicher.
Nach der Eröffnung können die ersten Schritte zum Einzug von Unternehmen in angebotene Geschäftsräume unternommen werden. Die Bandbreite des möglichen Branchenbesatzes kann von unternehmensnahen Dienstleistungen (z. B. Übersetzungen, Bürodienstleistungen) bis hin zu freiberuflichen Tätigkeiten (Fahrschule) oder kunstgewerblichen Fertigungsstätten reichen; jeweils im baurechtlich zulässigen Spektrum. Die Unternehmer/-innen mieten diese subventionierten Geschäftsräume und werden ertüchtigt, nach einer Zeit der Begleitung und des Coachings in eigene Räume – in der Dortmunder Nordstadt – zu ziehen.
Die Aufgaben des DIWN in der Dortmunder Nordstadt gegenüber der Ethnischen Ökonomie sind wie folgt definiert:
— Bestandspflege und Firmenbetreuung bei etablierten Unternehmen in der Dortmunder Nordstadt,
— Beratung von ansiedlungswilligen Unternehmen oder Filial-Eröffnungs-Absichten,
— Festigungs- und Entwicklungs-Beratung, Stärken-Schwächen-Analysen und Coachings bei kleinen Unternehmen, die betriebliche Probleme haben und/oder ihr Geschäftsmodell ausbauen möchten;
— Qualifizierungsberatung für Unternehmer/-innen und Mitarbeiter/-innen, Workshops;
— Initiativen zur Gewinnung von Kundenzugängen im In- und Ausland; Unterstützung bei der Erschließung von Zulieferern oder neuen Märkten mit Endkunden;
— Einbindung von deutschen Unternehmen in die Liefer- und Geschäftskreisläufe, sowie Erschließung von Export- und Importmöglichkeiten;
— Unterstützung bei der Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte und neuer eigener Mietimmobilien;
— Raumangebot für bestehende Unternehmen, die sich neu aufstellen oder weiterentwickeln wollen.
Eine Zusammenarbeit mit der Mikrofinanzgenossenschaft NordHand eG ist geplant.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-17.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-16.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2016-02-16
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Auftragsbekanntmachung
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