Einrichtung und personelle Besetzung eines Stadtteilbüros im Projekt „Wir machen MITte“ in Dorsten
Die Stadt Dorsten beabsichtigt zur personellen und inhaltlichen Unterstützung des Stadterneuerungsprozesses in der Innenstadt u. a. mit dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ die Leistungen für ein Stadtteilmanagement (Fachlos 1) und für ein Citymanagement (Fachlos 2) an externe Dienstleister zu vergeben. Stadtteilmanagement und Citymanagement bilden zusammen das Stadtteilbüro.
Tätigkeitsfeld Stadtteilmanagement (Fachlos 1):
Für die Umsetzung des Programms „Soziale Stadt“ in der Innenstadt soll für die Arbeit vor Ort ein interdisziplinär besetztes Stadtteilmanagement eingerichtet werden, das sowohl den technisch-planerischen,
als auch den sozial-integrativen Bereich abdeckt. Vorrangige Aufgabe des Stadtteilmanagements ist die Begleitung der Maßnahmen aus dem Integrierten Innenstadtkonzept von der Planung bis zur Umsetzung unter Beteiligung von Akteuren und Bürgern inkl. der aktivierenden Ansprache der Bewohner sowie der Initiierung
und Umsetzung von Projekten zur Bewohnerbeteiligung und sozialen Integration entsprechend der Ziele
des Integrierten Innenstadtkonzeptes. Das Stadtteilmanagement soll dabei eine möglichst niedrigschwellige Kommunikation auf Ebene des Stadtteils und einen möglichst „direkten Draht“ zu den Bürgern herstellen.
Das Stadtteilmanagement wirkt bei der Vernetzung der Akteure auf Stadtteilebene mit. Die Unterstützung der Akteure vor Ort erfolgt mit dem Ziel, Angebote und Umsetzungsstrukturen langfristig im Gebiet zu verankern. Das Stadtteilmanagement soll außerdem den Bürgerfonds als zusätzliches Förderangebot für Akteure in der Innenstadt betreuen und das Gremium bei der Auswahl der zu fördernden Projekte beraten.
Erwartet werden Erfahrungen sowohl mit städtebaulichen und freiraumbezogenen Planungsvorhaben, mit der Gebäudeberatung (Hof- und Fassadenprogramm, Modernisierung und Instandsetzung), als auch mit sozial- integrativen Projekten sowie dem dazugehörigen Beteiligungsmanagement und den weiteren Aufgaben eines Stadtteilmanagements.
Tätigkeitsfeld des Citymanagements (Fachlos 2):
Das Tätigkeitsfeld des Citymanagements umfasst die Begleitung der Maßnahmen aus dem Integrierten Innenstadtkonzept mit Bezug zum Thema lokale Ökonomie und Einzelhandel von der Planung bis zur Umsetzung sowie den Aufbau und die Stärkung von Vernetzungsstrukturen in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaftsförderung im gesamten Programmgebiet. Zudem soll das Citymanagement im Bereich der Ideenförderung tätig werden, den Altstadtfonds als zusätzliches Förderangebot für Akteure in der Innenstadt betreuen und das Gremium bei der Auswahl der zu fördernden Projekte beraten.
Das Citymanagement soll beim Hof- und Fassadenprogramm, das von den Mitarbeitern des Stadtteilmanagements betreut wird, mitwirken, u. a. zur Aufwertung des Gebäudeauftritts sowie
Instandsetzung und Modernisierung der Ladenlokale. Auch Einzelfallberatungen gehören im Bereich des Leerstandsmanagements mit den Eigentümern zum Leistungsbild des Citymanagements.
Anforderungen und Leistungsbild des Stadtteilbüro (Fachlos 1 und 2).
Die Projektarbeitszeit ist im Wesentlichen (mindestens vier Tage in der Woche) im Stadtteilbüro zu leisten,
um eine ständige Vor-Ort-Präsenz zu gewährleisten. Die Leistungen des Stadtteilbüros (Stadtteil- und Citymanagement) sind im Team zu erbringen, weshalb eine Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit (zwischen allen in Abbildung 1 genannten Professionen) erforderlich ist.
Grundsätzlich sind die dargestellten Leistungen integrativ und insgesamt zu erbringen. Änderungen der fachlichen Zuordnungen sind möglich.
Das Stadtteilbüro soll das Programmgebiet nach dem Prinzip des „offenen Hauses“ stärken und unterstützen. Die Mitarbeiter sollen in Methoden und Instrumenten zur anlassbezogenen Bürgerbeteiligung geübt sein und mittels Kommunikation und Kooperation eine Atmosphäre des Aufbruchs mit dem Ziel der Umgestaltung
des Programmgebietes vermitteln. Bewohner und Akteure sowie ihre Ideen und Anliegen sollen durch die Ermöglichungshaltung des Stadtteilbüros aktiviert und unterstützt werden.
Neben der Methodenkompetenz sind Erfahrungen im Projektmanagement erforderlich, um die Maßnahmen
aus dem Integrierten Innenstadtkonzept zu begleiten und in Abstimmung mit dem Auftragsgeber zum Teil eigenständig umzusetzen. Als intermediäre Instanz soll das Stadtteilbüro künftig die Verbindung zwischen Stadtverwaltung/Politik, Akteuren und Bewohnern unterstützen. Öffentlichkeits- und Pressearbeit in Abstimmung mit der Pressestelle der Stadt Dorsten zählen ebenfalls zum Leistungsbild des Stadtteilbüros.
Folgende Punkte sieht der Auftraggeber als grundsätzliche Aufgaben des Stadtteilbüros an (Liste nicht abschließend):
— Anlaufstelle und Vor-Ort-Präsenz im Stadtteilbüro und im Programmgebiet,
— Begleitung der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes „Wir machen MITte“,
— Prozesssteuerung durch Aufbau, Vernetzung und Etablierung effizienter interner und externer Organisationsstrukturen,
— Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung/Projektleitung und der in den Stadterneuerungsprozess eingebundenen Akteure und Bewohner,
— künstlerische Interventionen (Raumergreifung, Raumbesetzung, Erzeugung von Perspektivwechseln etc.) – Regelmäßige Bewirtung von Sitzungen im Stadtteilbüro mit Kaffee, Kaltgetränken und Gebäck,
— Reinigung und Pflege der Büroräumlichkeiten.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-15.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-11.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-02-11
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Auftragsbekanntmachung
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2016-08-30
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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