Erarbeitung einer Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Mobilität in urbanen Räumen ist ein aktuelles Forschungsthema. Die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise wird nur mit innovativen nachhaltigen Mobilitätslösungen gelingen. Dies ist Ergebnis zweier so genannter Agendaprozesse, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat. In Agendaprozessen entwickeln Vertreter und Vertreterinnen der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und kommunaler Einrichtungen im Dialog mit dem BMBF strategische Forschungsagenden. Der erste der beiden angesprochenen Agendaprozesse befasste sich mit der nachhaltigen Stadtentwicklung. Ergebnis dieses Prozesses ist die „Forschungs- und Innovationsagenda Zukunftsstadt“ (FINA) (vgl. https://www.bmbf.de/pub/Zukunftsstadt.pdf). Eine Kernaussage der FINA ist: Für die nachhaltige Stadtentwicklung ist die Mobilität ein unverzichtbares Thema. Die FINA enthält insbesondere eine Reihe von Empfehlungen zum Thema „urbane Mobilität“ (strategisches Leitthema 6: Mobilität und Warenströme in der Zukunftsstadt“). Der zweite Agendaprozess befasst sich mit der Green Economy. Die strategische Forschungsagenda zur Green Economy benennt „nachhaltige Mobilitätssysteme“ als eine von sechs Forschungsprioritäten (https://www.bmbf.de/pub/Green_Economy_Agenda.pdf). Das BMBF beabsichtigt, einen weiteren Agendaprozess zur „nachhaltigen urbanen Mobilität“ durchzuführen. Gegenstand ist, Forschungsprioritäten für dieses Thema weiter auszuarbeiten, in den Kontext einer nachhaltigen Stadtentwicklung und eines nachhaltigen Wirtschaftssystems zu stellen und Schnittstellen zu anderen Politikbereichen zu erörtern. Ergebnis sollen Empfehlungen für das weitere Vorgehen der Forschungspolitik auf diesem Gebiet sein. Empfehlungen sollen sowohl inhaltliche Schwerpunktsetzungen auf strategischer Ebene als auch strukturelle Vorschläge umfassen. Insgesamt sollen alle Verkehrsträger im ganzen urbanen Raum berücksichtigt werden. Dies beinhaltet den öffentlichen und privaten Personen- und Güterverkehr, motorisiert und nicht motorisiert, und auch den fließenden und ruhenden Verkehr sowie Logistik im städtischen Raum. Die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität sind zu berücksichtigen, stehen hier aber nicht im Fokus. Eine nachhaltige urbane Mobilität muss den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen heute und in Zukunft genügen und zu einer höheren Lebensqualität beitragen. Ziel des Auftrags ist die Erarbeitung einer Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“. Diese Forschungsagenda muss den Stand der Forschung reflektieren, Forschungslücken aus der Bedarfsperspektive und der Technikperspektive benennen und Empfehlungen für prioritäre Forschungsthemen enthalten. Sie soll so formuliert sein, dass die Prioritäten in eine Förderbekanntmachung umgesetzt werden können. Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-10-27. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-09-21.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2016-09-21 Auftragsbekanntmachung
2017-01-05 Bekanntmachung über vergebene Aufträge