Generalplanerleistung zum Umbau und zur Sanierung des Max-Delbrück-Gymnasiums einschließlich Neubau einer 2-Feld bzw. 3-Feld-Sporthalle in Kombination mit Unterrichtsräumen in der Kuckhoffstr. 2, 13156 Berlin-Pankow
Es sollen Generalplanungsleistungen für die Sanierung und den standardgerechten Ausbau zum fünfzügigen Gymnasium einschließlich dem Bau einer 2 – 3 Feldsporthalle in Kombination mit Unterrichtsräumen und der Gestaltung der Außenanlagen in Berlin-Pankow vergeben werden.
Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung und Teil 4 Fachplanung für:
1. Gebäude, Leistungsphasen 3 bis 9 gem. § 34 HOAI, Leistungsphase 2 anteilig (Anpassung VPU)
2. Technische Ausrüstung, Leistungsphasen 3 bis 9 gem. § 55 HOAI, Leistungsphase 2 anteilig (Anpassung VPU),
3. Tragwerksplanung, Leistungsphasen 3 bis 6 gem. § 51 HOAI, Leistungsphase 2 anteilig (Anpassung VPU),
4. Freianlagen, Leistungsphasen 3 bis 9 gem. § 39 HOAI, Leistungsphase 2 anteilig (Anpassung VPU),
5. Bauphysik (Raumakustische Beratung, Erstellung eines Energiekonzeptes, Schallschutz), Leistungsphasen 3 bis 7 gem. Anlage 1.2.1 zu § 3 HOAI, Leistungsphase 2 anteilig (Anpassung VPU),
6. optional Ergänzung bereits vorliegender restauratorischer Bestandsaufnahmen,
7. Fortführung der denkmalpflegerischen Aufnahme und Fortführung des Konzeptes,
8. Fortführung des Holzgutachtens v.a. Holzschäden aufgrund Schädlingsbefall,
9. Abriss- und Entsorgungskonzept,
10. Lüftungskonzept mit Simulationsberechnung,
11. SiGeKo,
12. Brandschutz,
13. Schadstoffuntersuchungen,
14. Vermessungsleistungen,
15. Bodengutachten,
16. Fortführung der Brandschutzprüfung
Für das Vorhaben liegt bereits ein geprüftes Bedarfsprogramm vor. Teil der zu erbringenden Leistung ist die Anpassung der bestehenden VPU aufgrund der Reduzierung der Kostenobergrenze.
Die Schulanlage des Max-Delbrück-Gymnasiums wurde 1913/1914 errichtet. Sie besteht aus zwei denkmalgeschützten Bestandsgebäuden (Haus A und Haus B), einem temporären Bauwerk (Haus D, MUR mit 12 Klassen) und einer ehemaligen KFZ-Halle, die 2010 zu einer Mensa (Haus C) umgebaut wurde und nicht Bestandteil der zu vergebenden Generalplanerleistungen ist.
Der denkmalgeschützte Altbau des Hauses A wurde ursprünglich als Rathaus Niederschönhausen erbaut, dann aber als Schule umfunktioniert. In diesem Gebäude befinden sich unter anderem eine Sporthalle und die Aula. Dach und Aula des Hauses A wurden 2015 saniert. Außerdem wurde eine Hausmeisterwohnung für den Schüleraufenthalt umgebaut. Im Gebäude wurde ein Treppenhaus als Rettungsweg und NAWI Räume im Rahmen von KP II umgesetzt.
Der denkmalgeschützte Altbau Haus B wurde in den 90er Jahren komplett saniert. Hier soll nur eine Überarbeitung stattfinden. Die an das Gebäude angebaute Sporthalle soll abgerissen werden.
Haus D weist starke statische Mängel auf und soll ebenfalls abgerissen werden.
Das Gymnasium soll zur 5-zügigen Schule ausgebaut werden. Das Musterraumprogramm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft ist maßgeblich.
An der südlichen Seite (Kuckhoffstraße) ist ein Neubau geplant. Bislang ist hier eine 2-Feld-Sporthalle vorgesehen, in Kombination mit Klassen- bzw. Fachräumen. Eine 3-Feld-Sporthalle soll als Option geprüft werden.
Die Freianlagen sind so zu entwickeln, dass zum einen die Außensportanlagen auf dem Schulgelände untergebracht werden können, zum anderen aber auch ein verbindendes Element zwischen den einzelnen Häusern geschaffen wird, das das Gelände als einen „Campus“ erlebbar macht.
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen gemäß dem geprüften Bedarfsprogramm (September 2015) bei ca. 19 Mio. EUR inkl. Mehrwertsteuer und Mittel für Unvorhergesehenes und zur Rundung. Für die Kostengruppen 300 und 400 sind 13,5 Mio. EUR veranschlagt, für die KG 500 0,9 Mio. EUR. Die festgesetzten Gesamtkosten sind als Obergrenze strikt einzuhalten.
Es ist beabsichtigt die o.g. Leistungen stufenweise zu beauftragen.
Es liegen bereits diverse Gutachten vor, die im Zuge der weiteren Planung zum Teil aber fortgeschrieben werden müssen. Bestehende restauratorische Gutachten sind fortzuführen (u.a. für Südfassade Haus A, Farbfassungen innen). Das bestehende Holzgutachten ist ebenfalls fortzuführen; dabei ist vor allem Bezug zu Holzschäden aufgrund von Schädlingsbefall zu nehmen. Für die Baumaßnahme sind ein ökologisches Gesamtkonzept und ein Gesamtkonzept Barrierefreiheit aufzustellen. Gutachten für Baugrund und Grundwasser liegen bereits vor.
In allen Planungsphasen sind bei kostenrelevanten Entscheidungen, insbesondere bei ökologischen und energetischen Maßnahmen, Variantenuntersuchungen in Form von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen gemäß Leitfaden für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei der Vorbereitung von Baumaßnahmen durchzuführen.
Das Bauvorhaben wird bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt. Die einzelnen Bauabschnitte sind dementsprechend zu konzipieren. Die Schule kann teilweise freigezogen werden. Es ist ein Umzugskonzept, z.B. mit der Nutzung von Containern mit zu entwickeln. Lärmträchtige Maßnahmen sind überwiegend in der unterrichtsfreien Zeit (nach Schulschluss in den Nachmittagsstunden oder in den Schulferien) durchzuführen.
Folgende Zeitplanung ist aktuell vorgesehen:
Beauftragung des Generalplaners: Juli 2016
Überarbeitung der VPU bis August 2016
Erarbeitung der BPU bis März 2017
Baubeginn: 2018
Bauzeit 3 Jahre
Fertigstellung Ende 2021
Aufgrund der erforderlichen Abstimmungen ist die örtliche Präsenz auch während der Planungszeit in engen Intervallen und während der Bauzeit durchgängig sicherzustellen.
Neben der Generalplanung werden zu den Planungsbeteiligten ggf. weitere Gutachter und Sonderfachleute gehören, die durch die Generalplanung zu koordinieren sind.
Neben den üblichen Baubesprechungen sind Abstimmungen mit dem AG, Senatsverwaltungen, Schul- und Sportamt, der Schulleitung und den Genehmigungsbehörden zu führen.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für Leistungen bei Gebäuden einschließlich AVB (abrufbar unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben).
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-04-19.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-03-15.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-03-15
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Auftragsbekanntmachung
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2017-11-14
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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