Grundinstandsetzung und Kapazitätserweiterung ZOB – 1.-3. BA – Objektüberwachung/Bauoberleitung (LPH. 8)
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Fernbusverkehr sind die vorhandenen Kapazitäten des Zentralen Omnibusbahnhofes Berlin (ZOB) aktuell sowie auch zukünftig nicht mehr ausreichend. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1966 wurde der ZOB bisher lediglich provisorisch instandgesetzt. Das äußere Erscheinungsbild des ZOB ist dementsprechend mittlerweile weder zeitgemäß noch entspricht es den heutigen Ansprüchen an einen modernen, übersichtlichen und serviceorientierten Busbahnhof.
In der Konsequenz sollen die vorhandenen Kapazitäten des ZOB daher nun bedarfs- und zukunftsgerecht saniert und erweitert werden, was durchgreifende Umstrukturierungen hinsichtlich Bauwesen, Funktionalität und Logistik erforderlich macht. Die vorhandene „Senkrechtaufstellung“ der Busbahnsteige im mittleren Platzbereich des ZOB (Mittelinseln) sowie die „Längsaufstellung“ der Busse im Gehwegrandbereich (Außenring) werden hierzu komplett umgebaut. Das neue Verkehrskonzept sieht eine „Schrägaufstellung“ vor. Hierzu sind zwei Bahnsteigreihen (Mittelinsel A und B) mittig des Busbahnhofes geplant, die Bushaltesstellen werden mit einem Neigungswinkel von 50 Grad zur Fahrbahn (Längsachse der Anlage) angeordnet. Jeder Bahnsteig ist als Einzelbahnsteig konzipiert. Die bisher praktizierte „Längsaufstellung“ soll gemäß Planung einer „Sägezahnaufstellung“ weichen. Auf diese Weise ermöglicht das neue Verkehrskonzept die Schaffung von 33 Busstellplätzen. Im Bestand können von den 37 ausgewiesenen Haltestellen lediglich 27 genutzt werden. Deshalb ergibt sich im Vergleich zur heutigen Situation die Schaffung von 6 zusätzlichen Haltestellen.
Der gesamte Umbau des ZOB wird unter Aufrechterhaltung des laufenden Busbetriebes durchgeführt werden, was eine Aufteilung der Gesamtbaumaßnahme in mehrere Bauabschnitte erforderlich macht.
Im 1. BA wird der Bereich der heutigen Busparkplätze umgebaut. Während die vorhandenen Busparkplätze zurückgebaut und mit neuen Busbahnsteigen ausgestattet werden, findet der Betrieb weiterhin in der bestehenden Anlage statt. Im 2. BA erfolgt sodann die Inbetriebnahme der neuen Bahnsteige, zunächst noch ohne neue Leitstellentechnik, d.h. der Busbetrieb wird zunächst weiterhin über die vorhandene Leitstelle im Haus A bedient. Eine neue Leitstelle im Haus B wird allerdings noch im 2. BA errichtet, bevor ein Rückbau der Altanlagen sowie die Bestückung der neuen Bahnsteige mit Fahrzielanzeigen und Informationstechnik erfolgt. Auch die Ein- und Ausfahrt am Messedamm wird im 2. BA fertiggestellt. Im 3. BA sollen die Instandsetzung sowie die Erweiterung/Erneuerung der Gebäude A und C sowie der Nebenanlagen erfolgen, während sämtliche Busbahnsteige bereits in Betrieb sind.
Im Rahmen dieser Ausschreibung wird die Objektüberwachung/Bauoberleitung für die Bauarbeiten im 1.-3. BA vergeben, d.h. jeweils LPH. 8 des Teil 3 HOAI 2013 (Objektplanung – „Gebäude und Innenräume“ i. S. d. § 34 HOAI 2013, „Freianlagen“ i. S. d. § 39 HOAI 2013 und „Verkehrsanlagen“ i. S. d. § 47 HOAI 2013) sowie des Teil 4 HOAI 2013 (Fachplanung – „Technische Ausrüstung“ i. S. d. § 55 HOAI 2013).
Ergänzend zu den jeweiligen Grundleistungen der LPH. 8 der jeweiligen Leistungsbilder des Teil 3 HOAI 2013 (Objektplanung – „Gebäude und Innenräume“ i. S. d. § 34 HOAI 2013, „Freianlagen“ i. S. d. § 39 HOAI 2013 und „Verkehrsanlagen“ i. S. d. § 47 HOAI 2013) und des Teil 4 HOAI 2013 (Fachplanung – „Technische Ausrüstung“ i. S. d. § 55 HOAI 2013) sind vom Auftragnehmer jeweils Besondere Leistungen entsprechend der jeweils einschlägigen Anlagen zur HOAI 2013 zu erbringen.
Weitere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-01.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-01.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-02-01
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Auftragsbekanntmachung
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2016-09-12
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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