Grundsanierung Haus 1 + 2 und Mitteltrakt der JVA Bremen in Bremen -Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI – ALG 1-3 (HLS), ALG 8 (Gebäudeautomation)

Sondervermögen Immobilien und Technik des Landes Bremen vertreten durch die Immobilien Bremen AöR

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremen liegt – mit dem Standort Bremen-Oslebshausen – im westlichen Teil der Freien Hansestadt Bremen. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Standort in Bremerhaven. Mit insgesamt 666 Gesamthaftplätzen in Bremen und Bremerhaven gehört die JVA Bremen zu den größten Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland.
Sie umfasst diverse Vollzugsarten von der Untersuchungshaft über die Erwachsenenstrafhaft Männer, den Frauenvollzug und den Jugendvollzug bis zum Offenen Vollzug, die in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind.
Die ausgeschriebene Sanierungs- und Umbaumaßnahme befasst sich mit den Häusern I und II (einschließlich des Mittelbaus zwischen diesen beiden Häusern und der Anstaltskirche). Die im Zeitraum von 1874 bis 1913 erbauten Hafthäuser in Bremen-Oslebshausen stehen unter Denkmalschutz. Es handelt sich um den 2. großen Sanierungsabschnitt der gesamten Liegenschaft. Die Umsetzung dieser Maßnahme ist in 2 Bauabschnitten geplant.
Seitens der Gebäudetechnik wird eine Sanierung der bestehenden Heizungsanlage und Abwasseranlagen sowie eine Neuinstallation der Trinkwasser- und Raumlufttechnischen Anlagen angedacht. Die Mess- Steuer- und Regelungstechnische Gebäudeautomation ist komplett zu erneuern und auf die vorhandene BACnet – Schnittstelle der GLT aufzuschalten.
Die Versorgung mit Wärme und Trinkwasser erfolgt über auf dem Gelände vorhandene Leitungssysteme, die nicht Bestandteil der Sanierungsmaßnahme sind. Die Schmutzwasserleitungen sind weitestgehend an den Bestand anzuschließen, der entsprechend angepasst bzw. in Teilen mit zu sanieren ist. Die Regenwasserableitung soll über neu zu erstellende Versickerungsanlagen auf dem Gelände erfolgen.
Der Fertigstellungszeitraum beträgt ca. 8,5 Jahren. Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei 41 650 000 EUR (KG 200-700, brutto).
Das Büro GSP aus Bremen war im Zuge der 1. Gesamtsanierung mit der Variantenplanung für die Hafthäuser 1+2 beauftragt. Die durch den Senator für Justiz und Verfassung ausgewählte Variante ist Grundlage des hier ausgeschriebenen VOF-Verfahrens.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
— Leistungsphasen 1 und 2 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 1-3 (HLS),
ALG 8 (Gebäudeautomation);
— Leistungsphasen 3 bis 9 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 1-3 (HLS),
ALG 8 (Gebäudeautomation), als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
— Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
An den Vergabegesprächen nehmen ggf. Vertreter des Senators für Justiz und Verfassung teil.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VOF-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-04-20. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-03-18.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2016-03-18 Auftragsbekanntmachung
2016-11-24 Bekanntmachung über vergebene Aufträge