Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Sanierung Kollegiengebäude – Fachplanung Tragwerksplanung gem. §§ 49 ff. HOAI
Ingenieurleistungen „Tragwerksplanung“ gem. §§ 49 ff. HOAI für die Baumaßnahme „Generalsanierung Kollegiengebäude KU Eichstätt-Ingolstadt“.
Das Ensemble der Kollegiengebäude wurde 1960 – 65 von den Architekten Karljosef Schattner und Josef Elfinger errichtet und 1979 – 80 erweitert.
Die 6 Bauten der ehemaligen Pädagogischen Hochschule gruppieren sich campusartig um einen Innenhof und werden von der Katholischen Universität als Vorlesungs- und Institutsgebäude genutzt.
Die einzelnen Gebäude sind als Gerüstbauten aus Sichtbeton errichtet, ihre Ausfachung mit Jura-Bruchsteinen gibt ihnen eine kräftige, landschaftsbezogene Note.
Das Ensemble stellt einen bedeutenden Beitrag zur Architektur der 60-iger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland dar. Die Erhaltung des inneren und äußeren Erscheinungsbildes der Gebäude ist die wesentliche Aufgabe dieser Planung, deshalb ist ein sensibler Umgang mit der Bausubstanz erforderlich.
Aufgrund der zwischenzeitlich fast 50-jährigen Nutzungsdauer sind Sanierungsmaßnahmen in größerem Umfang erforderlich. Außerdem erfordert ein zeitgemäßer Universitätsbetrieb funktionale Anpassungen.
Zusätzlich ergeben sich neue Handlungsfelder hinsichtlich Brandschutz, Energieeinsparung und Barrierefreiheit:
Im Hinblick auf die gesetzlichen Bestimmungen (hier im Besonderen die Versammlungsstättenverordnung) weisen die Gebäude große Mängel im Bereich des baulichen Brandschutzes auf. Im Wesentlichen sind dies die fehlende oder unzureichende Rauchabschnittstrennung, das Fehlen von Treppenräumen und von zweiten baulichen Flucht- und Rettungswegen. Diese baulichen Mängel wurden bereits durch die Erstellung von Brandschutzkonzepten aufgezeigt und mit einem Prüfsachverständigen abgesprochen, sodass die spätere Umsetzung baurechtlich gesichert ist.
Darüber hinaus weisen die Gebäude weitere Mängel im Bereich der Energieeinsparung auf. Dies kann durch die Aufstellung von Energieausweisen belegt werden. Hier stellt sich der Heizenergieverbrauch durch den hohen Anteil eines regenerativen Energieträgers zur Wärmeversorgung (Fernwärme Stadtwerke Eichstätt Grundlast Hackschnitzel) zwar als sehr positiv in der CO2-Bilanz dar, aber bei der nüchternen Betrachtung des Primärenergieverbrauchs der Gebäude sind weitere Verbesserungen durch Energieeinsparung erforderlich.
Für die Maßnahme wurde ein Sanierungsgutachten erstellt und dafür ein Gebäude, der Kunstbau, modellhaft untersucht.
Die Maßnahmen sollen für das Ensemble einheitlich und insgesamt geplant und gebäudeweise umgesetzt werden.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig bzw. kurzfristig auf Aufforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort in Eichstätt zur Verfügung zu stehen.
Termine:
Die Planungen sind sofort nach Auftragsvergabe zu beginnen.
Eine Machbarkeitsstudie wurde vorab erstellt. Es ist nicht auszuschließen, dass ein vorbefasster Bewerber einen Teilnahmeantrag für die Auftragsverhandlung stellt. Sollte er zur Teilnahme an der Auftragsverhandlung ausgewählt werden, wird der Informationsvorsprung ausgeglichen. Dadurch wäre mit Mehraufwendungen bei der Vorbereitung zur Auftragsverhandlung zu rechnen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-16.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-02-12
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Auftragsbekanntmachung
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2018-10-05
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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