LabDisk Prozessierungsgerät mit schneller Temperierung und Detektion
Prozessierungsgerät LabDisk Player II zur Prozessierung von mikrofluidischen Kunststofftestträgern „LabDisks“.
— Dünnwandige, scheibenförmige Kunststofftestträger: hergestellt aus dünnen Polymerfolien mittels Thermoformen;
— Dickwandige scheibenförmige Kunststofftestträger: hergestellt mittels Spritzguss oder Heißprägeverfahren;
— Dünnwandige bzw. dickwandige LabDisk Segmente: hergestellt aus dünnen Polymerfolien mittels Thermoformen bzw. mittels Spritzguss oder Heißprägeverfahren. Es können mehrere LabDisk SEG parallel prozessiert werden. Ein typisches LabDisk SEG wird auf einem Halter prozessiert, welcher 2-6 Segmente aufnehmen kann.
Die Prozessierung der Testträger umfasst die Beaufschlagung mit einer Abfolge definierter Rotations-, Be- und Entschleunigungs-, Positionierungs-, Separations-, Temperatur- und Detektionsschritte. Durch den sequentiellen Ablauf dieser Prozessierungsschritte können in den mikrofluidischen Strukturen der LabDisks Flüssigkeiten bewegt, gemischt und geschaltet werden um (bio-) chemische Laborabläufe automatisiert nachzubilden. Des Weiteren können magnetische Partikel innerhalb der LabDisks manipuliert werden. Für die Beaufschlagung der Testträger mit der zuvor definierten Abfolge einzelner Prozessierungsschritte beinhaltet das Prozessierungsgerät die nachfolgend genannten funktionellen Module:
— Modul 1: Motor – Antrieb und Rotation der Testträger;
— Modul 2: Temperaturregelung – Temperierung von Flüssigkeiten im Testträger;
— Modul 3: Optische Detektion – Auslesen von optischen Signalen im Testträger;
— Modul 4: Magnet – Manipulation magnetischer Elemente im Testträger.
Der LabDisk Player II dient in Verbindung mit einer anwendungsspezifischen LabDisk zur automatisierten Durchführung medizinisch-diagnostischer Laborabläufe. Die Bedienung des LabDisk Players II erfolgt durch „trained profesionnals“. Der LabDisk Player II stellt für die Prozessierung der LabDisk erforderliche Module (Motor, Temperaturregelung, optische Detektion und Magnet) zur Verfügung. Die Einheit, bestehend aus LabDisk und LabDisk Player II, bildet somit ein System zur medizinischen Diagnostik bspw. dem Nachweis von Bakterien oder Viren aus menschlichem Probenmaterial (Blut, Abstrichen und anderen menschlichen Probenmaterialien). Für die Automatisierung von Anwendungen mit dem Zweck der humanen Diagnostik wird der LabDisk Player II vorzugsweise im Krankenhaus, im Zentrallabor oder optional in der Arztpraxis an einem feststehenden Platz Einsatz finden. Die Bedienung muss mit Laborhandschuhen möglich sein. Die Verwendung in einem sterilen Bereich bspw. Operationssaal ist ausgeschlossen. Der LabDisk Player II verfügt über die Fähigkeit, die erfassten Daten über eine Schnittstelle in ein Labor- oder Krankenhausinformationssystem (LIS / HIS) zu übermitteln. Das System wird maximal 8 Stunden am Tag über einen Zeitraum von 10 Jahren verwendet.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2017-01-31.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-12-16.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2016-12-16
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Auftragsbekanntmachung
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2017-02-22
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Ergänzende Angaben
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