Planung, Neubau und Betrieb eines Hotels
Nach Durchführung einer Markt- und Standortanalyse beabsichtigt die Alte Hansestadt Lemgo, das mit dem Hansa Hotel bebaute Grundstück in Lemgo (Breite Straße 14, 16) für einen Hotelneubau zu veräußern. Das südlich angrenzende Grundstück mit den denkmalgeschützten historischen Gebäuden der Alten Abtei und der Remise (Breite Straße 10, 10a) ist in das Projekt einzubeziehen und soll ebenfalls veräußert werden. Die Gesamtfläche der genannten Flurstücke beläuft sich auf ca. 3 066 m². Möglicherweise kann darüber hinaus das nördlich angrenzende Flurstück 99 teilweise zur Verfügung gestellt werden.
Es sollen vier Leistungselemente verbunden und Gegenstand des ausgeschriebenen Projektvertrages sein:
1. Die im Eigentum der Alten Hansestadt Lemgo stehenden Flurstücke 103 und 104, auf denen sich das Hansa Hotel befindet, sowie die angrenzenden Flurstücke 157 und 158 (alle Flurstücke der Flur 18 der Gemarkung Lemgo), die mit den historischen Gebäuden der Alten Abtei und der Remise bebaut sind, sollen veräußert werden. Dafür ist ein Kaufpreis anzubieten, der mit haushaltsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist (§ 90 Abs. 3 S. 2 GO NRW).
2. Die Planung für den Neubau sowie die Sanierung / den Umbau der Alten Abtei und der Remise hat
das städtebauliche Umfeld im historischen Stadtkern zu beachten. Die besonders reizvolle und attraktive Lage mitten im historischen Stadtkern bedeutet für das Bauprojekt, dass sich der Hotelkomplex sensibel in den städtebaulichen und stadtgestalterischen Kontext einfügen muss. Die Breite Straße besitzt zahlreiche Baudenkmäler, besonders zu erwähnen ist das städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus schräg gegenüber des Hotelgrundstückes. Im direkten Umfeld des Hotelkomplexes wird derzeit mit Städtebaufördermaßnahmen der südliche Stadteingang Langenbrücker Tor attraktiv aufgewertet und eine Sitzstufenanlage zum Fluss „Bega“ errichtet. Da es sich bei dem Bauvorhaben um eine erstklassige und prominente Lage im Stadtkern handelt, beabsichtigt der Auftraggeber, gestalterische und ggf. (für den denkmalgeschützten Gebäudebestand) funktionale Vorgaben zu definieren. Die Planung ist in einem Zeitraum baulich umzusetzen, der zu vereinbaren ist.
3. Für den Betrieb des neuen Hotels (sanierte, denkmalgerecht umgebaute Alten Abtei und Remise, Neubaukomplex des Hotels) soll ein Konzept erarbeitet werden. Das Konzept soll den Erkenntnissen der vorliegenden Machbarkeitsstudie Rechnung tragen. Es wird Gegenstand des Projektvertrages.
4. Für die vorgenannten Leistungselemente ist ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten. Das Konzept zeigt die nachhaltige Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit auf.
Der Auftraggeber sucht in dem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb Bewerber aus, die aufgrund vorzulegender Eignungsnachweise, insbesondere Referenzen, zu allen vier Leistungselementen die Prognose rechtfertigen, dass die Mindestanforderungen an das Hotelneubauprojekt sicher erfüllt und dass darüber hinaus ein optimaler Beitrag für die Entwicklung dieses zentralen Standortes im Herzen der Alten Hansestadt Lemgo erreicht wird.
Bewerber können entweder Investoren (Kapitalgeber) sein, die die VOF-Leistungen und den Betrieb selbst oder mit Vertragspartnern (als BG-Mitgliedern oder Nachunternehmern) darstellen, oder Betreiber, die die VOF-Leistungen und die Finanzierung selbst oder mit Vertragspartnern (als BG-Mitgliedern oder Nachunternehmern) darstellen. Der Auftraggeber erwartet eine umfassende Teilnahmebewerbung, die allen dargestellten Projektanforderungen Rechnung trägt, und eine entsprechende Angebotsbearbeitung in dem anschließenden Verhandlungsverfahrensabschnitt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-08-22.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-06-09.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-06-09
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Auftragsbekanntmachung
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2017-11-29
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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