Projektsteuerungsleistungen für den Neubau der NRW Sportschule und den integrierten Neubau einer Mensa auf dem Grundstück der Märkischen Schule Saarlandstraße 40 in Bochum

Stadt Bochum, Zentrale Dienste, ZD 21

Projektsteuerungsleistungen für den Neubau der NRW Sportschule und den integrierten Neubau einer Mensa auf dem Grundstück der Märkischen Schule Saarlandstraße 40, Bochum.
Sachstand:
Es ist geplant, auf dem Grundstück der Märkischen Schule, Saarlandstraße 40, eine 3-fach-Halle mit an-, bzw. eingebundener Mensa zu errichten. Die Baukörper auf dem Grundstück beinhalten die Stadthalle Wattenscheid, das Schulgebäude der Märkischen Schule mit angebundener Einfeldturnhalle, sowie ein südlich gelegenes Solitärgebäude für die Oberstufe. Die o. g. Baukörper stehen unter Denkmalschutz.
In Abstimmung mit der oberen Denkmalbehörde (LWL-Münster, Abteilung Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und Vertretern des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Abteilung Denkmalschutz wurde vereinbart, dass einem Abriss nur mit dem größtmöglichen Erhalt der Gebäude (Turnhalle und Verbindungsgang) zugestimmt wird. Dies bedeutet den Erhalt der städtebaulichen Geste durch die Einbindung der vorhandenen Fassaden in den Neubau.
Fixpunkt ist jedoch die vorhandene südwestliche Gebäudekante der sich dort anschließenden Schule. Bis zu dieser Kante kann die 3-fach-Halle maximal herangeführt werden. Aufgrund der Turnhallenhöhe von rd. 7-8 Metern über Gelände verliert die Schule durch das Heranziehen in diesem Gebäudeflügel 2, evtl. sogar 3 Klassenräume, die an anderer Stelle wieder einzuplanen sind.
Aufgabe
Bei der Abwicklung der Baumaßnahme müssen die Projektsteuerungsleistungen auf der Grundlage der AHO Schriftenreihe Nr. 9 (Fassung Mai 2014) Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft vergeben werden. Der Auftrag umfasst alle Projektstufen und Handlungsbereiche nach dem Leistungsbild der AHO. Die Projektstufen 1 und 2 – Projektvorbereitung und Projektplanung – mit den Handlungsbereichen A-E werden mit Auftragsvergabe fest beauftragt. Es ist beabsichtigt, den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft später auch mit den optionalen Projektsteuerungsleistungen der Projektstufen 3-5 und den Handlungsbereichen A-E zu beauftragen.
Der Projektsteuerer muss die Plausibilitätsprüfungen der Kostenschätzungen der Wettbewerbsbeiträge im Rahmen der Vorprüfung des EU-weiten Realisierungswettbewerbes vornehmen und schriftlich dokumentieren.
Die Anschlussbeauftragung für die Projektstufen 3-5 und der Handlungsbereiche A-E erfolgt auf gesonderten Abruf, auf den kein Anspruch besteht (optional).
Zeitschiene
Es ist geplant, im Frühjahr/Sommer 2016 in einem EU-weiten Verfahren die Auslobung des Realisierungswettbewerbes für den Neubau der 3-fach-Halle mit dem integrierten Neubau der Mensa zu beginnen.
In diesem Realisierungswettbewerb werden die Fachplanungsleistungen für die Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. HOAI § 33, die Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen gem. HOAI § 43 (für die Unterfangung der verbleibenden und der neu zu errichtenden Gebäude), die Leistungen der Tragwerksplanung gem. HOAI § 49 und die Leistungen der Technischen Gebäudeausrüstung gem. HOAI § 53 ausgelobt.
Der Projektsteuerer muss bereits an den Verhandlungs- und Abstimmungsterminen des EU-weiten Verfahrens zur Auslobung des Realisierungswettbewerbes für den Neubau der NRW-Sportschule mit der integrierten Mensa teilnehmen.
Die weiteren Planungsleistungen, die für die Umsetzung der Maßnahme erforderlich sind, müssen durch den Projektsteuerer sofort, aufgrund der Förderrichtlinien, beschränkt ausgeschrieben werden:
Leistungen für den geotechnischen Bericht, Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1);
Leistungen für den Brandschutz (Schriftenreihe Nr. 17, Fassung Juni 2015);
Leistungen der SiGeKo (AHO-Schriftenreihe Nr. 15, Fassung März 2011);
Leistungen für die Prüfstatik (SV-VO);
Leistungen für die Bauakustik;
Leistungen nach der ENEV 2014 bzw. der Neuregelungen, die ab 01.01.2016 in Kraft getreten sind (Fortschreibung der AHO-Schriftenreihe Nr. 23 der Fassung September 2015).
Die voraussichtliche Planungs- und Bauleistungsphase beginnt ca. im Winter 2016.
Die Projektkosten für die Maßnahme betragen rd. brutto 10 550 000 EUR. Diese Projektkosten resultieren aus einer Grobkostenschätzung der Stadt Bochum, Zentrale Dienste vom Dezember 2015 auf der Basis des Baukostenindexes 2015. Bei den Kostenangaben handelt es sich um indizierte Kosten. Hierbei wurden folgende Prozentsätze als Kostenindex angenommen: Für das Jahr 2015: 1,8 % und für die Folgejahre 2016 bis einschließlich 2018 je 1,6 %.
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) wird sich mit einer Förderung von 80 % beteiligen. Allerdings bezieht sich diese Förderung nur auf den Bauteil der Dreifachhalle und der entsprechenden Nebengebäude. Die Kosten für den schulischen Bereich (Mensa und Mehrzweckraum) sind nicht förderfähig. Der Projektsteuerer muss die jeweiligen Auf- und Ausgaben zu den Förderkosten und den sonstigen nicht förderfähigen Kosten in seinen Projektabläufen trennen und ebenso, u. a. im Kostencontrolling, darstellen. Die Mittelabrufplanung, Rückfragen des Fördergebers und weitere im Zusammenhang stehende Fragestellungen des Auftraggebers gehören ebenfalls mit zum Leistungsbild der Projektsteuerungsleistungen.
Der Kostenrahmen sieht für den Neubau, ggfls. Sanierung des Turnhallengebäudes und des Verbindungsganges sowie der Mensa folgende Baukosten (brutto) vor:
KG 100 = 0 EUR;
KG 200 = 395 030,50 EUR;
KG 300 = 4 857 807,47 EUR;
KG 400 = 1 494 709,99 EUR;
KG 500 = 800 737,50 EUR;
KG 600 = 405 707,00 EUR;
KG 700 = 2 578 801,79 EUR.
Somit ergeben sich vorläufige Gesamtkosten von aufgerundet brutto: 10 550 000 EUR.
Mangels ausreichend eigener Kapazitäten hat die Stadt Bochum beschlossen, sich bei der Abwicklung der Baumaßnahme durch ein externes Büro unterstützen zu lassen.
Realisierungsvorbehalt:
Wichtige Gründe, die einer Realisierung entgegenstehen sind:
Der Rat der Stadt Bochum entscheidet, dass die Wettbewerbsergebnisse nicht seinen Vorgaben entsprechen (Aufgabenstellung und Kostenrahmen), oder,
die Finanzierung des Projektes nicht gesichert ist, das gilt insbesondere, wenn die Fördermittel des Landes nicht bewilligt werden.

Beschreibung des Vergabeverfahrens:
Teilnahmewettbewerb (1. Stufe)
1. Es ist ein Teilnahmeantrag inklusive aller geforderten Nachweise aus III. zu stellen.
Unvollständige Teilnahmeanträge bleiben unberücksichtigt. Teilnahmeanträge, die nicht frist- oder formgerecht (nicht in verschlossenem Umschlag) eingehen, werden nicht berücksichtigt.

2. Es wird geprüft, ob der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft anhand der von ihm /ihr eingereichten Erklärung, Angaben und Nachweise grundsätzlich geeignet erscheint, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht auszuführen. Soweit sich ein Bewerber / eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit und / oder der technischen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen bezieht, hat er / sie mit Einreichung des Teilnahmeantrages nachzuweisen, dass ihm / ihr im Auftragsfall die Mittel dieser Unternehmen grundsätzlich zur Verfügung stehen. Das kann u. a. durch entsprechende Verpflichtungserklärungen des oder der anderen Unternehmen erfolgen ((vgl. § 5 (6) VOF)).

3. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft (als Mitglied einer weiteren Bewerbergemeinschaft oder als Nachunternehmer eines weiteren Bewerbers) sind nicht zugelassen und führen zum Ausschluss sämtlicher betroffener Bewerber/-gemeinschaften.
Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerbers.
Verhandlungsverfahren (2. Stufe)
Die ausgewählten Bewerber werden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert.
Mit der Angebotsabgabe sind zwingend nachfolgende Unterlagen einzureichen:
1. Honorarangebot.
2. Vertrag Projektsteuerung mit Anlage der spezifischen Leistungspflichten.
3. Zahlungsplan.
Die Bewertungsmatrix wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe beigefügt.
Im anschließenden Verhandlungsgespräch erhalten die Bewerber/Bewerbergemeinschaften Gelegenheit, ein bereits durchgeführtes Projekt der Referenzliste vorzustellen.

Folgende Zeitplanung ist vorgesehen:

Teilnahmeverfahren

1. Teilnahmefrist: 05.02.2016;
2. Öffnung der Teilnahmeanträge: 08.02.2016;
3. Frist für Bieterfragen: 01.02.2016;
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 03.02.2016;
5. Angebotsaufforderung spätestens bis zum: 02.03.2016.

Angebotsverfahren

1. Angebotsfrist: 05.04.2016;
2. Öffnung der Angebote: 06.04.2016;
3. Frist für Bieterfragen: 30.03.2016;
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 01.04.2016;
5. Zeitraum für Aufklärungs- und Verhandlungsgespräche:
ca. 20.-22. KW 2016
6. Zuschlagserteilung bis zum Ende der Bindefrist: 30.06.2016.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-02-05. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-01-06.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2016-01-06 Auftragsbekanntmachung
2016-08-04 Bekanntmachung über vergebene Aufträge