Sanierung Schwimmhalle Burg (Arch/ TWP)

Stadt Burg

Die Stadt Burg betreibt das Hallenschwimmbad in der Kirchhofstraße in 39288 Burg. Die Schwimmhalle befindet sich nord-westlich gelegen vom Stadtzentrum im Bereich des Goethe-Parks. Bei der Schwimmhalle handelt es sich um einen 1974 in Stahlbetonfertigbauweise (Spannbeton Dachschalen – HP-Schalen, …) errichteten und vollunterkellerten zweischiffigen Flachbau. Die ca. 30 mal 48 m große Schwimmhalle verfügt über ein Schwimmbecken im Erdgeschoss (Wettkampfbecken) mit einem Maß von 25 x 12,5 m und einer Wassertiefe von 1,80 m. Darüber hinaus gibt es ein Nichtschwimmerbecken im Kellergeschoss mit einem Maß von 12 x 6 m und einer Wassertiefe von 0,90 – 1,20 m. Beide Schwimmbecken verfügen über ein aufwendiges, gesondertes technisches Verfahren zur Sicherung der Wasserqualität. Umkleidebereiche, Toiletten, Duschräume und Technikräume sind sowohl im Erdgeschoss als auch im Kellergeschoss positioniert. In den Jahren 1996 und 1997 wurde die Schwimmhalle teilsaniert. Hierbei wurden das Foyer, das komplette Dach und die Fassade saniert. Im Dach wurde eine Wärmedämmung aus EPS eingebaut. Im Innenbereich sind der Eingangs- bzw. Empfangsbereich und die Umkleideräume umgestaltet worden. Eine Trockensauna für ca. 22 Personen wurde im Erdgeschoss neu installiert. Im Rahmen einer „Betriebsanalyse mit Optimierungs- und Attraktivierungskonzept“ aus dem Jahr 2009 wurde die Bestandssituation analysiert und Handlungsempfehlungen zur Sanierung und Attraktivierung der Schwimmhalle abgeleitet. Das als DDR-Typenbauschwimmhalle (Projektbezeichnung: Typ Anklam) errichtete Gebäude ist in Teilbereichen erheblich sanierungsbedürftig. Die technischen Anlagen weisen zum Teil einen erheblichen Erneuerungsbedarf auf. Das Angebot, die Angebotsdarstellung und der tägliche Betrieb leiden unter den altersbedingten Mängeln (z. B. stillgelegte Bereiche wie ehemalige Gastronomie, beengtes Nichtschwimmerbecken, …) und kann die heutigen Kundenerwartungen nicht erfüllen. Im Rahmen der Sanierung sollen vornehmlich das Gebäude (Badeplattform, Schwimmbecken, stillgelegter Gebäudeteil) und die Technische Ausrüstung (Rohrleitungsnetze für Frisch-/Brauchwasser, Lüftungstechnik inkl. Wärmerückgewinnung, Badewassertechnik allgemein, Gebäudeleittechnik und MSR, Wärmeversorgung, Elektronik) grundhaft saniert bzw. modernisiert werden. Der Auftraggeber legt großen Wert darauf, dass die zukünftigen Auftragnehmer sämtliche Planungen auf ein nachhaltiges Gesamtkonzept hin ausrichten, deren charakterisierende Kriterien nicht isoliert, sondern im Zusammenhang betrachtet werden. Ebenso ist bei der Planung der Grundsatz von Inklusion / Barrierefreiheit zu beachten. Das Ergebnis der Vorplanung für die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen muss ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Gesamtkonzept abbilden, welches die grundhafte Sanierung und Attraktivierung des Bestandsgebäudes, der Schwimmbecken, der Technischen Ausrüstung sowie die umfassende energetische Sanierung integriert. In diesem Kontext muss die Prüfung einer möglichen Weiternutzung des bereits sanierten Teilbereichs (Vereinsräume) bzw. eine Integration dieser in das Gesamtkonzept Berücksichtigung finden. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Vergabe der Leistungen zur Planung der Gebäude und Tragwerksplanung (inkl. Bauphysik). Die geschätzten Gesamtbaukosten (KG 200 – 600) der Maßnahme betragen ca. 4 600 000 EUR brutto. Die Vergabestelle erwartet, dass im Fall einer Beauftragung das angebotene Projektteam zur Sicherstellung der Terminplanung sofort und vollumfänglich zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall ist zur Sicherstellung der Termineinhaltung eine Aufstockung der Teamstärke zu gewährleisten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-10-28. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-09-27.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2016-09-27 Auftragsbekanntmachung