Studie zur technischen Machbarkeit der Detektion und Überwachung von Weltraummüll
Das DLR in Stuttgart, beabsichtigt für sein Institut für Technische Physik, eine Studie „ zur technischen Machbarkeit der Detektion und Überwachung von Weltraummüll“ zuvergeben.
Die Dichte an Weltraumschrottobjekten im Orbit nimmt jährlich mit einer Rate von ca. 5 % zu und ist besonders hoch in den für die Erdbeobachtung wichtigen Bahnhöhen um 800 km. In diesem Höhenband wird bereits von einem Überschreiten der kritischen Dichte ausgegangen, infolgedessen es zum Einsetzen eines Kaskadeneffektes kommt. Dies führt zu einer weiteren Zunahme der Anzahl der Schrottobjekte. Diese stellen für die Raumfahrt aufgrund möglicher Kollisionen mit operativen Satelliten ein zunehmend großes Risiko dar. Insgesamt befinden sich derzeit 750 000 missionskritische Objekte mit einer Größe von mehr als 1 cm im Erdorbit. Davon werden lediglich 25 000 Objekte mit einer Größe oberhalb 10 cm in der Datenbank des US Space Surveillance Network geführt. Infolgedessen ist der Großteil der missionskritischen Objekte nicht kartiert und darüber hinaus besitzen die vermessenen Bahndaten eine unzureichende Genauigkeit.
Die derzeitige Strategie beschränkt sich auf die Vermeidung von Weltraumschrott bei der Missionsplanung in Form von unverbindlichen Handlungsempfehlungen der UN bzw. auf die Durchführung von Ausweichmanövern. Diese Ausweichmanöver sind nur durchführbar, falls einer der beiden möglichen Kollisionspartner noch aktiv steuerbar ist.
Kritisch in Bezug auf die Zunahme der Teilchendichte sind katastrophale Kollisionen, bei denen beide Kollisionspartner vollständig fragmentieren. Solche Ereignisse können auch auftreten, wenn eines der an der Kollision beteiligten Objekte eine deutlich geringere Gesamtmasse besitzt. Die geschätzten Kosten für die Ersatzbeschaffung von, aufgrund von Weltraumschrott, frühzeitig beendeten Missionen liegen derzeit weltweit bei ca. 1 Milliarde EUR pro Jahr.
Wichtige Punkte zur Auftragsvergabe:
Der Auftrag ist abhängig von der Beauftragung des DLR, duch einen öffentlichen Auftraggeber.
Die Auftragsvergabe kann nur an ein deutsches Unternehmen erfolgen.
Der Auftragnehmer sollte die Fähigkeit haben, mit VS-NfD Dokumenten umgehen zu können.
Das Projekt muss bei Beauftragung bis zum 15.11.2016 abgeschlossen sein.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-24.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-16.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2016-02-16
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Auftragsbekanntmachung
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