Teilnahmewettbewerb für Architektenleistungen (LP 1-9) gem. HOAI § 34 „Objektplanung Architekten und Ingenieurleistungen – Gebäude“ für die bauliche Umsetzung eines neuen pädagogischen Konzeptes im Schulzentrum Nümbrecht
Objektplanerleistungen gemäß HOAI 2013, Teil 3, Objektplanung Gebäude und Innenräume für den Um- und Anbau des Schulzentrums Nümbrecht zur Umsetzung eines neuen pädagogischen Konzeptes. Umfang: Leistungsphasen 1-9, HOAI (2013) § 34
Das Schulzentrum Nümbrecht beinhaltet ein Gymnasium, eine Sekundarschule sowie zwei auslaufende Schulformen (Realschule und Hauptschule) mit insgesamt 1.500 Schülern.
Es befindet sich in einem Gebäudekomplex mehrerer Gebäudeflügel unterschiedlicher Bauzeit, die mehrfach erweitert und umgebaut wurden. Die letzte größere Baumaßnahme war der Bau bzw. die Erweiterung der Mensa, die heute als Gemeinschaftsbereich die unterschiedlichen Gebäudeteile im Erdgeschoss miteineander verbindet.
Zur Vorbereitung der Neustrukturierung des Schulzentrums haben die Schulen und die Gemeinde Nümbrecht als Schulträger in einem betreuten Prozess – der sogenannten „Phase Null“ begleitet durch ein Schulbauberatungsteam bestehend aus Pädagoge und Architekt ein gemeinsames pädagogisches Profil unter der Idee „Campus Nümbrecht“ entwickelt. Dabei wurden sowohl die spezifischen pädagogischen Konzeptionen von Gymnasium und Sekundarschule als auch die gemeinsame Aspekte und Synergien für das Schulzentrum herausgearbeitet.
Die Arbeitsergebnisse dieses Prozesses sind in einem Bericht zusammengefasst. Er beschreibt bereits konkrete Überlegungen und Leitgedanken zur räumlichen Umsetzung des pädagogischen Konzeptes wie beispielsweise die übergeordnete Organisationsstruktur der beiden Schulen, notwendige räumliche Zusammenhänge von unterschiedlichen Funktionsbereichen zueinander, die Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten der „gemeinsamen Mitte“ als Herzstück der Schule, die Organisation von allgemeinen Unterrichtsbereichen in Clustern, die Zusammenfassung der naturwissenschaftlichen Bereiche des Gymnasiumsn zu einem „MINT-Cluster“, die Schaffung eines gemeinsamen „Kreativ-Clusters“ in Anbindung an die Aula, den gemeinsamen Verwaltungsbereich beider Schulen oder auch das Verhältnis und die Übergänge von öffentlichen zu rein-schulischen Bereichen. Entstehen soll ein gemeinsamer Campus, der bei Schaffung und Förderung von Synergien zwischen Gymnasium und Sekundarschule auch die Identität der einzelnen Schulen wahrt und sie räumlich abbildet.
Der Bericht beinhaltet auch bereits Überlegungen zur konkreten Umsetzung des Konzeptes in den Bestandsgebäuden und formuliert einen Mehrbedarf an Flächen, der nur über einen ergänzenden Neubau gedeckt werden kann.
Die Arbeitsergebnisse aus dem Prozess sind bindende Grundlage für die weiteren Planungen. Die Bereitschaft, dies anzuerkennen und sich mit den differenziert geschilderten Grundlagen inhaltlich und planerisch auseinanderzusetzen, ist zwingende Voraussetzung für die Übernahme der in diesem Verfahren abgefragten Leistung.
Das Konzept kann bei der ausschreibenden Stelle angefordert werden.
Der Umbau/ Anbau erfolgt bei laufendem Schulbetrieb.
Bauvolumen: ca. 8 000 000 EUR
Realisierungsphase: Ende 2016 – 2019.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-06-03.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-05-03.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2016-05-03
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Auftragsbekanntmachung
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