Erfassung von marinen Wirbeltieren (Säugetiere und Seevögel) in der deutschen AWZ mit Hilfe digitaler Erfassungsmethoden (Video- und Fotoerfassungen)

Bundesamt für Naturschutz

Im bisherigen großflächigen Wirbeltiermonitoring in den deutschen Meeresgebieten erfolgte ein großer Teil der Erfassungen durch Observerflüge in niedriger Flughöhe (76 m für Seevögel, 183 m für marine Säugetiere). Diese Methode wird in Zukunft jedoch durch den voranschreitenden Ausbau von Offshorewindenergieanlagen in der deutschen AWZ stark eingeschränkt, da ein Durchfliegen der Windparks aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht gestattet ist. Somit können Windparkflächen, die in den nächsten Jahren einen immer größeren Raum in der deutschen AWZ einnehmen werden (http://www.offshore-windenergie.net/), nicht mehr mit der bisherigen fluggestützten Monitoringerfassungen untersucht werden.
Digitale Erfassungen können auch in einer größeren Flughöhe (> 400 m) durchgeführt werden, sind deshalb eine sicherheitstechnisch unbedenkliche Alternative zur küstenfernen Erfassung von Seevögeln und Meeressäugetieren und sind deshalb auch bereits im Standarduntersuchungskonzept (StUK) des BSH vorgeschrieben. Das BfN wird deshalb im Rahmen seiner Monitoringverpflichtungen neben klassischen observerbasierten vor allem digitale Erfassungsflüge in seinem großflächigen Wirbeltiermonitoring durchführen. Hierbei sollen über den Projektzeitraum sowohl hochauflösende Videoaufnahmen als auch hochauflösende Digitalfotos entlang der Monitoring-Transekte genommen werden. Es wird dabei erwartet, dass eine für die Ziele des bereits laufenden BfN-Forschungsprojekt „Wirbeltiermonitoring“ notwendige Zeitplanung der analogen und digitalen Erfassung von Meeressäugetieren und Seevögeln erfolgt.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2017-12-29. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2017-11-23.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2017-11-23 Auftragsbekanntmachung