Beschreibung der Beschaffung
Das Zentrum für Integrative Psychiatrie – ZIP gGmbH – ist eine hundertprozentige, rechtsfähige Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH). Sie betreibt u. a. in Kiel im Niemannsweg 147 die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Das Klinikgelände ist von einem historischen Baubestand geprägt und steht als Ensemble unter Denkmalschutz.
Das Land Schleswig-Holstein beabsichtigt für die ZIP gGmbH, auf der Grundlage eines baulichen Masterplans zur Entwicklung des Standorts Kiel die Errichtung eines Neubaus einer Tagesklinik für Kinder und Jugendliche (KJP).
Geplant ist in der 1. Realisierungsstufe der Rückbau des vorhandenen Gebäudes 9, sowie der Neubau einer Tagesklinik mit insg. 20 Plätzen für Kinder und Jugendliche. Neben dem gesamttherapeutischen Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie der ZIP sind Essstörungen ein Behandlungsschwerpunkt. Die Behandlungsform der Tagesklinik dient vornehmlich zur Anschlussbehandlung an die stationäre Versorgung von psychiatrisch erkrankten Patienten und ist Teil der Gesamtversorgung und des Versorgungsauftrages der ZIP.
Bei den vorgesehenen Therapieformen, die in der Tagesklinik der KJP angeboten werden, handelt es sich um folgende Formen:
— tagesklinische Versorgung als ausschließliches Therapiekonzept,
— Nachstationär (Übergang zwischen stationärem Aufenthalt und ambulanter Anschlusstherapie),
— Vorstationär (Patienten werden an den stationären Aufenthalt heranführen),
Zu diesem Zweck sind Öffnungszeiten im Regelbetrieb von ca. 8.00 bis 16.00 vorgesehen. Akuträume, stationäre Betten, Rettungsanfahrt für Notaufnahme-Patienten, etc. sind dem Charakter einer Tagesklinik entsprechend nicht vorgesehen. Der Standort des Gebäudes ist der Gesamtbebauung auf dem Campus-Gelände geschuldet und fügt sich im Cluster der Tageskliniken ein. Damit wird eine Patienten- und Personal-orientierte Organisation unterstützt. Die Dimensionierung des Gebäudes ergibt sich aus der Funktion. 15 bis 20 Patienten sind aus therapeutischen Gründen in 2 Gruppen aufzuteilen und täglich quasi getrennt zu versorgen. Größere Patientencluster führen erfahrungsgemäß zur Überlastung der Gruppen sowie der Therapeuten und beeinflussen die Therapieziele deutlich negativ. Pro Patientengruppe ist daher jeweils eine eigene Infrastruktur (Gruppenräume, Therapieräume, Aufenthalt, etc.) bereitzustellen. Aufgrund der Gleichzeitigkeit von therapeutischen Tagesabläufen, lassen sich nur wenige Räume synergetisch abgestimmt von beiden Patientengruppe nutzen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der oberirdischen Zweigeschossigkeit (EG: Gruppe 1 / OG: Gruppe 2). Ergänzend zu der Nutzung der KJP werden Seminarräume und ein Bereich für den Betriebsrat zur Verfügung gestellt.
Der Neubau hat zwei oberirdische Geschosse, ein Staffelgeschoss und ein Untergeschoss, welches für die Nutzung als zentrale Therapieräume in einigen Bereichen über Lichtschächte belichtet wird. Eine Nutzung der Dachfläche vor dem Staffelgeschoss als Dachterrasse wird nicht vorgesehen. Der Baukörper ist in die vorhandene Hangsituation einzubetten. Das Gebäude hat Abmessungen von ca. 12,90 x 60 m mit einer BGF von insgesamt ca. 2 900 m. Im Rahmen einer gestellten Bauvoranfrage wird derzeit die Genehmigungsfähigkeit geprüft.
Geschätzte Baukosten:
KG 300 3 900 000,00 EUR brutto
KG 410 277 000,00 EUR brutto
KG 420 175 000,00 EUR brutto
KG 430 204 000,00 EUR brutto
KG 440 321 000,00 EUR brutto
KG 450 131 000,00 EUR brutto
KG 460 87 000,00 EUR brutto
KG 470 73 000,00 EUR brutto
KG 480 102 000,00 EUR brutto
KG 500 87 000,00 EUR brutto
Der Auftraggeber wird die ausgewählten Bieter im Zuge des Verhandlungsverfahrens um eine Arbeitsprobe bitten, die mit 2 500 EUR brutto vergütet werden soll.
Verfahrensbezogene Vergabeunterlagen sind auf der E-Vergabeplattform zum Verfahren unter
http://www.e-vergabe-sh.de/vergabeplattform/bekanntmachungen/ eingestellt.