Beschreibung der Beschaffung
Die Baumaßnahme war Bestandteil des Projektes "Neubau 2. Bauabschnitt", mit der der Prozess der strukturellen Optimierung des Universitätsklinikums fortgeführt und der Standort Lobeda im Blick auf Krankenversorgung, Forschung und Lehre weiterentwickelt wird. Der Handlungsbedarf ergab sich aus der Notwendigkeit, betrieblich-funktionale Synergien zu heben, Kapazitäten und Betriebsgrößen zu optimieren, infrastrukturelle Kosten und die Logistik an effizientere Prozesse zu adaptieren, Parallelvorhaltungen abzubauen und Vorhaltekosten unwirtschaftlicher Altbauten zu eliminieren.
Im Rahmen des 2.Bauabschnittes wurden im Zeitraum 2012-2017 die Bauteile A1-A4, B1, E1-E3, D2 und F2 errichtet und in Betrieb genommen.
Im noch zu errichtenden Gebäude A5 sind die folgenden Einrichtungen unterzubringen
Kliniken:
— Klinik für Dermatologie,
— Klinik für Radioonkologie (Strahlentherapie),
— Teil der Klinik für Geriatrie,
— Tagesklinik.
Sonstige Einrichtungen:
— 2 Stationen für Allgemeinpflege; Station für Intensivpflege,
— Psychoonkologische Tagesklinik,
— Teilstationäres Schlaflabor,
— Räume für Forschung und Lehre,
— Infrastrukturelle Einrichtungen des Klinikums.
Eine Baugenehmigung liegt vor.
Das Bauteil A5 ist mit 6 Vollgeschossen geplant (U01 bis E40). In Ebene E50 befindet sich die Technikzentrale.
Flächenangaben nach DIN 277 (1987):
Hauptnutzfläche HNF – 5 457 m
Nettogeschossfläche NGF – 10 556 m
Bruttogeschossfläche BGF – 12 138 m
Bruttorauminhalt BRI – 52 003 m
Im A5 befindet sich in der U01 insbesondere die Klinik für Strahlentherapie. Es sind u. a. 3 Bestrahlungsbunker mit Wand- und Deckenstärken von mehr als 1 m Dicke aus Spezialbeton mit teilweise Strahlenschutzeinlage und speziellen Strahlenschutzschiebetoren zu errichten.
Als Voraussetzung für den Anschluss des A5 und der Verbindungsbauwerke des A5 sind Bestandanpassungen an der Magistrale und am Bettenhaus C1 auszuführen. An den Abbruchkanten des ehemaligen im Baufeld befindlichen KIM-Komplexes und an den mit dem Aushub freigelegten Kanten der Bestandsmagistrale sind bauliche und anlagentechnische Ergänzungen herzustellen.
Das Vorhaben muss in einer räumlich und funktional schwierigen Lage errichtet werden. Das städtebaulich stark verdichtete Baufeld liegt im Zentrum des bestehenden Universitätsklinikums. Da die Funktionen des zu errichtenden Gebäudeteils funktional eng mit denen der bestehenden Gebäude verknüpft werden müssen, ist ein nahtloser Anschluss des geplanten Bauvolumen an bestehende Strukturen erforderlich.
Das Bauteil A5 wird in Verbindung mit den Bauteilen A1-A4 als ein eigenständiges Haus ausgebildet. Das Bauteil A5 ist mit den Bauteilen A1-A4 baulich, räumlich und funktional als Einheit zu betrachten. An der Nahtstelle von A5 zum Bestand im Bauteil A4 befinden sich Räume im unausgebauten Zustand. Diese sind gemeinsam mit dem A5 fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen.
Eine möglichst zügige Umsetzung der Baumaßnahme ist von besonderer Bedeutung. Dabei sind die besonderen Bedingungen des Bauens in der unmittelbaren klinischen Umgebung zwingend zu berücksichtigen Der laufende Betrieb innerhalb des Klinikareals muss während des gesamten Realisierungszeitraumes uneingeschränkt gewährleistet bleiben. Neben den Zufahrten und Zuwegungen sind sämtliche Ein- und Ausfahrten, Ein- und Ausgänge usw. des Klinikums jederzeit freizuhalten. Mit Rücksicht auf den Betrieb des bestehenden Klinikums müssen die Arbeiten mit einem Minimum an Lärm- und Staubentwicklung und erschütterungsarm durchgeführt werden.
Der GU hat bereits von Beginn an die baulichen Vorgaben der Medizintechnikplanung zu berücksichtigen.