Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen der TGA gem. Teil 4 Abschnitt 2 der §§ 53-55 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15. Zunächst werden die Leistungen der LPH 2 beauftragt. Optional die unter II.2.11 aufgeführten LPH 3-9. Der Gesamtkostenrahmen beträgt 56,6 Mio. EUR (brutto) einschließlich Unvorhergesehenes (UV). Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten und wird als Beschaffenheit des Werkes vereinbart. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Bestandsschutz des Gebäudes zu erhalten. I. d. S. ist die Planung der TGA unter Berücksichtigung der Bestandskonstruktion zu entwickeln, so dass der Umbau mit geringstmöglichen Eingriffen in die Bestandskonstruktion erfolgen kann. Die vorhandene TGA muss vollständig erneuert werden. In der 2. Stufe des VgV-Verfahrens sind von den Bietern projektbezogene Lösungsansätze für die Planung und Realisierung der TGA unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Bestandskonstruktion zu erarbeiten. Diese Lösungsansätze sollen im Rahmen der Verhandlungsgespräche präsentiert werden und gehen in die Wertung ein (Wertungskriterium C). Diese Leistung wird jedem Bieter mit 2 000 EUR brutto honoriert.
Der Auftrag umfasst die Anlagengruppen:
1) Honorarzone (HZ) II
2) HZ II
3) HZ II
4) HZ III
5) HZ III
6) HZ II
7) hier: küchentechnische Anlagen (HZ II)
8) HZ III
In der Baumaßnahme sind u. a. folgende Leistungsbereiche vorgesehen:
— Wasserver- und Wasserentsorgung, Wärmeversorgungsanlagen, regenerative Energie- bzw. Wärmeversorgung (Versorgung durch Fernwärme),
— Raumlufttechnik (maschinelle Be- und Entlüftung in straßenseitigen Räumen sowie für ggf. gastronomische Einrichtung erforderlich),
— Erarbeitung eines ökologischen Gesamtkonzeptes in Zusammenarbeit mit dem Architekten,
— elektrische Versorgung, Beleuchtungsanlage (u. a. Beleuchtung von Seminarräumen und Arbeitsplätzen),
— Telekommunikationsanlage, Integration in das HU Campusnetz, ggf. erf. Objektfunkversorgung zur Einsatzunterstützung der BOS,
— Förderanlagen,
— Veranstaltungstechnik (Audio- und Videotechnik), nutzungsspezifische Unterrichtstechnologie des Sprachenzentrums (Mediathek, Multimedialabor, mediengestützte Projekträume),
— Gebäudeautomation inkl. Integrationsplanung, GA-Gesamtkonzept ab LPH 2 erstellen und fortschreiben,
— Planung eines zentralen Energiemanagements, insb. geeignetes Zählerkonzept für alle Medien und Energieträger und die Möglichkeit zur Aufschaltung auf ein zentrales Energiecontrollingsystem,
— Integrationsplanung/gewerkeübergreifendes Gesamtkonzept der einzelnen technischen Funktionalitäten aus den Gewerken der TGA (KG 400 gem. DIN 276),
— Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei kostenrelevanten Entscheidungen in der Baumaßnahme und ggf. hinsichtlich Investition und Betrieb.
Grundlage ist das Bedarfsprogramm, das auszugsweise als Vergabeunterlage zur Verfügung steht. Beginn der Leistung ist unmittelbar nach Auftragserteilung. Die unter Ziffer II.2.7 angegebene Vertragslaufzeit setzt sich zusammen aus 84 Monaten für die LPH 2-8 und 48 Monaten für die LPH 9. Der AG betreibt eine internetbasierte Projektplattform zum Austausch von Daten und Dokumenten, die auch vom AN zu verwenden ist. Die technischen und sonstigen Vorschriften, Regelwerke, Rundschreiben und die Vorgaben des Projekthandbuchs der Abteilung V (s. Anlagen) sind zu beachten. Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster Fachplanung Technische Ausrüstung (ABau IV 411.HF) incl. der Allgemeinen Vertragsbestimmungen (AVB Hochbau), abrufbar unter
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/. Zu den Planungsbeteiligten gehören u. a. Projektsteuerer, Objektplaner, Tragwerksplaner, Bauphysiker, Baulogistikmanager und weitere Sonderfachleute und Gutachter. Es wird erwartet, dass neben der Projektleitung/bzw. stellv. Projektleitung auch die federführenden Bearbeiter/innen der Leistungsbereiche HLS, Fernmelde- und Elektrotechnik sowie Gebäudeautomation regelmäßig an Projektbesprechungen in Berlin teilnehmen. Reisekosten werden nicht erstattet.