Beschreibung der Beschaffung
Die Luise-Henriette-Oberschule wurde 1913-1914 nach Plänen des Architekten Fritz Bräuning errichtet. Das Gebäude ist als Einzeldenkmal in der Berliner Denkmalliste verzeichnet. In dem 4-geschossigen Massivbau mit Klinkerfassade ist ein 4-zügiges Gymnasium untergebracht. Die Bruttogeschossfläche (BGF) beträgt ca. 10 250 m und der Bruttorauminhalt 39 600 m.
Durch Echten Hausschwamm ist die Tragstruktur der Dachgeschossdecke und des Dachstuhls massiv beeinträchtigt. Im Zuge der Erneuerung der vorgenannten Bauteile und der erforderlichen Schwammsanierung wird die Schule im Rahmen einer Grundinstandsetzung umstrukturiert und dem aktuellen Raumprogramm für ein Gymnasium dieser Größenordnung angepasst.
Die Maßnahme wird in 2 Bauabschnitten durchgeführt:
1) BA 1 – Abriss des Aula- und Klassentraktes aus den 1950er Jahren sowie der Hausmeisterwohnung anschließend Neubau des Aula- und Klassentraktes;
2) BA 2 – denkmalgerechte Sanierung des Altbaus.
Dies beinhaltet die Instandsetzung der gesamten Außenhülle (Dach, Fassade, Fenster, Kellerabdichtung)sowie die Instandsetzung und den Umbau der Innenräume (Erneuerung der Fachräume, Vergrößerung der Klassenräume, Instandsetzung bzw. Erneuerung aller Oberflächen, Ausbau des Dachgeschosses).
Die gesamte technische Ausrüstung des Gebäudes wird erneuert und der Brandschutz den geltenden Vorschriften entsprechend hergestellt. Zur barrierefreien Erschließung des Schulgebäudes ist unter anderem auch der Einbau eines Aufzuges vorgesehen.
Die ermittelten Gesamtbaukosten KGR 200-700 gemäß DIN 276 und geprüfter BPU vom 15.7.2015 / 13.4.2016 betragen 20 700 000 EUR brutto. Davon entfallen in den relevanten Kostengruppen auf den Altbau:
— KGR 300 – 6 720 065,20 EUR brutto,
— KGR 400 – 3 452 921,59 EUR brutto.
Und in den relevanten Kostengruppen auf den Neubau:
— KGR 300 – 2 379 934,80 EUR brutto,
— KGR 400 – 612 713,88 EUR brutto.
Vorläufig wird für diese Maßnahmen von folgenden Terminen ausgegangen:
— Beauftragung der Planungsleistung: voraussichtlich November 2017,
— geplanter Baubeginn: voraussichtlich. 2. Quartal 2018,
— Übergabe an den Nutzer: 1. Bauabschnitt (Neubau) und 2. Bauabschnitt (Altbau) 3. Quartal 2021.
Für dieses Projekt sucht das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin ein kompetentes Architekturbürowelches die Objektplanung und -überwachung aufbauend auf die bereits vorliegenden Leistungen der Lph. 1-5 übernimmt.
Grundlage für die Leistungen des Auftragnehmers ist das Leistungsbild „Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude“ entsprechend der HOAI 2013 sowie einzelne besondere Leistungen. Es sind Leistungen in den folgenden Leistungsphasen zu erbringen:
— Lph. 6: Vorbereitung der Vergabe,
— Lph. 7: Mitwirkung bei der Vergabe,
— Lph. 8: Objektüberwachung (optional),
— Lph. 9: Objektbetreuung (optional).
Die Beauftragung erfolgt auf Grundlage der entsprechenden Musterverträge des Landes Berlin (ABau)bauabschnitts- und stufenweise und ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen oder Leistungsteile. Mit Zuschlag erfolgt zunächst eine Beauftragung der Leistungsphasen 6 und 7 für den BA1. Die weiteren optionalen Leistungsphasen und Leistungsteile werden einzeln oder im Ganzen nach den Regelungendes Vertrages beauftragt. Wesentliche Voraussetzung für die weitere Beauftragung ist die Einhaltung einer Baukostenobergrenze. (vgl. auch II.2.11 der Bekanntmachung)
Der Auftraggeber behält sich ein Sonderkündigungsrecht vor. Dieses stellt insbesondere auf den Entfall der Geschäftsgrundlage, z.B. bei Verzögerungen des Projektes sowie auf den Wegfall bzw. Austausch des benannten Personals ab. Die oben benannten Punkte werden im Rahmen der Angebotsaufforderung weiter konkretisiert werden.
Die weiteren Fachplanungs-, Beratungs- und Objektplanungsleistungen wurden separat beauftragt und sind beider Leistungserbringung zu berücksichtigen.
Hinweis: Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit und Freigabe der entsprechenden Mittel im Haushalt.