Beschreibung der Beschaffung
Das Areal des Stadttheaters Augsburg am Kennedy-Platz 1 umfasst neben dem denkmalgeschützten Großen Haus als Drei-Sparten-Spielstätte eine Vielzahl von weiteren Gebäuden mit unterschiedlichen Funktionen in unmittelbarer Nähe, die durch die Kasernstraße räumlich getrennt, aber über eine Brücke mit dem Haupthaus verbunden sind. Werkstätten, Verwaltung, Probebühne und Magazin sind in Gebäudestrukturen aus den 1930er, 1950er und 1980er Jahren auf dem so genannten Gesamtareal untergebracht. Erhebliche bauliche, funktionale und theaterbetriebliche Mängel machen eine Planung für das Gesamtareal (Bauteil 2) für eine schrittweise Erneuerung im Zusammenhang mit der Generalinstandsetzung des Großen Hauses (Bauteil 1) notwendig.
2011 / 2012 wurde im Bereich des Gesamtareals auf einer vormals als Parkplatz genutzten Freifläche eine Interimsspielstätte mit ca. 240 Plätzen für das Schauspiel mit Probebühne und Funktionsräumen errichtet.
Parallel zur Generalinstandsetzung des Großen Hauses (Bauteil 1) soll die Umsetzung der durch die ARGE Atelier Achatz Architekten / IMP Ingenieure GmbH ausgeführten Vorentwurfsplanung der Objektplanung Gebäude des Gesamtareals (Bauteil 2) erfolgen. Die Vorentwurfsplanung liegt den Bewerbungsunterlagen als Anlage bei. Die Errichtung des Bauteils 2 (Gesamtareal) erfolgt nach Abriss des Bestandes auf einem dann freigemachten Grundstück. Bei der Planung der Neubauten des Gesamtareals sind zu erhaltende, denkmalgeschützte Fassaden in der Kasernstraße, im Anschluss an das Brückenbauwerk des Großen Hauses, und im Ottmarsgäßchen entsprechend zu berücksichtigen. Im Umfeld der zu errichtenden Gebäude des Gesamtareals befinden sich hochrangige Einzelbaudenkmäler (Kirche und Kloster Heilig-Kreuz, Bürokomplex aus der Zeit des Wiederaufbaus). Teilweise ist an den Bestand (u. a. an das Bauteil 1) anzuschließen. Der gesamte Theaterbetrieb (Werkstätten, Verwaltung, Spielstätten, Probebühnen) findet während der gesamten Bauzeit an Interimsstandorten statt.
Die Stadt Augsburg verfolgt mit der Planung für das Gesamtareal des Stadttheaters Augsburg eine städtebaulich der prominenten innerstädtischen Lage angemessene bauliche, funktionale wie theaterbetriebliche Neukonzeption zur schrittweisen Erneuerung und Optimierung der für den Theaterbetriebnotwendigen Funktionen, in enger Verzahnung mit der Generalinstandsetzung des Großen Hauses. Bei der Planung sind Aspekte des Denkmalschutzes, der Funktionalität, der Wirtschaftlichkeit und des Brandschutzes von besonderer Bedeutung.
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9 für das Gesamtareal (Bauteil 2). Die Beauftragung erfolgt nach § 55 HOAI stufenweise. Im Auftragsfall werden zunächst die Leistungsphasen 1-3 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung kann kein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Stufen und keine zusätzlichen Honoraransprüche abgeleitet werden. Der Planungsbeginn erfolgt unmittelbar nach der Auftragserteilung im Herbst 2017. Mit der Durchführung der Baumaßnahme soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen soll Mitte 2024 erfolgen.
Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1-3 und 8:
Nach derzeitigem Kenntnisstand werden entsprechend HOAI Anlage 15 „Objektliste Technische Ausrüstung“ die Honorarzonen für die Anlagengruppen wie folgt eingestuft:
Anlagengruppe 1 – Honorarzone II;
Anlagengruppe 2 – Honorarzone II;
Anlagengruppe 3 – Honorarzone II / III;
Anlagengruppe 7 (Feuerlöschanlage) – Honorarzone III;
Anlagengruppe 8 – Honorarzone III;
Nach derzeitigem Kenntnisstand geht der Auftraggeber von folgenden Kostenansätzen (netto) aus:
Kostengruppe 410 ca. 1 225 000 EUR, netto;
Kostengruppe 420 ca. 1 455 000 EUR, netto;
Kostengruppe 430 ca. 3 340 000 EUR, netto;
Kostengruppe 480 ca. 200 000 EUR, netto;