Beschreibung der Beschaffung
Für die Betriebsphase mehrerer bestehender und zukünftiger Netzanschlüsse von Offshore-Windkraftanlagen in der Ostsee werden eine Sachversicherung auf Allgefahrenbasis inklusive einer Mehrkostenversicherung beschafft. Die Sachversicherung soll Schäden an den See- und Landkabeln, einem Lager mit Inhalt in Rostock, den technischen Einrichtungen auf den Offshore- Umspannplattformen und den zugehörigen Onshore-Umspannwerken sowie an einer gemeinsam mit einem Windparkbetreiber genutzten Umspannplattform und darauf befindlichen technischen Anlagen abdecken. Fertig gestellte Netzanschlüsse und technische Anlagen werden ab dem 1.1.2018 00.00 Uhr versichert, zurzeit im Bau befindliche Anlagen werden zu verschiedenen Zeitpunkten nach Inbetriebnahme in die Sach- und Mehrkostenversicherung aufgenommen. Der Gesamtwert aller zu versichernden Anlagen beträgt bis zu 3,5 Mrd. EUR. Die Höchstentschädigung aus der Sachversicherung beträgt pro Schaden 60/250 Mio. EUR (siehe nachfolgende Alternativen), die Höchstentschädigung aus der Mehrkostenversicherung beträgt zu Beginn der Versicherung 234 Mio. EUR, später (ab 1.12.2019) 280 Mio. EUR. Alternativ hierzu bitten wir um ein Angebot zu einer festen Höchstentschädigung je Schadenfall in Höhe von 100 Mio. EUR über die gesamte Laufzeit.
Weitere Angaben zur Sachversicherung: Diese beinhaltet
Alternative 1:
— ab 1.1.2018, 00.00 Uhr, die Netzanschlüsse der Windparks Baltic 1, Baltic 2 einschließlich 50 Hertz- Assets auf den Umspannplattformen, das Netzanschlusssystem des Windparks Wikinger (anteilig), 50 Hertz-Assets auf der OSS Wikinger, das Lager in Rostock mit Inhalt,
— später: übrige anteilige Netzanschlüsse des Windparks Wikinger, Netzanschluss zum Windpark Arkona Becken Südost, eine Querverbindung zum Windpark Wikinger, 50 Hertz-Assets auf der OSS Arkona Becken Südost (AbS),
— später: weitere im Cluster Westlich Adlergrund anzuschließende Windparks bis zu 750 MW gemäß Kapazitätenvergabe der Bundesnetzagentur im 4.2018,
— Versicherungssumme zum 1.1.2018: 1 275 Mio. EUR, diese steigt mit der Fertigstellung weiterer Offshore-Netzanschlüsse im Cluster Westlich Adlergrund auf bis zu 3 300 Mio. EUR,
— Höchstentschädigung je Schaden: 60 Mio. EUR,
— Selbstbeteiligung je Schadenfall: 1,0/5,0 und 20,0 Mio. EUR (bitte drei Alternativangebote abgeben).
Alternative 2:
— wie Alternative 1 sowie zusätzlich gemeinsam mit dem Windparkbetreiber genutzten Assets, insbesondere die Umspannplattform OSS Wikinger,
— Versicherungssumme per 1.1.2018: 1 455 Mio. EUR, diese steigt mit der Fertigstellung weiterer Offshore-Netzanschlüsse auf bis zu 3,5 Mrd. EUR,
— Höchstentschädigung je Schaden: 250 Mio. EUR,
— Selbstbeteiligung je Schaden: 1,0/5,0 und 20,0 Mio. EUR (bitte drei Alternativangebote abgeben).
Die Mehrkostenversicherung beinhaltet die entgangene Einspeisevergütung der Windparks gemäß § 17e (1) EnWG, welche aus einem vorangegangenen versicherten Sachschaden resultiert.
— Höchstentschädigung pro Schaden: 234 Mio. EUR, später (1.12.2019) 280 Mio. EUR. Alternativ hierzu bitten wir um ein Angebot zu einer festen Höchstentschädigung je Schadenfall in Höhe von 100 Mio. EUR über die gesamte Laufzeit,
— zeitliche Selbstbeteiligung je Schaden: 90 Tage,
— Haftzeit: 24 Monate.
Das erste Angebot muss zwingend Angebote für beide Alternativen beinhalten.
Vor Abgabe des finalen Angebots wird der Auftraggeber den Beschaffungsgegenstand auf eine Alternative begrenzen.