Zentrale Verwahrstelle – Verwahrung von Wertpapieren sowie alle damit verbundenen Depotbankdienstleistungen

Ministerium der Finanzen Land Sachsen-Anhalt

Folgende Vermögen (Stand 30.4.2017) umfasst der Auftrag derzeit: Das Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ (ca. 819 000 000 EUR), das Sondervermögen „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt“ (ca. 845 000 000 EUR), die Steuerschwankungsreserve (ca. 500 000 000 EUR), Stiftungsvermögen (ca. 12 000 000 EUR) und anderer Körperschaften des Landes (ca. 45 000 000 EUR).
Die Sondervermögen sind durch Gesetz gegründete, rechtlich selbständige Vermögen des Landes, deren Geldvermögen durch das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt verwaltet werden.
Daneben handelt es sich bei der „Steuerschwankungsreserve“ um direkte Landesmittel. Die Steuerschwankungsreserve ist eine gesetzliche Rücklage des Landes, die aber rechtlich nicht selbständig ist.
Die Geldanlage aller Vermögen erfolgt durch externe Assetmanager im rechtlichen Rahmen von 9 Spezial-Alternative-Investmentfonds (Spezial-AIF) nach Kapitalanlagegesetzbuch. Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Universal Investment GmbH und die bisherige Verwahrstelle ist BNP Paribas Securities Services S.C.A. . Die Kapitalverwaltungsgesellschaft und die Verwahrstelle sind zentralisiert, das heißt die Aufgabe wird für alle Vermögen und Spezial-Alternative-Investmentfonds von einem Dienstleister erbracht.
Die Sondervermögen sind überwiegend langfristig in die Anlageklassen Aktien Europa, Staatsanleihen EWU, Unternehmensanleihen in EUR, Wandelanleihen weltweit (währungsgesichert), Anleihen weltweit (währungsgesichert), Staats- und Unternehmensanleihen Emerging Markets (währungsgesichert) investiert. Daneben wird zur Sicherung der notwendigen Liquidität in einen Spezial-AIF mit kurzfristigen Staats- und Unternehmensanleihen in EUR investiert.
In unserer Portfolioallokation sind wir global investiert, was für die Aufgabe der Wertpapierverwahrung ein globales Netzwerk erfordert. So haben wir derzeit z.B. Wertpapiere in den Währungen USD, EUR, JPY, GBP, AUD, CAD, NZD, CHF, SEK, SGD, HKD, DKK, NOK. Aufgrund der ständigen Fortentwicklung der Allokation wird in Zukunft eine Zunahme der investierten Währungsräume erwartet.
In einem regelmäßigen Turnus werden die Dienstleistungen der Kapitalverwaltungsgesellschaft und der Depotbank neu ausgeschrieben. Dieser Turnus ist für die Depotbankdienstleistung abgelaufen.
Nachgefragt werden Dienstleistungen einer Verwahrstelle und damit in Zusammenhang stehende Nebenleistungen.
Der Fokus bei den Nebenleistungen liegt auf unterschiedlichen Reportings. Insbesondere regelmäßige Reportings bzw. der Online-Datenzugriff zu Performance und Risiko und ggf. Nachhaltigkeit auf Vermögens- und auf Fondsebene.
Im Rahmen halbjährlich stattfindender Anlageausschusssitzungen soll die Entwicklung der einzelnen Vermögen in Reportings dargestellt und erläutert werden.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2017-06-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2017-05-29.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2017-05-29 Auftragsbekanntmachung
2017-06-19 Ergänzende Angaben
2017-06-26 Ergänzende Angaben
Auftragsbekanntmachung (2017-05-29)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Portfolioverwaltung
Menge oder Umfang:
Das derzeit investierte Vermögen hat zum 30.4.2017 ein Volumen von 2.221 Mio. EUR. Es ist im Rahmen der 9 Spezial-Alternative Investmentfonds weitestgehend in Wertpapiere investiert. Für die Zukunft wird bei unterschiedlicher Entwicklung der einzelnen Vermögen insgesamt ein jährlich leicht steigendes Volumen erwartet.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Portfolioverwaltung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium der Finanzen Land Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Editharing 40
Postleitzahl: 39108
Postort: Magdeburg
Kontakt
E-Mail: edgar.kresin@sachsen-anhalt.de 📧
Telefon: +49 3915671271 📞
Fax: +49 3915671253 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2017-05-29 📅
Einreichungsfrist: 2017-06-30 📅
Veröffentlichungsdatum: 2017-06-03 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 106-214019
ABl. S-Ausgabe: 106
Zusätzliche Informationen
I. Interessenbekundungsverfahren und Eignungsprüfung Interessenten bewerben sich mit den geforderten Unterlagen/Informationen. Anhand der Unterlagen wird die Eignungsprüfung vorgenommen. Der Auftraggeber bittet um folgende Informationen zur Eignungsprüfung: 1. Auf die erbetenen Nachweise unter Punkt III.1.1) und III.2.1) dieser Veröffentlichung wird hingewiesen. Der Nachweis ist als Kopie den Bewerbungsunterlagen beizufügen. (fehlender Nachweis führt zum Ausschluss) 2. Bitte geben Sie ferner eine Erklärung ab, dass Sie im Vergabeverfahren nicht vorsätzlich unzutreffende Angaben in Bezug auf Ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben haben und die Fähigkeit besitzen, die nachgefragten Dienstleistungen effizient und nachhaltig anzubieten. (fehlende Erklärung führt zum Ausschluss) 3. Stellen Sie Ihr Unternehmen vor. Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf folgende Punkte ein: Wie gliedert sich der für die Umsetzung zuständige Unternehmensteil in das Gesamtunternehmen ein? Welche Bedeutung hat dieser Unternehmensteil für das Gesamtunternehmen und warum? Wie soll dieser Unternehmensteil künftig fortentwickelt werden im Hinblick auf die IT- und Personalkapazitäten (Wie hoch ist das jetzige IT-Budget, und wie ist die geplante Entwicklung in Zukunft? Wie viel Personal wird derzeit in diesem Bereich beschäftigt und wie viel ist in Zukunft geplant)? (10) 4. Stellen Sie bitte dar, wie sich die Anzahl der Mandate und das Volumen in der Verwahrung für institutionelle Investoren in den letzten Jahren entwickelt haben. a) Welchen Anteil hat das Global Custody (Verwahrstelle) Geschäft in Deutschland an Ihrem weltweiten „Verwahrstellengeschäft“ mit institutionellen Investoren (Sparkassen, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungseinrichtungen, etc.)? Dokumentieren Sie bitte den aktuellen Status (Volumina in Mrd. EURO [Tabelle 1] und Anzahl [Tabelle 2] per 31.12.2016) in zwei Tabellen (Spalten – Aktien, Renten, sonstige Assets / Zeilen – Deutschland, Europa (ohne Deutschland), USA, Asien, sonstige. (10) b) Wie hoch war die Anzahl der Mandatszu- und -abgänge bei den institutionellen Investoren aus Deutschland in den Jahren 2013, 2014 und 2015, 2016? (10) c) Wie hoch war das Volumen der Mittelzu- und –abflüsse bei den institutionellen Investoren aus Deutschland in den Jahren 2013, 2014 und 2015, 2016? (10) d) Bitte erläutern Sie die dargestellte Entwicklung und benennen Sie die Gründe hierfür. (10) 5. Bitte stellen Sie Ihre Systeminfrastruktur dar, insbesondere auch in Bezug auf Depot- und Fondsbuchhaltung. (Verwenden Sie dazu ggfs. auch eine graphische Darstellung). Wo sind jeweils die Standorte der Systeme? Was sind die Vor- und Nachteile(Grenzen Sie bitte Ihre Systeminfrastruktur gegenüber anderen am Markt verfügbaren Systemen ab.)? (10) 6. Seit wann ist Ihr Haus in Deutschland als Verwahrstelle für (10) a) Publikumsfonds / OGAWs und b) Spezial-AIFs tätig? 7. Zeigen Sie bitte anhand einer Übersichtstabelle (Spalten – Anzahl der Beschäftigen in Vollzeitkräfte, durchschnittliche Berufserfahrung, Qualifikation; Zeilen – Funktionsbereiche/Abteilungen [Geschäftsführung, Depot-/Fondsbuchhaltung, Recht, etc.]) die Aufteilung der personellen Ressourcen auf die für das deutsche Verwahrstellengeschäft relevanten Funktionsbereiche Ihres Hauses auf. (10) 8. Werden alle verwahrstellenrelevanten Dienstleitungen (Abwicklung, Fondsbuchhaltung, Abstimmung mit der KVG, Reporting) durch Mitarbeiter in Deutschland bzw. deutschsprechende Mitarbeiter erbracht? (10) ii Verhandlungsverfahren Im Folgenden werden Kriterien zur Verwahrung und zu den Kosten für die Angebotsverdichtung abgefragt. Der Auftraggeber bittet deshalb neben den Nachweisen für die Eignungsprüfung auch ein Umsetzungskonzept vorzulegen und eine erste Preisindikation vorzunehmen. Es ist beabsichtigt, die Angebote, die die Eignungsprüfung bestanden haben, hinsichtlich des Betreuungskonzepts, des Dienstleistungsangebotes und des Preises zu bewerten und eine Verdichtung der Angebote auf 3 bis 5 Bewerber durchzuführen. Mit diesen ausgewählten Bewerbern sollen dann schrittweise die Angebote weiter konkretisiert sowie in einer Präsentation erörtert als auch in Preisverhandlungen eingetreten werden. Es wird darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber nur eine Bewerbung pro Anbieter zulässt. Zur Bewertung des Dienstleistungsangebotes und der Preisindikation gehen Sie bitte in dem Angebot auf die nachfolgenden Fragen ein: Hinweis: Die in Klammern genannten Zahlen geben den Gewichtungskoeffizienten bei der Bewertung an. A) Betreuungskonzept (15 %) 1. Stellen Sie bitte dar, wie die persönliche Betreuung durch Ihr Unternehmen für den Fall einer Mandatsvergabe wahrgenommen wird. (5 %) — An welchem Standort/an welchen Standorten ist das deutsche Verwahrstellengeschäft angesiedelt? (2 %) — Bitte nennen Sie uns bis zu drei Referenzkunden für ein vergleichbares Mandat mit entsprechenden Kontaktdaten. (2 %) 2. Bitte erläutern Sie die grundsätzliche Philosophie und Motivation bezüglich Ihrer Tätigkeit als Verwahrstelle bzw. (Global) Custodian. (4 %) 3. Welche Servicezeiten haben Sie als Verwahrstelle? (2 %) B) Bewertung der Dienstleistung (45 %) Organisation 1. Welche Verwahrstellendienstleistungen bieten Sie im Detail an? (6 %) 2. Welche Dienstleistungen bieten Sie bei Fondsfusionen/Fondsübertragungen an? (3 %) 3. Stellen Sie bitte die Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches Verwahrstelle Ihres Hauses in aussagefähiger Form dar (mit Organigramm für die Aufbauorganisation). Erläutern Sie ergänzend die wichtigsten Aufgabenstellungen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten. (4 %) 4. Welche operationellen Risiken sehen Sie im Verwahrstellengeschäft? (4 %) 5. Welche Vorkehrungen treffen Sie, um diese Risiken zu kontrollieren und Ihre Verwahrstellen-Kunden zu schützen? (3 %) 6. Ist es in den vergangenen 3 Jahren zu Schadensersatzfällen gegenüber institutionellen Kunden gekommen? Wenn ja, gehen Sie bitte auf die Ursachen und die daraus gezogenen organisatorischen Konsequenzen ein. Gab es Schadensersatzprozesse? (3 %) 7. Beschreiben Sie Ihr Custody-und Subcustody-Netzwerk. a) In wie vielen und welchen Ländern sind Sie selbst als Verwahrstelle vertreten? (2 %) b) In wie vielen und welchen Ländern durch Sub-Custodians? (2 %) c) Bitte erläutern Sie die Grundsätze und Haftungsgrundlagen Ihrer Zusammenarbeit mit Subcustodians, insbesondere hinsichtlich Auswahl und Überwachung (Due Diligence) zwecks Sicherung der Ihnen anvertrauten Vermögenswerte. Wurde eine Dreipunkt-Erklärung abgeschlossen? Wie ist die Segregation der Bestände auf der jeweiligen Lagerstelle geregelt? (2 %) i. Inwiefern treten Sie gegenüber Ihren Kunden für Schäden ein, welche auf Ebene der Subcustodians entstehen (können)? (2 %) ii. Wie sieht der Eskalationsprozess aus? (2 %) Systeminfrastruktur 8. Welche Backup- und „Emergency“-Vorkehrungen haben Sie technisch und organisatorisch getroffen, um bei einem Ausfall oder Zerstörung Ihrer System-Infrastruktur und/oder Verlust der Fonds- bzw. Kundendaten den Geschäftsbetrieb als Verwahrstelle kurzfristig aufrechtzuerhalten und die Kundeninteressen schützen zu können? (3 %) 9. Über welche personellen Ressourcen verfügen Sie intern im Bereich IT-Systeme, Schnittstellen und Programmierung? Sehen Sie systemseitig eine Abhängigkeit von bestimmten externen Dienstleistern oder sind Sie weitgehend „autark“ aufgestellt? (3 %) 10. Welche Systeme/Mittel nutzen Sie zur Kommunikation zwischen Asset-Manager, KVG und Verwahrstelle bzgl. z.B. Handelsumsätzen (Kasse als auch derivative Geschäfte) oder Give-Up-Verträgen? (2 %) Geschäftsbeziehungen 11. Zu wie vielen KVGen unterhalten Sie aktuell eine Geschäftsverbindung? Wie hoch ist der Anteil innerhalb Ihres Verbundes/Gruppe/Konzerns? Benennen Sie bitte anhand einer Tabelle max. 10 Ihrer größten/wichtigsten KVGen, mit denen Sie derzeit zusammenarbeiten, jeweils unter Angabe des aktuell involvierten Custody-Volumens und der Anzahl der Mandate. (2 %) 12. Mit wie vielen Asset-Managern arbeiten Sie aktuell zusammen? Benennen Sie bitte anhand einer Tabelle max. 10 Ihrer größten/wichtigsten Asset-Manager, mit denen Sie derzeit zusammenarbeiten, jeweils unter Angabe des aktuell verwalteten Volumens und der Anzahl der Mandate. (2 %) C) Preisindikation (40 %) Bitte geben Sie eine beispielhafte, summarische Preisindikation für Verwahrung und Transaktionskosten p.a. unter folgenden Annahmen: Der jährliche Portfolioumschlag liegt bei ca. 45 % — 9 Spezial-Alternative-Investmentfonds bei einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. EUR — EURO STOXX Large TR (5,37 %) (20 Wertpapiere) — STOXX Europe 600 TR (9,52 %) (450 Wertpapiere) — 70 % iBoxx Euro Non-Financials Senior TR (EUR), 30 % iBoxx Euro / Financials Senior TR (EUR) (7,47 %) (80) — 30 % BofA ML EMU Corp. (1-3 Y) AAA-A Ex Sub-D TR, 30 % BofA ML EMU Corp. (3-5 Y) AAA-A TR (EUR), 30 % BofA ML EMU Pfandbriefe (1-3 Y) AAA TR (EUR), 10 % BofA ML 1mos-6mos German Treasury Bill TR (EUR) (16,45 %) (56) — UBS Convertible Global Focus IG TR (10,44 %) (60) — 30 % BofA ML EMU Corp. (1-3 Y) AAA-A Ex Sub-D TR, 30 % BofA ML EMU Pfandbriefe (1-3 Y) AAA TR (EUR), 30 % BofA ML 0-3 Y AAA-AA Euro Government TR (EUR), 10 % BofA ML 1mos-6mos German Treasury Bill TR (EUR) (26,35 %) (141) — JPM EMBI Global Diversified IG TR (9,37 %) (55) — Barclays GDP GA ex EU. (11,42 %) (278) — JPM CEMBI Broad Diversified IG TR (EUR) hedged (3,61 %) (105) Angegeben sind der Index, der Anteil am Gesamtvolumen von 2 Mrd. EUR (vorletzte Klammer) und die Anzahl der Wertpapiere (letzte Klammer). Die Fremdwährungen verteilen sich entsprechend der vorgegeben Benchmarks.) Die verbleibenden Kostenblöcke aus Punkt III.1.2 dieses Dokuments werden Gegenstand der Angebotsabfrage und können an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Hinweis: Nutzen Sie bitte die Möglichkeit den Auftraggeber zu kontaktieren, um eventuelle Unklarheiten auszuräumen. Der Auftraggeber lässt zur Beantwortung der Fragen lediglich folgende Anzahl an DIN-A4 Seiten zu. Eignungsprüfung Fragen 1-8 8 Seiten Verhandlungsverfahren Fragenblöcke A) – C) 15 Seiten Darüber hinausgehende Ausführungen werden nicht berücksichtigt. Die Unterlagen sind schriftlich in einem verschlossenen Briefumschlag beim Auftraggeber einzureichen. Bitte vermerken Sie auf dem Kuvert mit Ihrer Interessenbekundung groß und gut sichtbar, dass es sich um „Wettbewerbsunterlagen für ein Mandat als zentrale Verwahrstelle “ handelt, das nicht zu öffnen ist. Sollten die Unterlagen mangels eines Vermerks geöffnet werden, übernimmt der Auftraggeber keine Haftung. Das Land behält sich vor, jederzeit ganz oder teilweise von dem Verfahren Abstand zu nehmen. Interessenten bzw. Verfahrensteilnehmer haben in diesem Fall keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Folgende Vermögen (Stand 30.4.2017) umfasst der Auftrag derzeit: Das Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ (ca. 819 000 000 EUR), das Sondervermögen „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt“ (ca. 845 000 000 EUR), die Steuerschwankungsreserve (ca. 500 000 000 EUR), Stiftungsvermögen (ca. 12 000 000 EUR) und anderer Körperschaften des Landes (ca. 45 000 000 EUR).
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Die Sondervermögen sind durch Gesetz gegründete, rechtlich selbständige Vermögen des Landes, deren Geldvermögen durch das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt verwaltet werden.
Daneben handelt es sich bei der „Steuerschwankungsreserve“ um direkte Landesmittel. Die Steuerschwankungsreserve ist eine gesetzliche Rücklage des Landes, die aber rechtlich nicht selbständig ist.
Die Geldanlage aller Vermögen erfolgt durch externe Assetmanager im rechtlichen Rahmen von 9 Spezial-Alternative-Investmentfonds (Spezial-AIF) nach Kapitalanlagegesetzbuch. Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Universal Investment GmbH und die bisherige Verwahrstelle ist BNP Paribas Securities Services S.C.A. . Die Kapitalverwaltungsgesellschaft und die Verwahrstelle sind zentralisiert, das heißt die Aufgabe wird für alle Vermögen und Spezial-Alternative-Investmentfonds von einem Dienstleister erbracht.
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Die Sondervermögen sind überwiegend langfristig in die Anlageklassen Aktien Europa, Staatsanleihen EWU, Unternehmensanleihen in EUR, Wandelanleihen weltweit (währungsgesichert), Anleihen weltweit (währungsgesichert), Staats- und Unternehmensanleihen Emerging Markets (währungsgesichert) investiert. Daneben wird zur Sicherung der notwendigen Liquidität in einen Spezial-AIF mit kurzfristigen Staats- und Unternehmensanleihen in EUR investiert.
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In unserer Portfolioallokation sind wir global investiert, was für die Aufgabe der Wertpapierverwahrung ein globales Netzwerk erfordert. So haben wir derzeit z.B. Wertpapiere in den Währungen USD, EUR, JPY, GBP, AUD, CAD, NZD, CHF, SEK, SGD, HKD, DKK, NOK. Aufgrund der ständigen Fortentwicklung der Allokation wird in Zukunft eine Zunahme der investierten Währungsräume erwartet.
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In einem regelmäßigen Turnus werden die Dienstleistungen der Kapitalverwaltungsgesellschaft und der Depotbank neu ausgeschrieben. Dieser Turnus ist für die Depotbankdienstleistung abgelaufen.
Nachgefragt werden Dienstleistungen einer Verwahrstelle und damit in Zusammenhang stehende Nebenleistungen.
Der Fokus bei den Nebenleistungen liegt auf unterschiedlichen Reportings. Insbesondere regelmäßige Reportings bzw. der Online-Datenzugriff zu Performance und Risiko und ggf. Nachhaltigkeit auf Vermögens- und auf Fondsebene.
Im Rahmen halbjährlich stattfindender Anlageausschusssitzungen soll die Entwicklung der einzelnen Vermögen in Reportings dargestellt und erläutert werden.
Zahl der möglichen Verlängerungen: 1
Zeitlicher Rahmen für nachfolgende Aufträge: 24 Monate
Dauer: 120 Monate
Referenznummer: zentrale Verwahrstelle - Verwahrung von Wertpapieren sowie alle damit verbundenen Depotbankdienstleistungen
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Magdeburg.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Es ist der Nachweis zu erbringen, dass der Anbieter Verwahrstelle i.S.d. § 68 II KAGB ist.
Die Verwahrstelle ist ein Kreditinstitut im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 mit satzungsmäßigem Sitz in der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, das gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes oder den im Herkunftsmitgliedstaat des EU-OGAW anzuwendenden Vorschriften, die die Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, zur Änderung der Richtlinie 2002/87/EG und zur Aufhebung der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 338) umsetzen, zugelassen ist.
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Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Die Anbieter sollen Mitglied in einem deutschen Einlagensicherungssystem sein und dies belegen.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Es sollen separate Preise gestellt werden.
1. Verwahrgebühr in % des Nettoinventarwertes je Fonds und ggf. Mindestdepotbankgebühr
2. jährliche Verwahrgebühr für einzelne Wertpapiere und Gebühr je Transaktion nach Ländern gestaffelt
Die Vergütung wird in anteiligen monatlichen Teilbeträgen berechnet und bemisst sich nach dem tatsächlichen Wert der jeweiligen Wertpapiere am Monatsultimo.
3. Kosten pro Kontrakt für die Abwicklung (Clearing) von Geschäften in Derivaten an den unterschiedlichen Derivatebörsen
4. Kosten für den Zahlungsverkehr je Geldtransaktion
5. Kosten für die Auflösung oder Verschmelzung von Fonds
6. Kosten für einen evtl. Onlinezugriff auf Daten und Reportings
7. Kosten für Reportings und Analysen je Fonds/Subfonds wie z.B. Transaktionskostenanalyse, Performanceberichte, Fondsstrukturanalysen, Managementberichte, Risikoanalysen, Performanceattributionsauswertungen, Risikoattributionsauswertungen
8. Kosten/Erträge (Zinsvereinbarung positiv/negativ) für Geldbestände auf Girokonten (Gibt es Freibeträge bei einer negativen Verzinsung?)
9. Sonstige nicht aufgeführte Kosten
Welche Minimumgebühren fallen ggf. bei einzelnen Kostenblöcken an?
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Es werden keine Bietergemeinschaften zugelassen.
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Auswahlkriterien:
Nach Durchführung einer Eignungsprüfung (vgl. Ausführungen unter VI.3) werden die indikativen Angebote entsprechend der Ausführungen unter VI. 3 bewertet und die Wirtschaftsteilnehmer, die zu einem verbindlichen Angebot aufgefordert werden, durch eine Verdichtung auf mindestens 3, maximial 5 beschränkt. Sowohl die einzelnen Unterkriterien und deren Gewichtungskoeffizienten können unter Punkt VI.3 „Zusätzliche Angaben“ entnommen werden. Bei den Eignungskriterien unter VI.3 handelt es sich einerseits um Ausschlusskriterien, die von den Teilnehmern erfüllt werden müssen. Die Mindestanforderungen bzw. Ausschlussgründe und die Bewertung der einzelnen Eignungskriterien können Sie unter VI.3 i ersehen. Für eine weitere Teilnahme am Ausschreibungsverfahren muss die Hälfte der möglichen Bewertungspunkte im Rahmen der Eignungsprüfung, d.h. mindesten 45 Punkte, erreicht werden. Bei den Zuschlagskriterien werden die einzelnen Unterkriterien mit 0-5 Punkten bewertet. Die Punkte werden mit dem jeweiligen Gewichtungskoeffizienten des Unterkriteriums multipliziert. Anschließend wird die Gesamtsumme aller Produkte gebildet. Die Gesamtsumme kann maximal 500 Punkte betragen. Die Bewerber mit der höchsten Punktzahl werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.
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Vergabekriterien
Kriterium: 1. Dienstleistungsangebot (45)
2. Preis (40)
3. Betreuungskonzept (15)
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Referat für Geld- und Kapitalmarktgeschäfte im Ministerium für Finanzen Land Sachsen-Anhalt
Herrn Kresin
Name: Land Sachsen-Anhalt, Ministerium der Finanzen
Kontaktperson: Herr Kresin oder Herr Anhalt
Telefon: +49 3915671271/1453 📞
Kontaktperson: Herr Anhalt
Telefon: +49 3915671453 📞
E-Mail: andreas.anhalt@sachsen-anhalt.de 📧
Kontaktperson: Herr Kresin

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: zentrale Verwahrstelle - Verwahrung von Wertpapieren sowie alle damit verbundenen Depotbankdienstleistungen
Zusätzliche Informationen
I. Interessenbekundungsverfahren und Eignungsprüfung
Interessenten bewerben sich mit den geforderten Unterlagen/Informationen. Anhand der Unterlagen wird die Eignungsprüfung vorgenommen.
Der Auftraggeber bittet um folgende Informationen zur Eignungsprüfung:
1. Auf die erbetenen Nachweise unter Punkt III.1.1) und III.2.1) dieser Veröffentlichung wird hingewiesen. Der Nachweis ist als Kopie den Bewerbungsunterlagen beizufügen. (fehlender Nachweis führt zum Ausschluss)
2. Bitte geben Sie ferner eine Erklärung ab, dass Sie im Vergabeverfahren nicht vorsätzlich unzutreffende Angaben in Bezug auf Ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben haben und die Fähigkeit besitzen, die nachgefragten Dienstleistungen effizient und nachhaltig anzubieten. (fehlende Erklärung führt zum Ausschluss)
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3. Stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf folgende Punkte ein:
Wie gliedert sich der für die Umsetzung zuständige Unternehmensteil in das Gesamtunternehmen ein? Welche Bedeutung hat dieser Unternehmensteil für das Gesamtunternehmen und warum? Wie soll dieser Unternehmensteil künftig fortentwickelt werden im Hinblick auf die IT- und Personalkapazitäten (Wie hoch ist das jetzige IT-Budget, und wie ist die geplante Entwicklung in Zukunft? Wie viel Personal wird derzeit in diesem Bereich beschäftigt und wie viel ist in Zukunft geplant)? (10)
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4. Stellen Sie bitte dar, wie sich die Anzahl der Mandate und das Volumen in der Verwahrung für institutionelle Investoren in den letzten Jahren entwickelt haben.
a) Welchen Anteil hat das Global Custody (Verwahrstelle) Geschäft in Deutschland an Ihrem weltweiten „Verwahrstellengeschäft“ mit institutionellen Investoren (Sparkassen, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungseinrichtungen, etc.)? Dokumentieren Sie bitte den aktuellen Status (Volumina in Mrd. EURO [Tabelle 1] und Anzahl [Tabelle 2] per 31.12.2016) in zwei Tabellen (Spalten – Aktien, Renten, sonstige Assets / Zeilen – Deutschland, Europa (ohne Deutschland), USA, Asien, sonstige. (10)
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b) Wie hoch war die Anzahl der Mandatszu- und -abgänge bei den institutionellen Investoren aus Deutschland in den Jahren 2013, 2014 und 2015, 2016? (10)
c) Wie hoch war das Volumen der Mittelzu- und –abflüsse bei den institutionellen Investoren aus Deutschland in den Jahren 2013, 2014 und 2015, 2016? (10)
d) Bitte erläutern Sie die dargestellte Entwicklung und benennen Sie die Gründe hierfür. (10)
5. Bitte stellen Sie Ihre Systeminfrastruktur dar, insbesondere auch in Bezug auf Depot- und Fondsbuchhaltung. (Verwenden Sie dazu ggfs. auch eine graphische Darstellung). Wo sind jeweils die Standorte der Systeme? Was sind die Vor- und Nachteile(Grenzen Sie bitte Ihre Systeminfrastruktur gegenüber anderen am Markt verfügbaren Systemen ab.)? (10)
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6. Seit wann ist Ihr Haus in Deutschland als Verwahrstelle für (10)
a) Publikumsfonds / OGAWs und
b) Spezial-AIFs tätig?
7. Zeigen Sie bitte anhand einer Übersichtstabelle (Spalten – Anzahl der Beschäftigen in Vollzeitkräfte, durchschnittliche Berufserfahrung, Qualifikation; Zeilen – Funktionsbereiche/Abteilungen [Geschäftsführung, Depot-/Fondsbuchhaltung, Recht, etc.]) die Aufteilung der personellen Ressourcen auf die für das deutsche Verwahrstellengeschäft relevanten Funktionsbereiche Ihres Hauses auf. (10)
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8. Werden alle verwahrstellenrelevanten Dienstleitungen (Abwicklung, Fondsbuchhaltung, Abstimmung mit der KVG, Reporting) durch Mitarbeiter in Deutschland bzw. deutschsprechende Mitarbeiter erbracht? (10)
ii Verhandlungsverfahren
Im Folgenden werden Kriterien zur Verwahrung und zu den Kosten für die Angebotsverdichtung abgefragt. Der Auftraggeber bittet deshalb neben den Nachweisen für die Eignungsprüfung auch ein Umsetzungskonzept vorzulegen und eine erste Preisindikation vorzunehmen.
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Es ist beabsichtigt, die Angebote, die die Eignungsprüfung bestanden haben, hinsichtlich des Betreuungskonzepts, des Dienstleistungsangebotes und des Preises zu bewerten und eine Verdichtung der Angebote auf 3 bis 5 Bewerber durchzuführen. Mit diesen ausgewählten Bewerbern sollen dann schrittweise die Angebote weiter konkretisiert sowie in einer Präsentation erörtert als auch in Preisverhandlungen eingetreten werden.
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Es wird darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber nur eine Bewerbung pro Anbieter zulässt.
Zur Bewertung des Dienstleistungsangebotes und der Preisindikation gehen Sie bitte in dem Angebot auf die nachfolgenden Fragen ein:
Hinweis: Die in Klammern genannten Zahlen geben den Gewichtungskoeffizienten bei der Bewertung an.
A) Betreuungskonzept (15 %)
1. Stellen Sie bitte dar, wie die persönliche Betreuung durch Ihr Unternehmen für den Fall einer Mandatsvergabe wahrgenommen wird. (5 %)
— An welchem Standort/an welchen Standorten ist das deutsche Verwahrstellengeschäft angesiedelt? (2 %)
— Bitte nennen Sie uns bis zu drei Referenzkunden für ein vergleichbares Mandat mit entsprechenden Kontaktdaten. (2 %)
2. Bitte erläutern Sie die grundsätzliche Philosophie und Motivation bezüglich Ihrer Tätigkeit als Verwahrstelle bzw. (Global) Custodian. (4 %)
3. Welche Servicezeiten haben Sie als Verwahrstelle? (2 %)
B) Bewertung der Dienstleistung (45 %)
Organisation
1. Welche Verwahrstellendienstleistungen bieten Sie im Detail an? (6 %)
2. Welche Dienstleistungen bieten Sie bei Fondsfusionen/Fondsübertragungen an? (3 %)
3. Stellen Sie bitte die Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches Verwahrstelle Ihres Hauses in aussagefähiger Form dar (mit Organigramm für die Aufbauorganisation). Erläutern Sie ergänzend die wichtigsten Aufgabenstellungen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten. (4 %)
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4. Welche operationellen Risiken sehen Sie im Verwahrstellengeschäft? (4 %)
5. Welche Vorkehrungen treffen Sie, um diese Risiken zu kontrollieren und Ihre Verwahrstellen-Kunden zu schützen? (3 %)
6. Ist es in den vergangenen 3 Jahren zu Schadensersatzfällen gegenüber institutionellen Kunden gekommen? Wenn ja, gehen Sie bitte auf die Ursachen und die daraus gezogenen organisatorischen Konsequenzen ein. Gab es Schadensersatzprozesse? (3 %)
7. Beschreiben Sie Ihr Custody-und Subcustody-Netzwerk.
a) In wie vielen und welchen Ländern sind Sie selbst als Verwahrstelle vertreten? (2 %)
b) In wie vielen und welchen Ländern durch Sub-Custodians? (2 %)
c) Bitte erläutern Sie die Grundsätze und Haftungsgrundlagen Ihrer Zusammenarbeit mit Subcustodians, insbesondere hinsichtlich Auswahl und Überwachung (Due Diligence) zwecks Sicherung der Ihnen anvertrauten Vermögenswerte. Wurde eine Dreipunkt-Erklärung abgeschlossen? Wie ist die Segregation der Bestände auf der jeweiligen Lagerstelle geregelt? (2 %)
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i. Inwiefern treten Sie gegenüber Ihren Kunden für Schäden ein, welche auf Ebene der Subcustodians entstehen (können)? (2 %)
ii. Wie sieht der Eskalationsprozess aus? (2 %)
Systeminfrastruktur
8. Welche Backup- und „Emergency“-Vorkehrungen haben Sie technisch und organisatorisch getroffen, um bei einem Ausfall oder Zerstörung Ihrer System-Infrastruktur und/oder Verlust der Fonds- bzw. Kundendaten den Geschäftsbetrieb als Verwahrstelle kurzfristig aufrechtzuerhalten und die Kundeninteressen schützen zu können? (3 %)
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9. Über welche personellen Ressourcen verfügen Sie intern im Bereich IT-Systeme, Schnittstellen und Programmierung? Sehen Sie systemseitig eine Abhängigkeit von bestimmten externen Dienstleistern oder sind Sie weitgehend „autark“ aufgestellt? (3 %)
10. Welche Systeme/Mittel nutzen Sie zur Kommunikation zwischen Asset-Manager, KVG und Verwahrstelle bzgl. z.B. Handelsumsätzen (Kasse als auch derivative Geschäfte) oder Give-Up-Verträgen? (2 %)
Geschäftsbeziehungen
11. Zu wie vielen KVGen unterhalten Sie aktuell eine Geschäftsverbindung? Wie hoch ist der Anteil innerhalb Ihres Verbundes/Gruppe/Konzerns?
Benennen Sie bitte anhand einer Tabelle max. 10 Ihrer größten/wichtigsten KVGen, mit denen Sie derzeit zusammenarbeiten, jeweils unter Angabe des aktuell involvierten Custody-Volumens und der Anzahl der Mandate.
(2 %)
12. Mit wie vielen Asset-Managern arbeiten Sie aktuell zusammen?
Benennen Sie bitte anhand einer Tabelle max. 10 Ihrer größten/wichtigsten Asset-Manager, mit denen Sie derzeit zusammenarbeiten, jeweils unter Angabe des aktuell verwalteten Volumens und der Anzahl der Mandate.
C) Preisindikation (40 %)
Bitte geben Sie eine beispielhafte, summarische Preisindikation für Verwahrung und Transaktionskosten p.a. unter folgenden Annahmen:
Der jährliche Portfolioumschlag liegt bei ca. 45 %
— 9 Spezial-Alternative-Investmentfonds bei einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. EUR
— EURO STOXX Large TR (5,37 %) (20 Wertpapiere)
— STOXX Europe 600 TR (9,52 %) (450 Wertpapiere)
— 70 % iBoxx Euro Non-Financials Senior TR (EUR), 30 % iBoxx Euro / Financials Senior TR (EUR) (7,47 %) (80)
— 30 % BofA ML EMU Corp. (1-3 Y) AAA-A Ex Sub-D TR, 30 % BofA ML EMU Corp. (3-5 Y) AAA-A TR (EUR), 30 % BofA ML EMU Pfandbriefe (1-3 Y) AAA TR (EUR), 10 % BofA ML 1mos-6mos German Treasury Bill TR (EUR) (16,45 %) (56)
— UBS Convertible Global Focus IG TR (10,44 %) (60)
— 30 % BofA ML EMU Corp. (1-3 Y) AAA-A Ex Sub-D TR, 30 % BofA ML EMU Pfandbriefe (1-3 Y) AAA TR (EUR), 30 % BofA ML 0-3 Y AAA-AA Euro Government TR (EUR), 10 % BofA ML 1mos-6mos German Treasury Bill TR (EUR) (26,35 %) (141)
— JPM EMBI Global Diversified IG TR (9,37 %) (55)
— Barclays GDP GA ex EU. (11,42 %) (278)
— JPM CEMBI Broad Diversified IG TR (EUR) hedged (3,61 %) (105)
Angegeben sind der Index, der Anteil am Gesamtvolumen von 2 Mrd. EUR (vorletzte Klammer) und die Anzahl der Wertpapiere (letzte Klammer). Die Fremdwährungen verteilen sich entsprechend der vorgegeben Benchmarks.)
Die verbleibenden Kostenblöcke aus Punkt III.1.2 dieses Dokuments werden Gegenstand der Angebotsabfrage und können an dieser Stelle unbeantwortet bleiben.
Hinweis:
Nutzen Sie bitte die Möglichkeit den Auftraggeber zu kontaktieren, um eventuelle Unklarheiten auszuräumen.
Der Auftraggeber lässt zur Beantwortung der Fragen lediglich folgende Anzahl an DIN-A4 Seiten zu.
Eignungsprüfung Fragen 1-8 8 Seiten
Verhandlungsverfahren Fragenblöcke A) – C) 15 Seiten
Darüber hinausgehende Ausführungen werden nicht berücksichtigt.
Die Unterlagen sind schriftlich in einem verschlossenen Briefumschlag beim Auftraggeber einzureichen.
Bitte vermerken Sie auf dem Kuvert mit Ihrer Interessenbekundung groß und gut sichtbar, dass es sich um „Wettbewerbsunterlagen für ein Mandat als zentrale Verwahrstelle “ handelt, das nicht zu öffnen ist. Sollten die Unterlagen mangels eines Vermerks geöffnet werden, übernimmt der Auftraggeber keine Haftung. Das Land behält sich vor, jederzeit ganz oder teilweise von dem Verfahren Abstand zu nehmen. Interessenten bzw. Verfahrensteilnehmer haben in diesem Fall keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.
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Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Landesverwaltungsamt Vergabekammern
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Postort: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3455141529/36 📞
Fax: +49 3455141115 📠
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2017/S 106-214019 (2017-05-29)
Ergänzende Angaben (2017-06-19)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben

Referenz
Daten
Absendedatum: 2017-06-19 📅
Einreichungsfrist: 2017-07-07 📅
Veröffentlichungsdatum: 2017-06-21 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 117-235803
Verweist auf Bekanntmachung: 2017/S 106-214019
ABl. S-Ausgabe: 117
Quelle: OJS 2017/S 117-235803 (2017-06-19)
Ergänzende Angaben (2017-06-26)
Referenz
Daten
Absendedatum: 2017-06-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2017-06-29 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2017/S 122-248106
ABl. S-Ausgabe: 122
Quelle: OJS 2017/S 122-248106 (2017-06-26)
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