Beschreibung der Beschaffung
Auf dem Gelände der WTD 41 soll ein multiaxiales Prüfstandssystem für größere Fahrzeuge errichtet werden. Dieses Prüfstandssystem ist in der Lage, die zu prüfenden Fahrzeuge einer Vielzahl von Belastungen auszusetzen, um die Haltbarkeit und Praxistauglichkeit von Komponenten oder Gesamtsystemen zu ermitteln. Möglich ist beispielsweise die Nachbildung von realen Streckenprofilen auf dem Prüfstand ebenso wie die Ermittlung der Haltbarkeit von Bauteilen bei Vibrationstests und ähnlichem.
Konstruktion und Abmessungen
Das zu errichtende Gebäude für den Prüfstand besteht aus der eigentlichen Prüfhallle mit 9,85 m Höhe und einem an zwei Seiten angebauten niedrigerem Gebäudeteil mit 4,00 m Innenhöhe, in dem Büros und Technik untergebracht sind.. Ein Teil des Gebäudes ist zudem unterkellert. Dort befinden sich neben dem Betonquader unter der Prüffläche weitere technische Einrichtungen für den Prüfstandsbetrieb und ein großer Löschwasserbehälter. Die wichtigsten Abmessungen sind:
Breite Gebäude gesamt 27,48 m
Länge Gebäude gesamt 56,28 m
Außenhöhe Prüfhalle (von OK Gelände) 11,11 m
Außenhöhe Büro- und Techniktrakt 5,35 m
Niveau Kellergeschoß 6,10 bis 6,50 m unter OKF EG
Bruttorauminhalt BRI ca. 19.000 m3
Die Konstruktion des Gebäudes besteht vollständig aus Beton. Dies beinhaltet alle Bodenplatten, Decken, Innen- und Außenwände. Lediglich einige Wandöffnungen werden nach erfolgter Technikinstallation ausgemauert. Die Dachflächen werden als Flachdächer mit Schaumglasdämmung ausgeführt. Auf dem Flachdach der Prüfhalle befinden sich vier Sheddächer, die zur Belichtung der Halle dienen.
Alle Außenwandflächen werden mit Wärmedämmung und einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassadenbekleidung aus Aluminiumverbundplatten, die zu Kassetten geformt sind, versehen.
Aufteilung und Nutzung
Die Prüfhalle besteht aus zwei Teilen. Im vorderen Teil, hinter dem Einfahrtstor, befindet sich eine Rüstfläche mit Hubbühne, die zur Vorbereitung der zu prüfenden Fahrzeuge dient. Daran schließt sich die eigentliche Prüffläche an.
Diese besteht aus einer 12 x 18 m großen und 30 cm dicken Stahlplatte, die beliebig mit Hydraulikzylindern und Halterungen für die Prüffahrzeugen bestückt werden kann. Zur Tilgung der während der Prüfzyklen auftretenden Vibrationen liegt die Prüffläche vollflächig auf einem massigen, 3,75 m dicken Betonquader auf, der seinerseits komplett auf einer Luftfederung gebettet ist. Diese Konstruktion hat die Aufgabe, die Übertragung der teilweise sehr starken Vibrationen auf das Gebäude zu verhindern. Die Steuerung der Prüfzyklen und der Messtechnik erfolgt über einen Kontrollraum, der an den Prüfstand angrenzt.
Die zu prüfenden Fahrzeuge werden nach erfolgter Vorbereitung mit einem über die ganze Hallenlänge laufenden Brückenkran auf der Prüffläche abgesetzt und nach Abschluss der Prüfung auch wieder per Kran abtransportiert.
Im EG befinden sich, angrenzend an den Mess- und Kontrollbereich, Büroräume, Umkleiden und WCs für die im Gebäude tätigen Mitarbeiter, sowie eine Elektrowerkstatt mit direktem Zugang zur Prüfhalle.
Im hinteren Teil des Erdgeschosses sind Technikräume für Mittel- und Niederspannung, Trafos, sowie eine Technikzentrale für Heizung und Kühlung untergebracht. Ein großer Teil der Lüftungstechnik wird zudem auf dem Flachdach des niedrigen Gebäudeteils untergebracht.
Alle Technikräume im EG verfügen, ebenso wie die Messräume und der Bürobereich über direkte Zugänge von außen.
Baubeginn: 8.2018
Bauende: 4.2021