81235934-Einführung eines staatlichen Textilmetasiegels / Errichtung und Betrieb einer Vergabestelle

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt sich seit vielen Jahren für Verbesserungen in der gesamten Textil-Lieferkette ein und hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Das übergeordnete Ziel ist die Proliferation sozial und ökologisch nachhaltiger Textilprodukte, bei deren Herstellung die Menschenrechte weltweit geachtet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll ab 2019 ein staatliches Metasiegel nachhaltige Textilprodukte kennzeichnen. Das Metasiegel ergänzt die Vielzahl an Instrumenten, die das BMZ national und international für mehr Umweltschutz und Gerechtigkeit in Textil-Lieferketten einsetzt. Aufgabe der AN/ des AN ist die Einrichtung und der Betrieb einer Vergabeorganisation für das Metasiegel.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2019-01-11. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2018-12-11.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2018-12-11 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2018-12-11)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Siegel
Referenznummer: 81235934
Kurze Beschreibung:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt sich seit vielen Jahren für Verbesserungen in der gesamten Textil-Lieferkette ein und hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Das übergeordnete Ziel ist die Proliferation sozial und ökologisch nachhaltiger Textilprodukte, bei deren Herstellung die Menschenrechte weltweit geachtet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll ab 2019 ein staatliches Metasiegel nachhaltige Textilprodukte kennzeichnen. Das Metasiegel ergänzt die Vielzahl an Instrumenten, die das BMZ national und international für mehr Umweltschutz und Gerechtigkeit in Textil-Lieferketten einsetzt. Aufgabe der AN/ des AN ist die Einrichtung und der Betrieb einer Vergabeorganisation für das Metasiegel.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Siegel 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Berlin 🏙️

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Postanschrift: Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5
Postleitzahl: 65760
Postort: Eschborn
Kontakt
Internetadresse: http://www.giz.de 🌏
E-Mail: litza.antonoglou@giz.de 📧
Telefon: +49 6196793122 📞
Fax: +49 619679803122 📠
URL der Dokumente: https://ausschreibungen.giz.de/Satellite/notice/CXTRYY6YY6H/documents 🌏
URL der Teilnahme: https://ausschreibungen.giz.de/Satellite/notice/CXTRYY6YY6H 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2018-12-11 📅
Einreichungsfrist: 2019-01-11 📅
Veröffentlichungsdatum: 2018-12-15 📅
Datum des Beginns: 2019-05-20 📅
Datum des Endes: 2020-12-31 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2018/S 242-552857
ABl. S-Ausgabe: 242
Zusätzliche Informationen
Die Kommunikation findet ausschließlich über den Projektbereich des Portals statt. Bekanntmachungs-ID: CXTRYY6YY6H

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Die Beschaffung trägt zur Einrichtung eines Metasiegels für nachhaltige Textilprodukte bei. Das Metasiegel geht auf die Initiative von Bundesminister Dr. Gerd Müller zurück und hat zum Ziel, dass Verbraucherinnen ökologisch und sozial nachhaltige Kleidung direkt beim Kauf erkennen können. Das Metasiegel erkennt die Vielzahl der bestehenden Textilsiegel an, in Bezug auf Glaubwürdigkeit sowie auf ihren Anspruch an eine sozial und ökologisch faire Produktion. Hinter dem Metasiegel steht als neutrale und glaubwürdige Instanz die Bundesregierung, welche für die Verbraucherinnen die Produktionsbedingungen der Kleidungsstücke aufdeckt. Verbraucherinnen können somit nachhaltige Kaufentscheidungen treffen, ohne die einzelnen Aussagen hinter jedem der anerkannten Textilsiegel kennen zu müssen.
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Das Metasiegel ist eine Produkt-Kennzeichnung. Es wird Produkten vergeben, die mit Siegeln gekennzeichnet sind, welche die definierten Mindestkriterien der Bundesregierung für gute Nachhaltigkeitssiegel erfüllen (entsprechend der Bewertung auf Siegelklarheit.de). Das Metasiegel wird an Kleidungsstücken sichtbar sein. Zusätzlich wird es am Produkt einen Transparenz-Code geben, der Verbraucherinnen auf die Metasiegel-Webseite leitet, wo weitere Informationen über das Produkt und dessen Herstellung sowie die zugrunde gelegten Siegel hinterlegt sind.
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Zusätzlich zu den Siegeln für das Produkt muss das Herstellerunternehmen nachweisen, dass es unternehmerische Sorgfaltspflichten wahrnimmt. Das bedeutet, dass es sich systematisch mit der Analyse, Überwachung und Lösung von Risiken auseinandersetzt, die in Bezug auf eine ökologisch und sozial faire Herstellung in der eigenen Lieferkette vorliegen.
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Aufgabe der AN/ des AN ist die Einrichtung und der Betrieb einer Vergabestelle für das Metasiegel. Im Einzelnen sind folgende Ergebnisse zu erzielen:
— Einrichtung einer für Interessenten zugänglichen (virtuell und per Telefon/Fax) Vergabestelle mit formalisierten Abläufen der Antragsbearbeitung und Auskunftserteilung,
— Prüfung der Nachweise über die Erfüllung der Vergabegrundlagen des staatlichen Metasiegels,
— Abschluss von Lizenzverträgen mit Antragstellerinnen,
— Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung der Onlineplattform für den Vergabeprozess,
— Aktives Vorgehen (Sanktionierung) gegen missbräuchliche Nutzung des staatlichen Metasiegels,
— Beantwortung von Anfragen von Unternehmen, Verbraucherinnen und sonstiger Öffentlichkeit zum Vergabeprozess,
— Evaluierung und laufende Bewertung des Antragsverfahrens,
— Beratung des Metasiegel-Beirats (Multistakeholder-Gremium),
— enge Abstimmung mit der Geschäftsstelle als zentralem Akteur innerhalb der Governance Struktur des Metasiegels.
Beschreibung der Verlängerungen: Siehe ausführliche Leistungsbeschreibung
Beschreibung der Optionen:
Die Auftraggeberin behält sich optional vor, Vertragsverlängerungen und/oder -aufstockungen auf Basis der in den Vergabeunterlagen genannten Kriterien an das in diesem Verfahren erfolgreiche Unternehmen zu vergeben; i. Ü. siehe ausführliche Leistungsbeschreibung.
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Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5 65760 Eschborn

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
III.1.1)
1) Eigenerklärung zur Eintragung ins Handelsregister oder gleichwertigem Register nach den Rechtsvorschriften des Herkunftslands;
2) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123, § 124 GWB vorliegen;
3) Eigenerklärung Nachunternehmer/Bewerbergemeinschaften;
4) Erklärung der Bewerbergemeinschaft (falls zutreffend).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
III.1.2)
1) Durchschnittlicher Jahresumsatz in den letzten 3 Geschäftsjahren mindestens 1 500 000,00 EUR.
2) Beschäftigtenzahl zum 31.12. des letzten Kalenderjahres mindestens 15 Personen.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
III.1.3)
1) Mindestens 2 Referenzprojekte im Fachgebiet Prüfung und Vergabe von Siegeln in der Region Europa in den letzten 3 Jahren;
2) Mindestauftragsvolumen der Referenzprojekte: je 500 000,00 EUR.

Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern:
Die Auswertung des Teilnahmewettbewerbs erfolgt unter den Bewerbern, die nicht nach §§123 ff. GWB ausgeschlossen wurden und fachkundig sowie leistungsfähig sind, anhand der nachstehenden Kriterien:
— Auflistung der Kriterien aus dem Schema zur Bewertung der Eignung mit Angabe der Gewichtung in %.
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 12:00
Datum der Absendung der Aufforderungen: 2019-01-11 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Internetadresse: www.giz.de 🌏
Dokumente URL: https://ausschreibungen.giz.de/Satellite/notice/CXTRYY6YY6H/documents 🌏

Referenz
Zusätzliche Informationen
Die Kommunikation findet ausschließlich über den Projektbereich des Portals statt.
Bekanntmachungs-ID: CXTRYY6YY6H

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Die Vergabekammern des Bundes
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Postort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 2289499-0 📞
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de 📧
Fax: +49 2289499-163 📠
Internetadresse: www.bundeskartellamt.de 🌏
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
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2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Für Mediationsverfahren zuständige Stelle
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2018/S 242-552857 (2018-12-11)