Beschreibung der Beschaffung
Die Autobahndirektion Südbayern beabsichtigt, die A92 München — Deggendorf zwischen dem AD München – Feldmoching und dem AK Neufahrn von Bau-km 0+975 bis Bau-km 12+450 6-streifig auszubauen. Die Ausbaustrecke von 11,475 km soll in 5 Baulosen erfolgen, darunter auch die Anschlussstellen Ober- und Unterschleißheim:
— BL 01: Bau-km 0+600 bis Bau-km 4+300,
— BL 02: Bau-km 4+300 bis Bau-km 8+900,
— BL 03: Bau-km 8+900 bis Bau-km 12+450,
— BL 04: Anschlussstelle Oberschleißheim,
— BL 05: Anschlussstelle Unterschleißheim.
Die A92 verknüpft die Landeshauptstadt München mit dem Flughafen sowie den Siedlungs- und Produktionszentren Freising, Moosburg, Landshut, Dingolfing, Landau a. d. Isar und Deggendorf.
Die A92 München — Deggendorf beginnt am AD München-Feldmoching und endet nach dem AK Deggendorf mit der A3 an der AS Deggendorf-Mitte. Im Bereich des AD München —Feldmoching mündet die A92 in die A99.
Zusammen mit der Eschenrieder Spange verbindet die A92 die A8 München — Stuttgart und die A96 München — Lindau mit der A9 Berlin — München. Für den Verkehr auf der A8 und der A96 stellt sie mit der A99 den Zubringer für den Flughafen München aus Richtung Westen dar.
Die 4-streifige Bestandsstrecke ist der außergewöhnlichen Verkehrsentwicklung im Norden von München nicht mehr gewachsen, vor allem verursacht durch die dynamische Entwicklung des Flughafens und dessen wirtschaftlichen Folgewirkungen.
Ausgehend von den Ergebnissen einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung, welche die Dringlichkeit des 6-streifigen Ausbaus der A92 bestätigte, hat das BMVBS (BMVI) mit Schreiben vom 27.6.2006 den Bedarf anerkannt.
Die A92 verläuft im geplanten Bauabschnitt vollständig im Bereich der Münchner Schotterebene, deren charakteristisches Hauptmerkmal die ebenflächige Topographie ist. Die vorherrschenden Flächennutzungen sind die Landwirtschaft und Siedlungsflächen. Die Siedlungsflächen nehmen entsprechend ihrer Zugehörigkeit zum Ballungsraum München überdurchschnittlich zu. Für das Landschaftsbild besonders relevant ist das Erfordernis von Lärmschutzmaßnahmen parallel zur A92.
Die geplante Strecke verläuft bestandsorientiert und fast ausschließlich außerhalb bebauter Gebiete.
Derzeit wird das Planfeststellungsverfahren für die Maßnahme durchgeführt. Demzufolge sind die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Lph. 3 und 4 der HOAI) zum Zeitpunkt der Vergabe erbracht. Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Objektplanung Verkehrsanlagen Lph. 5-7 der HOAI (Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe) für das BL 02.
Es wird die Honorarzone III festgelegt. Die vorläufigen anrechenbaren Herstellkosten der Verkehrsanlagen für das BL 02 betragen ca. 15,16 Mio. EUR.
Die Streckenlänge des BL 02 beträgt ca. 4,6 km. Dieser Streckenabschnitt befindet sich zwischen den Anschlussstellen Ober- und Unterschleißheim, die gesondert in BL 04 und 05 ausgeführt werden. Kreuzende, zu verbreiternde Überführungen sowie Unterführungen sind nicht Gegenstand des Vergabeverfahrens. Dafür gehören Lärmschutzeinrichtungen in Form von geschütteten Erdwällen dem Vergabeverfahren an. Der Anschluss an den Bestand erfolgt plangleich. Der beidseitige, symmetrische Ausbau der A92 erfolgt bestandsorientiert auf der vorhandenen Trasse und ist beidseitig 3-streifig mit Standstreifen zu planen. Die Fahrbahn erhält einen Fahrbahnaufbau gemäß der Belastungsklasse 100.
Das anfallende Oberflächenwasser der A92 wird entweder versickert oder in die die Autobahn querenden Vorfluter eingeleitet. Entlang von Einschnitten oder Lärmschutzwällen wird das Oberflächenwasser breitflächig über die Bankette in Sickermulden geleitet und dezentral versickert. Die A92 erhält eine Grundausstattung mit Markierung, Leiteinrichtungen und Beschilderungen. Im Mittelstreifen werden hinterfüllte Betonschutzwände als Schutzeinrichtung vorgesehen
Der 6-streifige Ausbau der A 92 hat unter Aufrechterhaltung des Verkehrs zu erfolgen.