Beschreibung der Beschaffung
Die Abbruch- und Spezialtiefbauarbeiten als vorgezogene Maßnahme zum Bauvorhaben „Sanierung und Erweiterung Mainfranken Theater Würzburg“ umfassen:
1) Abbrucharbeiten: Abbruch inkl. Gründung und Schadstoffentsorgung eines 1-geschossigen Gebäudes, ca.1 900 m BRI, mit Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen;
2) Verbau: Verbauarbeiten außerhalb des Bestandsgebäudes und im Bereich des Bestandsgebäudes;
3) Erdarbeiten: Aushubarbeiten der Baugruben unter archäologischer Begleitung, in zwei Bauabschnitten.
Beschreibung Verbau und Erdarbeiten:
Der vorhandene Baugrund ist grob in 3 geotechnische Schichten gegliedert. Die oberste Schicht bis ca. 5,3 m unter GOK bilden Auffüllungen. Darunter liegt die Verwitterungsdeckschicht des Mittleren Muschelkalks bei ca. 5,5 – 6,8 m. Die dritte Schicht bildet der Fels des Mittleren Muschelkalks.
Die Nullkote des Gebäudes liegt bei 180,71 m ü.NN (Bühnenniveau). Die Geländeoberkante liegt bei ca. -1,5 m (179,21 m ü.NN).
Für die Arbeiten ist von einem mittleren Grundwasserspiegel von 172,7 m ü.NN auszugehen. Für die Auftriebssicherheit und die Bauwerksabdichtung muss ein maximaler Grundwasserspiegel von 174,3 m ü.NN angesetzt werden.
Die Unterkante der Gründung des Kopfbaus liegt bei ca. -9,1 m (171,61 m ü.NN), die Aushubsohle bei ca. -9,2 m (171,51 m ü.NN). Der Kopfbau schließt direkt an das bestehende Theaterfoyer an. Unterhalb des Foyers wird ein neues Untergeschoss angeordnet. Das Foyer ist nicht unterkellert und ist im Wesentlichen auf Einzelfundamenten gegründet, die als Brunnengründungen ausgeführt wurden.
Die Baugrubenumschließung wird als dichter Verbau ausgeführt, der bis in den Fels geführt wird. Das Grundwasser wird mittels Wasserhaltung innerhalb der Baugrube abgesenkt. Für Restwasser aus Leckage und Oberflächenwasser werden Dränagen und Pumpensümpfe angeordnet.
Der Verbau gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche:
1) Verbau außerhalb des Bestandsgebäudes;
2) Verbau im Bereich des Bestandsgebäudes;
1) Außerhalb des Bestandsgebäudes wird der Verbau als rückverankerte, überschnittene Bohrpfahlwand vorgesehen.
2) Im Bereich des Bestandsfoyers werden rückverankerte Verbauwände im Düsenstrahlverfahren (DSV) vorgesehen, die bis an die Oberkante des Muschelkalks geführt werden. Unterhalb der DSV-Körper sind Injektionskörper im Fels zur Verringerung der Durchlässigkeit geplant.
Der Anschluss der Verbauwände der verschiedenen Bauverfahren und an Bestandsbauteile erfolgt über DSV-Elemente.
Teilweise müssen Bestandsbauteile im Zuge der Herstellung der Verbauwände durchörtert werden.
Die bestehenden Brunnengründungen werden an deren Oberkante durch Kopfbalken verbunden.
Zusätzlich zur Baugrubenumschließung werden an einzelnen Stellen Gründungsbauteile aus Bohrpfählen und Mikropfählen angeordnet.
Folgende Hauptmaßnahmen sind vorgesehen:
Ca. 1 900 m Bohrpfahlwände
Ca. 670 m Injektionskörper im Düsenstrahlverfahren
Ca. 76 St. Verpressanker
Ca. 820 m Dichtinjektion
Offene Wasserhaltung
Ca. 15 000 t Aushub und Entsorgung von Auffüllungen
Ca. 1 350 m Aushub von Verwitterungsdeckschicht und Fels des Muschelkalks
Zusätzlich:
Ca. 25 m Einzelbohrpfähle
Ca. 10 St. Mikropfähle
Ca. 120 m Stahlbetonarbeiten mit Kopfbalken und Fundamenten
Baubeginn Baugrube und Spezialtiefbau:
30.7.2018
Baufertigstellung Baugrube:
1.3.2019
Baugrubenaushub 2. BA:
1.6. – 1.9.2020