Beschreibung der Beschaffung
Der Standort Friedrichstraße 55 ist der zweite Standort der STS Am Hafen mit 2 Zügen. Die GS St. Pauli befindet sich auch dort und hat ein weiteres Klassengebäude in der Bernhard-Nocht-Straße gegenüber. Sie ist 2-zügig. Ein Jahrgang der GS ist momentan 3–zügig, zzgl. eine Vorschulklasse, eine internationale Vorbereitungsklasse und eine Basisklasse.
Neubau
Es ist ein Erweiterungsbau von 792 m NUF zu planen und zu bauen. In dem Neubaukomplex sollen insb. für beide Schulen Gemeinschaftsbereich, Ganztagsversorgung & Verwaltung optimiert werden. Das Gebäude soll zudem im Fall wachsender Schülerzahlen an der GS eine Erweiterung um 6 Unterrichtsräume mit einer NUF von 432 m ermöglichen. Das schulisch genutzte Gebäude Bernhard-Nocht-Straße 9-11 soll im Zuge der Neubaumaßnahme abgerissen werden. Der Neubau soll den Charakter eines Eingangsgebäudes erhalten, um den Hauptzugang zum Schulgrundstück deutlich zu markieren.
In einem gemeinsamen Prozess haben Vertreter beider Schulen, der BSB und SBH in einer Leistungsphase 0 die Umstrukturierung der Bestandsgebäude, ein Raumprogramm & die Konstellation des Zubaus erarbeitet und das Ergebnis dokumentiert. Diese Dokumentation wird (mind. teilweise) den Bietern mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
In einem derzeitigen Vorbescheidverfahren werden mögliche Baugrenzüberschreitungen des Bebauungsplanes St. Pauli 25 als auch Abstandsflächen eines Zubaus an der Bernhard Nocht Straße durch das Architekturbüro MoRe geklärt. In diesem Zusammenhang wurde ein Funktionsschema auf Grundlage des Raumprogramms der Phase 0 & eine Volumenstudie erstellt. Die entsprechenden Unterlagen werden mit Angebotsaufforderung den Bietern zur Verfügung gestellt. Das vorgenannte Büro ist von der Teilnahme an den VgV-Verfahren nicht ausgeschlossen.
Sanierung
Zudem soll das Gebäudeensemble, bestehend aus einem 3-geschossigen Verwaltungsgebäude, zwei 3-geschossigen Y-Klassengebäuden & einem eingeschossigen Klassengebäude saniert werden. Hierbei sind folgende Maßnahmen zu bearbeiten:
— Erstellen eines 2. baulichen Rettungsweges der 3-geschossigen Y-Bauten,
— Erneuern des Wärmedämmverbundsystems an allen Gebäuden,
— Komplettes Überarbeiten der Oberflächen innen (Anstriche, Bodenbeläge etc.),
— Ertüchtigen von Elektro, Heizung, Sanitär & Lüftung.
Abriss
Das von beiden Schulen genutzte Gebäude Bernhard-Nocht-Straße 9-11 soll abgerissen werden. Eine komplette Leistungserbringung aller für den Abriss erforderlichen Maßnahmen, inklusive einer Ertüchtigung der Brandwand zum Nachbarhaus, sind zu erbringen.
Die vorläufigen Einzelinvestitionen für die Kostengruppen 200-700 gem. DIN 276 betragen insg. ca. 5 613 000 EUR brutto bei folgender Flächenverteilung:
Neubau: ca. 1 267 m BGF
Sanierung: ca. 5 000 m BGF
Abriss: ca. 1 000 m BGF
Kostengruppe 300: ca. 3 268 000 EUR brutto
Kostengruppe 400: ca. 832 000 EUR brutto.
Die Beträge sind als Kostenobergrenze zu verstehen und werden Bestandteil des Vertrages.
Planung und Ausführung werden in engen Kontakt mit der Schulleitung durch den AG abgestimmt.
Die Fertigstellung ist für März 2020 (Abriss), April 2021 (Neubau) und März 2022 (Sanierung) geplant.
Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens sollen die ausgewählten Bieter gem. § 76 (2) VgV eine Lösungsskizze erstellen. Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
— Leistungsphasen 2+3 Objektplanung gem. § 34 HOAI,
— Leistungsphasen 4-9 Objektplanung gemäß § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen,
— besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gemäß § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen.
Vertreter des Bezirks, der BSB sowie der jeweiligen Schulleitung nehmen ggf. in beratender Funktion an der Angebotsverhandlung teil. Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.