Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag beinhaltet Architektenleistungen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen LP 2 bis 8 gemäß § 34 HOAI ganz oder teilweise sowie ggf. besondere Leistungen zu vergeben. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst bis zur LP 2 und 3.Folgende Maßnahmen sollen geplant und ausgeführt werden:
— Abbruch der Bestandsgebäude Speisesaal und Trafostation einschl. Umschluss Trafostation,
— Planung und Errichtung des 2-geschossigen Neubaus (MZG) einschl. 1-geschossiger Verbindungshalle zum Schulgebäude,
— Aufzug mit 6 Haltestellen zw. MZG und Sporthalle,
— Bestandsgebäude Sporthalle: barrierefreier Umbau der Umkleiden, Einbau Amokanlage, amokgerechte Beschilderung
— Erneuerung der Schließanlage für alle Gebäude.
Der Gebäudebestand besteht aus dem um 1900 errichteten Hauptgebäude (mit gleichhohem Anbau von 1997), einer Sporthalle, einer nicht direkt der Schulnutzung dienenden Bibliothek sowie einem zum Abriss bestimmten 1-geschossigen Speisesaal mit Küche, auf dessen Baufeld der Neubau entstehen soll. Keines der Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Die Schule hat derzeit eine deutlich zu geringe Kapazität für die Essensversorgung. Außerdem ist die Doppelsporthalle nur im EG barrierefrei zugänglich. Der Aufzug im Schulgebäude ist für die heute geltenden Anforderungen zu klein. Die benannten Mängel müssen zur langfristigen Standortsicherung dringend behoben werden. Der geplante Ergänzungsbau soll die freistehenden Gebäudeteile (Schule, Turnhalle) zu einem zusammenhängenden Komplex verbinden.
Der Standort der Trafostation Vattenfall kann in das Baufeld einbezogen werden. Die Übertragung des Grundstücksteils erfolgte Anfang 2018. Es ist geplant, einen Ersatz für die Trafostation im UG des Neubaus zu integrieren oder einen anderen Standort auf dem Grundstück entlang der A.-Schweitzer Str. auszuweisen.
Aufgrund des Bedarfs und in Ermangelung von Ausweichstandorten ist bereits im Jahr 2018 bis zur Fertigstellung des Neubaus ein Containerbau für die Speiseversorgung vorgesehen.
Der Containerbau wird Ende 2018 realisiert, über die gesamte Bauzeit vorgehalten und ist nicht Bestandteil der zu vergebenen Leistung.
Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kostenprognose auf 6 Mio. € brutto (KG 200-700) einschl. UV und Rundung. Darin enthalten sind ca. 3 Mio. € brutto für die Baukonstruktion und 1 Mio. € brutto für die technischen Anlagen. Die anrechenbaren Kosten werden erst mit der geprüften BPU verbindlich.
Folgende besondere Leistungen sollen vergeben werden:
— Überprüfung, Anpassen, Optimieren der Machbarkeitsstudie zum MZG in Bezug auf Anordnung des Aufzugs an der Sporthalle und hinsichtl. Integration der Trafostation in den Neubau,
— Anpassen der Machbarkeitsstudie zum MZG in Bezug auf die Forderungen der baufachlichen Genehmigung vom 18.8.2018,
— Prüfung / Anpassung der Bestandspläne im Bereich Gebäudeanschluss Sporthalle und Schule,
— Erarbeitung eines Ökologischen Gesamtkonzepts für den Schulstandort (Erstellung erfolgt durch den TGA-Fachplaner, hier Beratungsleistung aus architektonischer Sicht).
Geplanter Zeitrahmen:
1. Quart. 2019 – 3. Quart. 2019: Erstellung VPU / EVU / BPU und aller wesentlichen Planungen,
4. Quart. 2019: Vorlage Baugenehmigung, Ausführungsplanung,
1. Quart. 2020: Abbrucharbeiten alter Speisesaal, Sanierung Grund- und Regenleitungen auf dem Schulgelände,
3. Quart. 2020: Baubeginn,
4. Quart. 2022: Fertigstellung.
Es werden vom Auftraggeber weitere Fachplaner und Gutachter für Tragwerk, TGA, Bauphysik (Wärmeschutz), Freianlagen, SiGeKo, etc. beauftragt. Es sind Abstimmungen mit den Fachplanern, zuständigen Fachbehörden sowie weiteren Beteiligten durchzuführen.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschließlich AVB (unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben).