Menge oder Umfang
1) Während des VergabeverfahrensHerstellung und Lieferung von 1 EA Funktionsmuster, welches geeignet ist die vollständige Funktionskette Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS (small Unmanned Aerial Systems) der Class 1 im Feldversuch bei WTD 91, Meppen zu demonstrieren.2) Nach erfolgreicher Qualifikation und abgeschlossener Einsatzprüfung:Herstellung und Lieferung von 5 EA C-sUAS (Counter-small Unmanned Aerial Systems) Systemen zur Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS Class 1 (Micro, Mini und Small [jedoch nur bis zu 25 kg]) sowie Materialgrundinformationen für die Katalogisierung, Einsatz- und Bedienhandbücher und gerätebezogene Gefährdungsbeurteilungen. Außerdem Ersatzteilerstausstattung zur Abdeckung des Bedarfs im ersten Jahr der Nutzung. Die Leistungserbringung umfasst weiterhin eine Ausbildung von Personal des Nutzers und der WTD’n und beinhaltet theoretische und praxisbezogene Ausbildung bezüglich Funktionalität und Bedienung des Produktes.Basisanforderungen an das zu beschaffende C-sUAS-System— Eine Erfüllung der Anforderungen an die Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS, Class 1 < 25 kg ist nur durch eine vollintegrierte Gesamtlösung mit Führungs-/ und Lagedarstellungselement, geeignetem Sensormix, bestehend aus komplementären aktiven (C-sUAS Radare) und passiven (RF-Peiler) Sensoren sowie elektrooptischen (EO) Produkten zur Verifikation der Bedrohung zu realisieren,— im Verbund der Systemelemente muss das C-sUAS-System durch die frühzeitige Alarmierung und Abwehr der Bedrohung die Sicherheit der Truppe erhöhen, um so die Gefahr für Leib und Leben der Soldaten im Einsatz zu reduzieren. Hierzu muss das C-sUAS System in der Lage sein, Bedrohungen aus allen Richtungen (360o) aufzuklären und zu verfolgen,— das Führungs- und Lagedarstellungselement muss das für C-sUAS relevante Lagebild, einschließlich der Trackspuren erfasster sUAS unter Nutzung von GeoInfo-Daten bedienerfreundlich darstellen,— das C-sUAS Radar muss Bedrohungen (auch mehrere Ziele gleichzeitig) mit einem RCS 0,01 m2 in hinreichender Entfernung detektieren und verfolgen. Es soll fähig sein, Falschziele zu unterdrücken und eine Klassifikation der Bedrohung mit hoher Wahrscheinlichkeit ermöglichen,— die EO-Sensorik soll automatisch auf die Radarzieldaten aufschalten, die Verifikation der Bedrohung ermöglichen und eine ununterbrochene Verfolgung der Bedrohung unterstützen,— nach Verifikation der Bedrohung müssen durch mindestens einen geeigneten systemintegrierten Effektor die Frequenzsignale (RF) abzuwehrender UAS, Class 1 sowie Navigationssatellitensysteme (GNSS) derart blockiert und gestört werden, dass der Bedrohung erfolgreich begegnet wird,— das C-sUAS -System soll in der Lage sein, Alarmierung und Bedrohungsdaten an Bediener von autonom eingesetzten (tragbaren) Effektoren sowie an übergeordnete Führungsebenen zu übergeben,— weil vorhandene Infrastruktur die Wirksamkeit / Einsetzbarkeit beeinträchtigen kann, sollte das Produkt in der Lage sein, Sektoren für die Aufklärung und Wirkung festzulegen / auszuschließen,— die im Außenbereich verorteten Systemkomponenten des C-sUAS-Systems müssen in der Klimazone A1 bei 1 200 W/m2 Sonneneinstrahlung nach STANAG 4370 uneingeschränkt einsetzbar und staubresistent sein. Ein Einsatz in der Klimazone C2 nach STANAG 4370 soll möglich sein,— zur Erhöhung der Einsatzflexibilität soll das Produkt containerbasiert, modular aufgebaut, leicht verlegbar und ohne Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit mit Land-/ See- und Lufttransport befördert werden können,— das Produkt soll 24/7 mit geringstem Personalaufwand und logistischem Aufwand betrieben werden können. Die Materialerhaltung ist auf Baugruppentausch (IHS 2 / LAE) zu reduzieren und muss in Gänze im Einsatzland durchführbar sein.