Betrieb Pumpstation „Becherteich“ in Zwickau-Bockwa

Sächsiches Oberbergamt

Im ehemaligen Steinkohlerevier Zwickau fand bis in die 1970er Jahre Bergbau statt. Infolge der Einstellung der für den Betrieb notwendigen Wasserhaltung steigt der Grundwasserspiegel in dem Revier wieder an bzw. ist weitestgehend abgeschlossen. Der Freistaat Sachsen betreibt am Becherteich in Zwickau im Rahmen der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit eine Pumpanlage als Einrichtung zur Gefahrenabwehr nach § 4 SächsHohlrVO. Ziel der Wasserhaltung ist die Abwehr von Gefährdungen durch das ansteigende Grundwasser und die Minimierung von Risiken für den Schutz der Wohnbebauung und der Infrastrukturanlagen durch Vernässung. Eine Folge des früheren Bergbaus in der sogenannten Bockwaer Senke ist die Absenkung der Geländeoberfläche durch den Bergbau um ca. 18 m gegenüber vorbergbaulichem Niveau. In der bergbaubedingt entstandenen Geländedepression tritt das aufsteigende Grundwasser im tiefsten Punkt zu Tage, wird dort im sogenannten Becherteich gesammelt und in die Vorflut abgeleitet.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2018-09-17. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2018-08-09.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2018-08-09 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2018-08-09)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Abwasserpumpstation
Referenznummer: 0452 - 2018/70
Kurze Beschreibung:
Im ehemaligen Steinkohlerevier Zwickau fand bis in die 1970er Jahre Bergbau statt. Infolge der Einstellung der für den Betrieb notwendigen Wasserhaltung steigt der Grundwasserspiegel in dem Revier wieder an bzw. ist weitestgehend abgeschlossen. Der Freistaat Sachsen betreibt am Becherteich in Zwickau im Rahmen der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit eine Pumpanlage als Einrichtung zur Gefahrenabwehr nach § 4 SächsHohlrVO. Ziel der Wasserhaltung ist die Abwehr von Gefährdungen durch das ansteigende Grundwasser und die Minimierung von Risiken für den Schutz der Wohnbebauung und der Infrastrukturanlagen durch Vernässung. Eine Folge des früheren Bergbaus in der sogenannten Bockwaer Senke ist die Absenkung der Geländeoberfläche durch den Bergbau um ca. 18 m gegenüber vorbergbaulichem Niveau. In der bergbaubedingt entstandenen Geländedepression tritt das aufsteigende Grundwasser im tiefsten Punkt zu Tage, wird dort im sogenannten Becherteich gesammelt und in die Vorflut abgeleitet.
Mehr anzeigen
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Abwasserpumpstation 📦
Zusätzlicher CPV-Code: Abwasserpumpstation 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Zwickau 🏙️

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Sächsiches Oberbergamt
Postanschrift: Kirchgasse 11
Postleitzahl: 09599
Postort: Freiberg
Kontakt
Internetadresse: http://www.oba.sachsen.de 🌏
E-Mail: josephine.szigeti@oba.sachsen.de 📧
URL der Dokumente: https://www.evergabe.de/unterlagen 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2018-08-09 📅
Einreichungsfrist: 2018-09-17 📅
Veröffentlichungsdatum: 2018-08-11 📅
Datum des Beginns: 2019-01-01 📅
Datum des Endes: 2020-12-31 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2018/S 154-353341
ABl. S-Ausgabe: 154

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Der Freistaat Sachsen hat zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit im Jahr 1992 die Pflicht zum Betrieb der Pumpanlage „Becherteich“ in Zwickau-Bockwa übernommen. Die Pumpanlage läuft seit dem Zeitpunkt der Errichtung havariefrei. Die Pumpenleistung hatte der Betreiber im Jahr 1992 nach den bis heute geltenden technischen Regeln auf mittlere Niederschlagsmengen bemessen. Nach extremen Niederschlagsereignissen können sich im Umfeld des Becherteiches, aber ebenso in anderen Tieflagen der Bockwaer Senke temporär freie Wasserflächen ausbilden. Dazu kann es zu einer Vernässung von Grundstücken und der angrenzenden Bebauung kommen.
Mehr anzeigen
Die Anlage pumpte im Jahr 2017 durchschnittlich täglich zwischen 4 000 und 6 000 m
Die Pumpstation „Becherteich“ in Zwickau-Bockwa ist ausgerüstet mit 2 Tauchmotorpumpen des Types KRTK 150-325/284 U2 G2. Die max. Förderleistung für beide Pumpen beträgt zusammen 570 m
Leistungsgegenstand/Aufgabenstellung
Die Leistung beinhaltet die Betriebsführung zur Wasserhaltung für die Pumpstation in Zwickau und im Kern das Betreiben der Pumpstation „Becherteich“.
Der Auftragnehmer (AN) hat ganzjährig und über 24 Stunden täglich für einen reibungslosen und störungsfreien Pumpenbetrieb zu sorgen. Im Rahmen des Regelbetriebes gehören hierzu neben regelmäßigen Befahrungen, Kontrollen und Funktionsprüfungen der gesamten Anlage (Pumpstation, zugehörige Wasserbauwerke, Zu- und Ableiter, etc.) alle erforderlichen Wartungen der Anlage sowie alle notwendigen Reinigungs- und Reparaturarbeiten.
Mehr anzeigen
Weiterhin hat der AN bei Auftreten von Störungen, Havarien oder auch Starkniederschlags- bzw. Hochwasserereignissen das gesamte Havarie- bzw. Krisenmanagement zu übernehmen sowie alle erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einzuleiten und zu überwachen. Da die Pumpstation über keinen nennenswerten Stauraum verfügt, muss im Störungs- bzw. Hava-riefall (Ausfall der Pumpen) innerhalb weniger Stunden die Wiederaufnahme des Pumpbetriebes garantiert sein.
Mehr anzeigen
Die Strombeschaffung erfolgt durch den Auftraggeber (AG). Die Kontrolle des Stromverbrauchs erfolgt durch den AN.
Der AN hat alle relevanten Betriebsdaten und Ereignisse digital zu erfassen, zu speichern, auszuwerten und zu übertragen (digitales Datenmanagement). Alle betriebsbezogenen Daten hat der AN aufzubewahren und vorzuhalten. Dies schließt das Entgegennehmen und Weiterleiten von Störungs- bzw. Havariemeldungen ein.
Mehr anzeigen
Den laufenden Betrieb der Anlage hat der AN fortlaufend zu dokumentieren (Führung eines Betriebstagebuches o. ä.). Hierzu gehören desgleichen alle Befahrungen und Kontrollen, alle Reparaturen und Wartungen, alle Störungen und Havarien sowie alle Starkniederschlags- und Hochwasserereignisse. Dem AG hat er hierüber quartalsweise schriftlich zu berichten.
Mehr anzeigen
Spezielle Arbeiten (z. B. das Warten der Pumpen) kann der AN an qualifizierte (zertifizierte) Fachfirmen vergeben und diese nach Abstimmung mit dem AG als Nachauftragnehmer binden. Der AG gestattet dem AN aber nicht, die Leistungen zum Betrieb der Pumpstationen insgesamt oder größtenteils an einen Nachauftragnehmer zu vergeben.
Mehr anzeigen
Leistungszeitraum sind die Kalenderjahre 2019 und 2023 (5 Jahre).
Beschreibung der Verlängerungen: Jährliche Verlängerung bis Ende 2023
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort:
Zwickau-Bockwa
Deutschland

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
— personelle Mindestausstattung Auftragnehmer: Bedienstete im Beschäftigungsumfang von 2,0 Vollbeschäftigteneinheiten,
— nachgewiesener durchschnittlicher jährlicher Mindestumsatz in Höhe des 0,5-fachen des Angebotswertes für die Leistungen (5 Jahre).
Technische und berufliche Fähigkeiten:
— der Auftragnehmer hat eine Referenz zu einem inhaltlich vergleichbaren Projekt zum Betrieb einer Pumpstation nachzuweisen. Das Referenzprojekt soll wenigstens bis in das Jahr 2012 stattgefunden haben. Für das Referenzprojekt mit dem Auftraggeber Sächsisches Oberbergamt ist die Benennung ausreichend, das Referenzprojekt mit einem anderen Auftraggeber ist angemessen zu erläutern,
Mehr anzeigen
— der AN muss für den Störungs- bzw. Havariefall garantieren können, dass innerhalb von 3 h nach Eingang der Störungsmeldung beim AN die Wiederaufnahme des Pumpbetriebes unter Volllast erfolgt. Für den Notbetrieb ist eine Pumpenkapazität von ≥ 570 m
— darüber hinaus fordert der AG vom AN die Gewährleistung eines funktionierenden Bereitschaftsdienstes außerhalb der Regelarbeitszeit. Dazu muss der AN täglich, auch während der Wochenenden und an Feiertagen, erreichbar und handlungsfähig sein,
— eine weitere Mindestanforderungen an den AN betrifft die Sicherstellung der hardware- und softwareseitigen Voraussetzungen zur Datenerfassung und Datenübertragung sowie für das Empfangen und Weiterleiten von Störungsmeldungen.

Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 11:00
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2018-10-16 📅
Datum der Angebotseröffnung: 2018-09-17 📅
Zeitpunkt der Angebotseröffnung: 11:00
Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Konzeption zur Durchführung des Regelbetriebs
Qualitätskriterium (Gewichtung): 20
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Konzeption für Havarie- und Katastrophenmanagement/-plan
Qualitätskriterium (Gewichtung): 40
Preis (Gewichtung): 40

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Internetadresse: www.oba.sachsen.de 🌏
Dokumente URL: https://www.evergabe.de/unterlagen 🌏

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Erste Vergabekammer des Freistaates Sachsen
Postanschrift: Braustraße 2
Postort: Leipzig
Postleitzahl: 04107
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vergabekammer@lds.sachsen.de 📧
Quelle: OJS 2018/S 154-353341 (2018-08-09)