Bildungsstätte Bad Münstereifel, Bergstr. 26, 53902 Bad Münstereifel – Umbau und Erweiterung des Seminartrakts, TGA-Planung, § 55 HOAI, Leistungsphasen 1 bis 9

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BGETEM)

Umbau und Erweiterung des Seminartrakts der Bildungsstätte Bad Münstereifel.
1 Allgemein
Die Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM) beabsichtigt den Schulungstrakt ihrer in Bad Münstereifel ansässigen Bildungsstätte im Zeitraum Mitte 2017 bis Ende 2018 zu sanieren und zu erweitern. Die Bildungsstätte bildet Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, technische Experten, Betriebsräte, Sicherheitsbeauftragte und Auszubildende auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes aus.
Insgesamt machen sechs unterschiedliche Bauteile die Bildungsstätte Bad Münstereifel aus. Die Ausschreibung bezieht sich auf Bauteil I, den Seminartrakt, ein dreigeschossiger Baukörper, der eingebettet am Hang zwischen Hotel und Restaurant liegt und 1972 erbaut wurde. Das Objekt befindet sich in einem altersbedingt sanierungswürdigen Zustand. Dazu kommt eine bauzeitbedingte Schadstoffproblematik, die einen erhöhten technischen Aufwand erwarten lässt. Die Sanierung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Schadstoffgutachter.
Hier ist eine Neuorganisation des bestehenden Bauteils durch Sanierung und Erweiterung geplant.
2 Aufgabenbeschreibung
Beauftragt werden soll die TGA-Planung gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure in der neuesten Fassung, §§ 53 ff, Leistungsbild „Technische Ausrüstung“, Leistungsphasen 1 – 9.
Im zu erbringenden Leistungsumfang sollen alle erforderlichen Planungs- und Nebenleistungen, die zur sachgerechten und vollständigen Ausführung der Planung gehören, enthalten sein. Schwerpunkte werden im Folgenden aufgeführt.
Die BG ETEM beabsichtigt, die Leistungen stufenweise zu beauftragen. Beauftragt werden zunächst nur die Leistungsphasen 1-4. Der Auftraggeber beabsichtigt bei Fortsetzung des Objekts den Arbeitnehmer mit den weiteren Leistungsphasen – einzeln oder im Ganzen – zu beauftragen.
Im Falle einer Beauftragung bildet der den Vergabeunterlagen beiliegende Architektenvertrag die Vertragsgrundlage.
Die baulich strukturelle und räumliche Ist-Situation wurde 2015 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie analysiert und bewertet. Es wurden zusätzlich Vorschläge von möglichen gestalterischen technischen und betrieblichen Änderungen / Modifizierungen erarbeitet. Im Vorfeld wurden Gutachten, wie z.B. Raumbedarf und Qualität, Flächenberechnung, Brandschutzkonzept, Schadstoffgutachten usw. bereits durchgeführt. Mit der wirtschaftlichen Voruntersuchung wurde bereits eine Kostenschätzung nach DIN 276 erstellt. Die geschätzten Kosten für das gesamte Bauvorhaben belaufen sich auf ca. 3 489 050 EUR Netto (für die Kostengruppen 300-400).
Auf Basis dieser Machbarkeitsstudie hat die BG ETEM die Sanierung und Erweiterung beschlossen. Im Zusammenhang mit dem neuen Schulungskonzept der BG ETEM soll eine raumklimatische, energetische, brandschutz- und medientechnische Optimierung erfolgen. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen soll der Seminartrakt hinsichtlich Qualität und Erscheinung, sowie Funktion den zeitgemäßen Anforderungen entsprechen.
Hierbei sollen alle drei Etagen erweitert und umgebaut werden. Die derzeit fünf Seminarräume, einer davon zurzeit Kinoraum, und die übrigen Räume unterschiedlicher Nutzung sollen gemäß aktuellen Richtlinien, z.B. der Arbeitsstättenverordnung, dem neuen Schulungskonzept, Empfehlungen zur Beurteilung von Lernräumen und Umgebungen (DGUV) usw., angepasst werden. Eine Neuordnung der Räume soll kurze Wege innerhalb des Seminartrakts schaffen. Im Fokus steht vor allem auch die behindertengerechte Anbindung für alle Räume, die zurzeit nicht vorhanden ist.
Das vorläufige Raumprogramm umfasst grundsätzlich folgende Inhalte:
5 Seminarräume, 7 Gruppenräume, Foyer, Teeküche, Lounge Bereiche, Lernfelder, Ausstellung Exponate, Stuhllager, WC-Anlagen, Lehrmittel Vorbereitung, Lagerräume, Druckerei und Verkehrsflächen.
Es ist zu beachten, dass im Rahmen der Machbarkeitsstudie bereits teilweise Entwurfs- und Planungsleistungen erbracht wurden. Diese werden den erfolgreichen Bietern im Rahmen der Angebotsphase zur Verfügung gestellt. Die bereits erbrachten Leistungen bilden die Grundlage für aufbauende Planungen.
Die vorhandenen Unterlagen der Machbarkeitsstudie inkl. der Unterlagen der Schadstoffuntersuchung werden den erfolgreichen Bietern im Rahmen der Angebotsphase (mit der Einladung zur Verhandlungsrunde) zur Verfügung gestellt.
3 Leistungsumfang
Im zu erbringenden Leistungsumfang sollen alle erforderlichen Planungs- und Nebenleistungen, die zur sachgerechten und vollständigen Ausführung der Planung gehören, enthalten sein. Schwerpunkte werden im Folgenden aufgeführt.
Die geforderten Planungsleistungen orientieren sich an den Leistungsbildern der HOAI 2013 § 55, Leistungsphasen 1-9.
Die Beauftragung der Leistungen erfolgt stufenweise entsprechend dem Fortschritt im öffentlich-rechtlichen Genehmigungsverfahren sowie entsprechend der Bereitstellung von Haushaltsmitteln. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 1-9 zu vergeben.
Die Planung ist sofort zu beginnen und nachfolgend zügig abzuarbeiten. Der Bauherr setzt umfassende Erfahrungen in der Planung, Umsetzung und Bauleitung von Schul- und Seminargebäuden sowie Umbau- und Sanierungsarbeiten voraus. Die Kompetenzen und Erfahrungswerte sollen mittels Referenzen in der Bewerbungs- und insbesondere in der Verhandlungsrunde dargestellt werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2018-02-19. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2018-01-18.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2018-01-18 Auftragsbekanntmachung
2018-01-22 Ergänzende Angaben