Beschreibung der Beschaffung
Die Residenz befindet sich zusammen mit dem Kanzleigebäude auf einem Compound im Zentrum von Madrid. Die in den Jahren 1966/67 errichteten Gebäude sowie die Außenanlagen stehen unter Denkmalschutz.
Das rd. 1 400 m große, voll unterkellerte Gebäude, mit einem nahezu quadratischen Grundkörper und zentralem Patio, beherbergt im Erdgeschoß den amtlichen Teil (AT) und im Obergeschoss den privaten Teil (PT). Im Kellergeschoß, das an die Tiefgarage angebunden ist, befinden sich Lager- und Haustechnikräume sowie eine Werkstatt.
Seit der Errichtung des Gebäudes wurden lediglich Maßnahmen zum Bauunterhalt ausgeführt.
Nach fast 50jähriger Nutzungsdauer weist das Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf hinsichtlich der haustechnischen Anlagen und der Gebäudehülle – Fenster, Dach – auf.
Es sind energetische Maßnahmen u. a. Austausch der kompletten Fensteranlagen, Maßnahmen zur materiellen Sicherheit und zum Schallschutz durchzuführen. Die Maßnahmen aus dem vorliegenden Brandschutzgutachten/-konzept und dem Schadstoffgutachten sind umzusetzen.
Die gesamte Technische Ausrüstung der Residenz wird generalsaniert. Für die Versorgung mit Elektroenergie sowie Heizung, Kälte und Wasser wurden Anschlüsse aus dem Kanzleigebäude vorgesehen. Die GA soll autark in der Residenz installiert werden. Lediglich wichtige Betriebs- und Störmeldungen werden auf die GLT der Kanzlei aufgeschaltet.
Zur barrierefreien Erschließung soll ein Aufzug neu errichtet werden. Des Weiteren ist ein Hebelift geplant, der die unterschiedlichen Ebenen im EG miteinander verbindet. Der vorhandene Kleinlastenaufzug ist zu erneuern.
Der ebenfalls auf dem Grundstück befindliche Pavillon ist allseitig umschlossen und verfügt über einen kleinen Gewölbekeller. Den darüber liegenden Aufenthaltsbereich erreicht man – von außen - über eine gespiegelte halbrunde Treppenanlage. Derzeit wird der Pavillon nicht genutzt. Das Gebäude ist hinsichtlich Feuchtigkeitsschäden (Mauerwerksdurchfeuchtung) und energetisch zu sanieren.
Es ist beabsichtigt, die Bauleistungen örtl. auszuschreiben, hiervon ausgenommen sind die Maßnahmen zur materiellen Sicherheit.
Für die Zeit der Sanierung wird für den Botschafter eine Zwischenunterbringung angemietet.
Die Bauunterlage ist aufgestellt und die Planungsleistungen wurden bis zur Genehmigungsplanung erstellt. Die Nutzereinverständniserklärung und Mittelbereitstellung stehen noch aus.
Projektdauer: ca. 19 Monate
Projektkosten (netto) für KG 200-600 gem. DIN 276: 4,7 Mio. EUR
Im eigenen Büro, mit Partnern in Bietergemeinschaft oder mit Nachunternehmern sind Generalplanungsleistungen für folgende Objekt-und Fachplanungen zu erbringen:
Objektplanung Gebäude gem. HOAI §33, Lph 5-9
Fachplanung Technische Ausrüstung gem. HOAI §53, Lph 5-9, Anlagegruppen 1-8
Fachplanung Tragwerksplanung gem. HOAI §49, Lph 5-6
Die Einbindung eines örtlichen Kontaktarchitekten durch den Generalplaner wird erwartet.
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht.