Beschreibung der Beschaffung
Die zu vergebenden Planungsleistungen betreffen im Einzelnen:
(1) Abrissplanung/-statik;
(2) Neubau bzw. Umbau einer 2-geschossigen Halle (teilweise Unterkellerung) als Haupterschließung sowie eines 3-geschossigen Querriegels (ohne Unterkellerung) mit Mensabereich im Erdgeschoss und Klassenräumen in den Obergeschossen und Anbindung der Neubauten an den angrenzenden 3- bis 4-geschossigen Bestand;
(3) Sanierung und Erweiterung der Bestandsgebäude. Bei den Gebäuden handelt es sich um 30-40 Jahre alte 3- bis 4-geschossige Stahlbetonbauten, die in Massivbauweise (Stahlbeton/Mauerwerk) errichtet wurden. Über die Jahre entstandene Baumängel an den Gebäudetrakten machen eine umfassende bauliche Sanierung erforderlich. Zugleich ist eine energetische Optimierung, eine Erneuerung der haustechnischen Anlagen und ein barrierefreier Ausbau (Einbau Aufzug) geplant. Zudem soll der Gebäudebestand durch Umbau- sowie Erweiterungsmaßnahmen neu strukturiert werden.
(4) Umbau (Raumänderungen);
(5) Verbesserung Raumakustik ausgewählter Bereiche;
(6) Brandschutzertüchtigung;
(7) Schadstoffsanierung;
(8) Intermimplanung.
Die Baumaßnahmen sollen abschnittsweise und bei laufendem Betrieb realisiert werden. Während aller Projektphasen soll eine weitgehend uneingeschränkte Betriebsfähigkeit gewährleistet sein.
Im Ergebnis sollen architektonisch ansprechende Gebäude sowie technisch optimale Anlagen zur Verfügung stehen, welche über lange Jahre einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen. Die Planungen und energetischen Nachweise sollen nach gültiger EnEV und dem EEWärmeG erfolgen.
Die beabsichtigten Maßnahmen zeichnen sich zusammenfassend wie folgt aus:
1) Art der Baumaßnahme: Bauen im Bestand (Sanierung / partieller Umbau) sowie Neubau/Erweiterungsbau;
2) Größenordnungen (BGF): Bestandsgebäude: rd. 17 000 qm / Neubau: rd. 4 200 qm;
3) geschätzte Bauwerkskosten netto (Summe KG 300- 400 nach DIN 276): rd. 13,5 Mio. EUR netto. Die geschätzten Kosten der Kostengruppe 400 betragen davon rd. 4,0 Mio. EUR netto.
Ausgeschrieben sind Leistungen der Tragwerksplanung nach §51 HOAI in Verbindung mit Anlage 14, Grundleistungen der Leistungsphasen 1-6 sowie optional ausgewählte Besondere Leistungen (siehe auch Ziffer II.2.11. „Optionen“).
Eine losweise Vergabe ist nicht beabsichtigt. Die Vergabe erfolgt stufenweise (siehe Ziffer II.2.11) ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen.
Folgende Unterlagen/Ausarbeitungen liegen vor und sind Bestandteil der Vergabeunterlagen, die im Internet abgerufen werden können (siehe Ziffer I.3): Wettbewerbsauslobung „Entwicklung und Sanierung des Schulzentrums Erftstadt-Lechenich“, Ergebnisprotokoll und Präsentationspläne des 1. Preisträgers, Vertragsentwurf sowie (erst im Falle der Einladung zur Verhandlung/Angebotsaufforderung von allen Beteiligten vorzulegen) Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentlohnung für Dienst- und Bauleistungen unter Berücksichtigung der Vorgaben des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen - NRW) / Verpflichtungserklärung nach § 8 TVgG – NRW zur Frauenförderung und Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Voraussichtlicher Zeitrahmen:
1) Beauftragung: 05/2018;
2) Beendigung LP 6: 01/2021;
3) Projektabschluss: im Nachgang.