Beschreibung der Beschaffung
Die Gemeinde Taufkirchen strebt mit dem aktuellen Verfahren die Vergabe der Projektsteuerungsleistungen für den Ersatzneubau der Mittelschule mit Mehrzweckhalle in Taufkirchen an. Die Leistungsphasen 1-3 der Objektplanung des Architekten wurden bereits abgeschlossen. Vergeben werden daher die Projektsteuerungsleistungen der Leistungsstufen 3-5 gemäß den Ziffern 3.– 5. der ZVB-PS. Aus den vorangegangenen Stufen werden Leistungen insoweit beauftragt, als diese notwendig sind, damit der Projektsteuerer in das Projekt einsteigen kann. Der Projektsteuerer soll in Stufe 2 des Vergabeverfahrens beurteilen, welche Leistungen er in diesem Zusammenhang zu erbringen hat und welches Honorar dafür anfällt.
Der Zuschussantrag ist ebenfalls noch vom Projektsteuerer zu erstellen und einzureichen. Der Termin für die Einreichung ist der 31.12.2018.
Die Genehmigungsplanung wird Ende Mai 2018 eingereicht. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird Mitte November 2018 gerechnet.
Mit der Ausführungsplanung wird bereits ab Juni 2018 begonnen, sie soll bis Anfang Februar 2019 erstellt werden.
Die Mittelschule wird durchschnittlich von ca. 350 Schülern besucht. Allerdings ist aufgrund neu zu erschließender Wohnbaugebiete im Gemeindegebiet mit einem mittelfristigen Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen.
Der Schulkomplex befindet sich westlich der Verbindungsstraße von B 15 und B388 relativ zentral im Gemeindezentrum. Zwischen Schule und Landshuter Straße befinden sich Gewerbe- und Wohngebäude, die durch einen kleineren Parkplatz auf Abstand gehalten werden.
Mit dem nördlich gelegenen Mehrgenerationenhaus verbindet die Schule ein eingeschossiger Verbindungsbau auf Höhe des ersten Obergeschosses.
Des Weiteren wird die Fläche des Schulkomplexes im Norden durch Wohngebäude und im Westen durch öffentlich zugängliche Grünflächen begrenzt.
Der Vorentwurf sieht ein lineares, 3-geschossiges Schulgebäude mit einer niedrigeren, südlich angeschlossener Sport- und Veranstaltungshalle vor. Das Raumprogramm für die Nutzfläche nach DIN 277 sieht für die Schule 3 903 m, für die Grundschule 417 m und für die Sport- und Veranstaltungshalle 2 417 m vor.
Die Veranstaltungshalle steht sowohl tagsüber für den Sportunterricht der Grund- und Mittelschule zu Verfügung, als auch in den Abendstunden den örtlich ansässigen Vereinen für Sport und anderweitige Veranstaltungen. Eine Anbindung an die Grundschule erfolgt mittels Brückengebäude.
Durch dem Ost-West Ausrichtung des geplanten Schulgebäudes und der untergeordneten Platzierung der Turn- und Veranstaltungshalle soll ein großzügiger, erhöht liegender zentraler Zugangshof für Grund- und Mittelschule entstehen.
Starke Niveauunterschiede prägen das Bild des Schulgeländes. Der Haupteingang in die Aula im Norden liegt ca. 6,5 m über dem Gelände südlich der Turnhalle. Die Haupterschließung erfolgt – aufgrund der starken Hanglage des Grundstücks – auf 3 Ebenen, die innerhalb der Gebäude mittels Treppen und Aufzügen barrierefrei zusammengeführt werden.
Das zentral gelegene Treppenhaus sichert den ersten Rettungsweg, der zweite Rettungsweg erfolgt über das Bestandstreppenhaus, bzw. direkt aus den Clusterbereichen über die einläufige Außentreppe. Zur Gewährleistung der Sicherheit sollen alle zum Cluster gehörigen Klassenräume mittels Bypass-Türen verbunden werden.
Aufgrund mangelnder Parkmöglichkeiten erfolgt die Erschließung hauptsächlich zu Fuß. Die Mehrzahl der Schüler erreicht die Schule vom südlich gelegenen Busparkplatz. Weitere Zugänge zum Schulgrund befinden sich im Norden und Westen.
Das Schulgebäude ist teilweise durch Hochwasser bedroht. Insoweit werden bei der Planung und Durchführung des Projekts Hochwasserschutzmaßnahmen berücksichtigt.
Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich nach der Kostenschätzung vom 5.12.2017 für die Kostengruppen 200-700 auf ca. 31 Millionen EUR.