Beschreibung der Beschaffung
An der Brüder-Grimm-Grundschule in Dortmund-Hombruch besteht aufgrund wachsender Schülerzahlen zusätzlicher Raumbedarf für die momentan zu klein geratenen Nebenraumbereiche.
Das bestehende 3-geschossige und unterkellerte Schulgebäude stammt aus dem Jahre 1905 und ist zurzeit als 2-zügige Grundschule mit 8 Regelklassen bzw. 240 Schülern in Nutzung.
Die 2-Zügigkeit soll mittelfristig erhalten bleiben, allerdings bieten die Nebenräume aktuell zu wenig Fläche, weswegen eine Erweiterung angedacht ist.
Auf Basis einer bestehenden Machbarkeitsstudie soll der zusätzliche Raumbedarf in Form eines angekoppelten, 3-geschossigen Erweiterungsbaus geschaffen werden.
Die durch die Erweiterung zu schaffenden Flächen von insgesamt etwa 1.760 m BGF setzen sich einschl. der Nebenräume und Verkehrsflächen wie folgt zusammen:
— 2 Klassenräume (Ersatz für entfallene Räume im Bestand) á 72,5 m,
— 2 Mehrzweckräume (MzR) á 67,5 m,
— 4 Gruppenräume á 54 m,
— 1 Lehrmittelraum á 35 m,
— Aufenthalts-, Lager-, Sanitär-, Testraum insg. 65 m,
— Ganztagsflächen 224 m inklusive Küchenbereich,
— Bewegungsraum, ca. 90 m,
— Pausenhalle/überdachte Schulhoffläche.
Der neu zu schaffende Baukörper soll an die Südfassade des Bestandsgebäudes über ein Treppenhaus mit Aufzugsanlage angebunden werden und erschließt damit sowohl die neuen Flächen, als auch den Bestand barrierefrei.
Die Medienversorgung des Anbaus soll aus der Erweiterung der bestehenden technischen Anlagen im Hauptgebäude verwirklicht werden.
Durch den Neubau am Standort der jetzigen Stahl-Fluchttreppe muss eine temporäre Entfluchtungsmöglichkeit des Bestandsgebäudes (2. Rettungsweg) hergestellt werden, da das Hauptgebäude während der Bauzeit weiter genutzt wird. Die Umbaumaßnahmen werden im laufenden Schulbetrieb bzw. in den Ferienzeiten ausgeführt.
Leistungen Generalplaner:
a) Erfassen und Untersuchung des Bestandsgebäudes hinsichtlich Raumprogramm, Gebäudesubstanz und technischer Ausstattung (Planunterlagen sind teilweise vorhanden);
b) Objektplanung des Anbaus inkl. Anbindung an den Bestand (Leistungsbild Gebäude, LP 1-8);
c) Fachplanung der Technischen Ausrüstung, Anlagengruppen 1 bis 8 (Leistungsbild Technische Ausrüstung, LPH 1-8), Anbindung aus dem Bestand;
d) Planung der Innenausstattung/Möblierung;
e) Planung der Außenanlagen (neues Zugangskonzept und geänderte Schulhofnutzung);
Die brandschutztechnische Planung und Beratung wird seitens des Auftraggebers (AG) direkt beauftragt, da ein bestehendes Brandschutzkonzept der Schule erweitert werden soll.
Da bereits ein Bodengutachten vorliegt, werden eventuell noch erforderliche Leistungen ebenfalls durch den Auftraggeber erbracht.
Mit Abschluss der LPH 2 (HOAI) soll eine vergleichende Lebenszykluskostenberechnung durchgeführt werden. Der Variantenvergleich soll den energetischen Mindeststandard nach Energieeinsparverordnung (EnEV), einen verbesserten Standard (EnEV-45 %) sowie den Passivhausstandard berücksichtigen. Für diese drei energetischen Varianten sind separate Kostenschätzungen im Rahmen der Vorplanung (LPH 2) anzufertigen.
Das Projektbudget über die Kostengruppen 200-700 wurde in Summe mit 6 204 000 EUR brutto ermittelt.
Der Rahmenterminplan enthält die vorläufigen Zeitansätze wie folgt:
Planung (LPH 1-6): 03/2019-08/2020
Bauausführung (LPH 8): 07/2020-12/2021
Die Leistungen werden stufenweise beauftragt. Die Stadt Dortmund behält sich vor, nach Bedarf und nach Projektverlauf weitere Leistungen zu beauftragen. Nähere Angaben zum Leistungsumfang und der vertraglichen Ausgestaltung erfolgen in den Vergabeunterlagen.