Beschreibung der Beschaffung
Der Standort soll für Wohnungsbau mit gestaffelter Mehrgeschossigkeit unter Einbeziehung eines städtebaulichen „Hochpunkts“ entwickelt werden. Grundlage und Orientierung bilden die durch die WIRO im Vorwege ausgeschriebenen Untersuchungsleistungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie der Bürogemeinschaft Freier Architekten Hass + Briese aus Rostock. Diese städtebauliche Idee wurde bereits durch die Fachämter der Hansestadt Rostock geprüft und deren planungsrechtliche Zulässigkeit bestätigt. Weitere an der Machbarkeitsstudie Beteiligte waren das Architekturbüro Tilo Ries und Bastmann + Zavracky BDA Architekten GmbH. Die 3 vorgenannten Büros sind nicht von der Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen.
Neue zukünftige Wohnformen sollen dem Standort eine städtebauliche Qualität geben. Der Planungsbereich ist maßgeblich durch die angrenzende Bebauung von Geschosswohnungsbau geprägt. Ziel der WIRO ist, an diesem Standort zukunftsorientierte Wohnformen als „Auffrischung“ und Durchmischung der vorhandenen Wohnbestände zu entwickeln und die Grundlage für ein durchmischtes, bezahlbares, lebendiges Wohnquartier zu schaffen. Insgesamt umfasst das neue Quartier voraussichtlich ca. 260 Wohneinheiten, wovon 20-30 Wohneinheiten als Sozialwohnungen realisiert werden sollen.
Die Kosten für die KG 200 – 700 wurden auf 50 000 000 EUR (netto) geschätzt. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für 2021 geplant.
Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens sollen die ausgewählten Bieter gem. § 76 (2) VgV eine Lösungsskizze erstellen. Die geforderten Leistungen im Verfahren bestehen aus einer Lösungsskizze in Form einer kritischen Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen Entwurf (Ausarbeitung von Vor- und Nachteilen sowie Besonderheiten). Darüber hinaus sind Ideen zur Durchwegung des Quartiers sowie die Erstellung eines Regelgrundrisses und Regelschnittes für einen vorgegebenen Wohnblock zu erarbeiten. Die gestalterische Qualität ist durch 2 perspektivische Darstellungen zu verdeutlichen. Zusätzlich ist die Einschätzung des vorgegebenen Kostenrahmens anhand eigener Kostenkennwerte Bestandteil der Lösungsskizze.
Das zu vergebende Leistungsbild besteht aus:
— Leistungsphase 1-4 Objektplanung gem. § 34 HOAI,
— Leistungsphase 1-4 Freianlagen gem. § 39 HOAI,
— Leistungsphase 1-4 Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI,
— Leistungsphase 1-4 Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI,
— Leistungsphase 1-4 Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI,
— Leistungsphase 1-4 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 1-8,
— Wärmeschutz 1. Stufe gem. Vertragsmuster
— Schallschutz 1. Stufe gem. Vertragsmuster
— Brandschutz 1. Stufe gem. Vertragsmuster.
Optionale Leistungen:
— Leistungsphasen 5-9 Objektplanung gem. § 34 HOAI (ggf. in noch von dem Augtraggeber festzulegenden Stufen),
— Leistungsphasen 5-9 Freianlagen gem. § 39 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
— Leistungsphasen 5-9 Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
— Leistungsphasen 5-9 Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
— Leistungsphasen 5-6 Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
— Leistungsphasen 5-9 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 1-8 (ggf. in noch von dem Auftraggber festzulegenden Stufen),
— Wärmeschutz, Schallschutz und Brandschutz 2. und 3. Stufe gem. Vertragsmuster,
— Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der oben genannten Gewerke (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen).
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.