Beschreibung der Beschaffung
Die Große Kreisstadt Plauen plant die Generalsanierung der Grundschule „Am Wartberg“ an der Anton-Kraus-Str. 14.
Das Schulgebäude wurde 1980 als Typenschule „Karl-Marx-Stadt“ erbaut und wird heute als zweizügige Grundschule mit Ganztagsangebot sowie als Hort genutzt.
Es befindet sich inmitten des Stadtteils Chrieschwitz und in direkter Nachbarschaft zu den baugleichen Oberschulen „Dr.-Chr.-Hufeland“ sowie der evangelischen Oberschule „Montessori“ mit ihren jeweiligen Turnhallen, auf dem Flurstück – Nr. 1155/2, Gemarkung Chrieschwitz.
Der Stadtteil ist geprägt von einer Wohnbebauung in Plattenbauweise und verkehrsgünstig durch naheliegende Straßenbahnhaltestellen zu erreichen.
Die Zufahrt zum gesamten Schulkomplex erfolgt über die Anton-Kraus-Straße.
Am Gebäude der Grundschule „Am Wartberg“ erfolgten in den vergangenen Jahren keine größeren baulichen Investitionen, sodass sich das Gebäude in einem veralteten Zustand präsentiert. Aus diesen Gründen wird eine Generalsanierung geplant.
Die Generalsanierung umfasst die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie die innere Sanierung. Während der gesamten Bauzeit ist eine Auslagerung der Schule angedacht. Die zugehörige Turnhalle wurde bereits saniert.
Die energetische Sanierung der Gebäudehülle beinhaltet eine Erneuerung der Fenster und Außentüren sowie der Dachdämmung und Dachabdichtung. Die Fassade, bestehend aus Porenbeton- Wandbauplatten, soll im Erdreich neu abgedichtet und durch ein Wärmedämmverbundsystem energetisch ertüchtigt werden. Für den sommerlichen Wärmeschutz ist eine Sonnenschutzanlage zu planen.
Die innere Sanierung umfasst den gesamten Innenausbau des Schulgebäudes gemäß dem aktuellen Stand der Technik und den gültigen Regeln der Sächsischen Schulbaurichtlinie.
Das Raum- und Funktionsprogramm für eine zweizügige Grundschule ist unter der Berücksichtigung des Bildungsangebotes der Grundschule und unter Einbeziehung funktioneller Aspekte der Bereiche „Hort“ und „Grundschule“ umzusetzen.
Die Belange des Brandschutzes, der Barrierefreiheit sowie der Raumakustik sind besonders zu beachten.
Die Leistungen der Tragwerksplanung für die Sanierung des Schulgebäudes umfassen einzelne abgestimmte statische Untersuchungen. Vom AG ist daher nicht beabsichtigt eine vollumfängliche Beauftragung nach HOAI vorzunehmen. Einzelne Bauteile sowie geplante Umbaumaßnahmen sind statisch nachzurechnen oder mittels Lastvergleich statisch zu überprüfen.
Dies betrifft beispielsweise die statische Untersuchung der neuen Dacheindeckung im Lastvergleich mit der vorhandenen Dacheindeckung, unter Berücksichtigung der Photovoltaik-Anlage, oder die Veränderungen der Raumzuschnitte und der damit verbundenen Wandöffnungen unter Berücksichtigung der Montagebauweise des Schultyps.
Des Weiteren ist geplant an das Schulgebäude einen Personenaufzug anzubauen. Hierfür ist eine statische Berechnung erforderlich, welche alle Nachweise für den Anbau des Aufzugsschachtes enthält.
Unterlagenrecherche, Abstimmungen mit dem Architekturbüro sowie die Teilnahme an Planungsbesprechungen werden vorausgesetzt.
Der Auftraggeber legt auf eine wirtschaftliche Planung großen Wert. Sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten sollten möglichst gering gehalten werden.
Für die Umsetzung sind derzeit einschließlich der Planungskosten ca. 3,8 Mio. € / brutto veranschlagt.
Es ist beabsichtigt, die Sanierung mit Schulbau- und EFRE-Fördermitteln umzusetzen.
In Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln soll in 2019 die Planung für den Generalsanierung erfolgen, sodass die Realisierung in 2020 – 2021 erfolgen kann.
Änderungen dieses zeitlichen Ablaufes sind jedoch noch möglich.