Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Planung ist die Generalsanierung des von Architekt Martin Elsässer 1914 im Jugendstil gestalteten Wagenburg-Gymnasiums. Ausgenommen hiervon sind die neue Turnhalle und die Räume der Hausmeisterwohnung.
Das historische viergeschossige Schulgebäude ist in die Liste der Kulturdenkmale eingetragen. Alle Maßnahmen sind mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen.
Die Gesamtkosten betragen laut Baubeschluss voraussichtlich 19,49 Mio. EUR brutto.
Die Brutto-Grundfläche BGF für den zu sanierenden Bereich (ohne Turnhalle) beträgt ca. 8 350 m, die Netto-Grundfläche NGF beträgt ca. 7 400 m, der Brutto-Rauminhalt ca. 40 600 m.
Die Sanierungsmaßnahmen sind bei laufendem Schulbetrieb und beengten Baustellenverhältnissen durchzuführen.
Zur bauabschnittsweisen Generalsanierung ist die Auslagerung von Klassen in ein Provisorium vorgesehen.
Zur Generalsanierung gehört die statische und brandschutztechnische Ertüchtigung der Decken inklusive aller dadurch anfallenden Folgemaßnahmen. Die Generalsanierung beinhaltet weiter die Umsetzung von Maßnahmen aus einer Brandverhütungsschau. Im Wesentlichen muss die Fluchtwegsituation im Gebäude verbessert werden.
Weitere Maßnahmen sind u.a. die Ertüchtigung von Dacheindeckung mit Anschlüssen, Sanierung der Außenmauern, Renovierungsanstrich Fassade, denkmalschutzgerechte Erneuerung der Fenster, äußerer Sonnenschutz, innerer Blendschutz bzw. teilweise Totalverdunklung, brandschutz- bzw. schallschutztechnische Erneuerung oder Überarbeitung von Innentüren.
Das Gebäude ist aktuell nicht barrierefrei erschlossen, die Planungsaufgabe beinhaltet Maßnahmen zur Verbesserung dieses Umstandes.
Im Zuge der Generalsanierung ist eine Sanierung der haustechnischen Anlagen HLS + E erforderlich.
Eine umfassende Elektrosanierung in allen Räumen und Klassenzimmern ist vorgesehen (Erneuerung der Starkstromanlagen, EDV, SAA, BMA und Telekommunikation inkl. aller Verteilungsnetze). Für die Aufnahme der zusätzlichen technischen Anlagen müssen entsprechende Technikräume berücksichtigt werden.
Im Bereich HLS stehen Maßnahmen bezüglich der Wärme-, Kälte- und sanitären Anlagen an. Die Raumluftqualität in den Klassen muss sichergestellt werden.
Im Zuge der Sanierung sollen die Naturwissenschaftlichen Fachbereiche (NWT) komplett neugestaltet werden. Dies beinhaltet die komplette Neuordnung der Fachbereiche in ihrer räumlichen Organisation, Ausstattung und Technik.
Weiter ist eine Erweiterung der Verteilerküche im Hinblick auf einen zunehmenden Ganztagesbetrieb vorgesehen. Diese umfasst die Neuordnung des Speisebereiches und der bestehenden Verteilerküche mit Personalräumen im Erdgeschoss inkl. Umkleide und WC.
Aufgrund des Baujahres können über den bisher bekannten Bedarf zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden. Die vorgenannten Maßnahmen spiegeln einen Ausschnitt der derzeitigen Kenntnis wieder. Sie haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Zuge der Vorplanung müssen die notwendigen Maßnahmen überprüft festgestellt werden.
Der tatsächliche Umfang der Baumaßnahmen wird nach der Leistungsphase 2 durch den Bauherrn festgelegt.
Das Architekturbüro dollmann + partner, freie architekten bda, Stuttgart hat für das Bauvorhaben bereits die Leistungsphase 2 und Teilleistungen der Leistungsphase 3 HOAI erbracht.
Gegenüber dem ursprünglich für notwendig erachteten Sanierungsumfang erbrachten diese Planungsphasen, dass sehr viel weitreichendere und andersartige Sanierungen erforderlich sind.
Aus diesem Grund muss die Planungsleistung mit diesem Vergabeverfahren ausgeschrieben werden. Das Büro dollmann + partner kann am Vergabeverfahren teilnehmen.
Den Bietern der 2. Stufe werden die maßgeblichen Ausarbeitungen der bereits erbrachten Leistungen mit dem Einladungsschreiben zum Bietergespräch zugesandt.