Beschreibung der Beschaffung
Allgemeines:
Aktuelle Versorgung
Konzeptionell ist beabsichtigt den zentralen Wasserbehälter, den HB 3000, der Trinkwasserversorgung der Stadt Rheinfelden (Baden), neu errichten zu lassen. Der HB 3000 wurde im Jahr 1968 gebaut und liegt in der Grüttgasse, oberhalb der Grüttgasse 6 in Nollingen.
Der Behälter wird durch 3 Tiefbrunnen der Stadt (TB 4 Herten, TB 1 Rheinfelden & TB 3 Rheinfelden) gespeist und dient als Hauptversorgungsbehälter der Stadt. Im HB 3000 befindet sich eine Druckerhöhungsanlage, die einen Teil des Trinkwassers in den nächst höhergelegenen HB 300, der für die Versorgung des Krankenhauses und eines Stadtteils zuständig ist, fördert.
Zukünftige Versorgung
Der zu planende HB Vogelsang wird den HB 3000 ersetzen. Er soll am selben Standort errichtet werden und ein Fassungsvermögen von 4 500 m aufweisen. Eine Voruntersuchung ergab, dass eine Sanierung oder ein Umbau des bestehenden HB 3000, aufgrund seiner sehr besonderen Statik, nicht in Frage kommt. Die Druckerhöhungsanlage, die die Notversorgung des HB 300 Nollingen darstellt, soll ebenfalls im neuen Behälter berücksichtigt werden. Während der Bauzeit wird die Wasserversorgung durch einen Druckhaltebetrieb von den 3 genannten städtischen Brunnen erfolgen.
Im Fall einer größeren Anlagenstörung oder eines Stromausfalls, während der Baumaßnahmen, kann eine Wassereinspeisung aus Rheinfelden Schweiz erfolgen. Diese Einspeisung wird im Jahr 2019 fertiggestellt.
Bauwerk HB Vogelsang
Ingenieurbauwerk Behälter
Der bestehende HB 3000, mit einem Fassungsvermögen von 3 000 m, wird abgerissen. Der neue HB Vogelsang, mit einem Fassungsvermögen von 2 x 2 250 m, soll am gleichen Standort errichtet werden. Der HB Vogelsang wird vorzugsweise als Rechteckbauwerk mit zementöser Innenbeschichtung errichtet. Um zusätzliche Aushubmaßnahmen zu minimieren, soll die Grundfläche des neuen Hochbehälters weitestgehend deckungsgleich mit der des Bestandsbehälters sein. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten (Hanglange, angrenzende Wohnbebauung, etc.), soll sich die Bauhöhe des neuen Behälters an der bestehenden Geländehöhe orientieren. Die bisherige Druckerhöhungsanlage zum HB 300 muss in neu geplanten Bauwerk untergebracht werden.
Zugang und Stellplatz sollen sich in der Grüttgasse befinden, um eine problemlose Unterhaltung des Behälters zu gewährleisten.
Besonderheiten beim Bau
Bauzeitliche Einspeisung in HB 300
Im HB 3000 ist eine Druckerhöhungsanlage installiert, welche als zweite Einspeisung des HB 300 (im Notversorgungsfall) dient. Diese Versorgungsmöglichkeit muss bauzeitlich aufrecht erhalten bleiben, besonders weil der HB 300 ein Krankenhaus versorgt.
Hierfür kommt eine temporäre, externe Containerlösung mit entsprechender Förderstufe (Pumpendaten: Q= 45 m/h; Förderhöhe ca. H= 70 m) in Frage. Die bestehende Fernwerkstation und die Schaltschränke können zumindest teilweise in das Provisorium eingebaut werden.
Lage und Anfahrt
Der Hochbehälter liegt auf einem Bergrücken, der in 3 Richtungen steil abfällt. Die Platzverhältnisse auf dem Grundstück sind für den bestehenden und den zukünftigen Behälter ausreichend, wahrscheinlich jedoch nicht für die Baumaßnahme. Zwischen der gegenüberliegenden Grenze der Grüttgasse und dem HB 3000 stehen ca. 10 m und zum südlich gelegenen Kindergarten stehen ca. 15 m zur Verfügung. Der Standort grenzt an ein hochwertiges Bebauungsgebiet an und die verkehrstechnische Andienung ist schwierig. Die Grüttgasse ist teils nur ca. 2,5 m breit und in Teilen steil.
Die EMSR Ausrüstung im HB Vogelsang und in der bauzeitliche ausgelagerten Notversorgung des HB 300 wird vom AN geplant.
Dies muss in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der EMSR Abteilung der bnNETZE, erfolgen.
Die Tragwerksplanung des HB Vogelsang muss durch den AN erfolgen.Der Abriss des bestehenden HB 3000 ist zu berücksichtigen.
Sonstige Aufgaben AN
Örtliche BÜ/Hydraulik (ALG7)/Stromanschlüsse (ALG4)