Beschreibung der Beschaffung
Die Leistungen des Projektsteuerers sind in Stabsfunktion vorgesehen. Dabei ist gem. Machbarkeitsstudie folgende Struktur für die Beauftragung der Fachplaner im Gesamtprojekt vorgesehen:
Beauftragung eines (Teil-)Generalplaners („GP Hochbau“) für die nachfolgenden Leistungsbilder gem. HOAI 2013:
— „Objektplanung Gebäude“ gem. §34 i. V. m. Anlage 10,
— „Fachplanung Tragwerksplanung“ gem. §51 i. V. m. Anlage 14,
— „Beratungsleitungen Bauphysik“ gem. Anlage 1.2.2.
Beauftragung eines (Teil-)Generalplaners („GP TGA“) für die nachfolgenden Leistungsbilder gem. HOAI 2013:
— „Fachplanung technische Ausrüstung – AG 1 – 8“ gem. §51 i. V. m. Anlage 14 inkl. Leitstellentechnik und Ausstattung (nur KG 470; KG 600 durch Stadt Solingen)
FuRW I (Katternbergerstr. 44-46)
— Beauftragung der Generalplanungsleistungen in den LPH 1-8,
— Ausschreibung der Bauleistungen in Fachlosen.
FuRW II (Brunnenstraße 11)
— Beauftragung der Generalplanungsleistungen in den LPH 1-4, 6 – 7 inkl. Leitdetails (inkl. Rückbau),
— Ausschreibung der Bauleistungen an einen Generalübernehmer inkl. Erstellung der Ausführungsplanung (inkl. Rückbau).
FuRW III (Frankfurter Damm 10)
— Beauftragung der Generalplanungsleistungen in den LPH 1-8,
— Ausschreibung der Bauleistungen in Fachlosen (inkl. Rückbau).
Dem zu beauftragenden Projektsteuerer obliegt es im Rahmen seiner Grundleistungen und besonderen Leistungen (vgl. Anlagen 05.2 und 05.3) die Stadt Solingen hinsichtlich der Konzeption von Vergaben in den Bereichen Brandschutz, Geotechnik, Schadstoffuntersuchungen / -Sanierung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination, Vermessung, Objektplanung Freianlagen sowie weiterer Gutachter, der Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen, Angebotsauswertungen und Verhandlungen zu beraten und zu unterstützen. Insbesondere ist dabei auch die Beratung hinsichtlich der vergaberechtskonformen Wahl der Vergabeart zu nennen.
Die vg. Leistungen der Generalplaner sowie der weiteren Fachplaner und Gutachter sind objektspezifisch je FuRW getrennt und stufenweise zu beauftragen.
Örtliche Gegebenheiten und Rahmenbedingungen
Die 3 FuRW befinden sich in Innenstadtlage und grenzen direkt oder in direkter Nachbarschaft an Gewerbe- und Wohnbebauung an. Daher werden in diesem Projekt u. a. besondere Anforderungen an das Stakeholdermanagement gestellt.
Der Mehrbedarf an Flächen beträgt gem. Machbarkeitsstudie rd. 48 % in Bezug auf den Bestand.
In enger Abstimmung mit der Stadt Solingen und insbesondere der Feuerwehr wurde im Rahmen der Machbarkeitsstudie ein erstes, konzeptionelles Raumprogramm mit SOLL-IST-Vergleich und einer möglichen Verteilung der erforderlichen Funktionsflächen auf die einzelnen FuRW I – III erstellt. Weitere Erläuterungen diesbezüglich können im Wesentlichen den nachfolgenden Kapiteln sowie detailliert der - im Rahmen der 2. Stufe übergebenen – Machbarkeitsstudie entnommen werden.
Weitere Projektbestandteile
Die Löscheinheit LE 4 der Freiwilligen Feuerwehr, welche provisorisch Stellplätze in der Fahrzeughalle mit nutzt, muss an einen anderen Standort ausgegliedert werden. Für die Unterbringung der FuRW II während der Bauzeit wird eine Interims-FuRW geschaffen, welche sich nach Fertigstellung der FuRW II zur Nachnutzung durch die LE der Freiwilligen Feuerwehr eignen soll.
Obwohl mit diesem Verfahren Leistungen für mehrere, räumlich getrennt voneinander stehende Gebäude beauftragt werden sollen, so sind diese gemeinsam und organisatorisch miteinander verbunden als Teil der Feuer- und Rettungswachen der Stadt Solingen zu sehen. Aufgrund der beengten räumlichen Möglichkeiten sowie aufgrund der zu beachtenden zeitlichen Abfolge der Baumaßnahmen und der damit verbundenen Komplexität der Aufgabenstellung werden seitens des Auftraggebers hohe Anforderungen an die Strukturierung der Gesamtmaßnahme, Organisation der Abläufe im Projekt gelegt.