Beschreibung der Beschaffung
Versorgungstrasse von der Wittener Straße aus die herzurichtende Versorgungstrasse soll den fertig gestellten 1. Bauabschnitt mit entsprechenden Versorgungsleitungen anbinden. Dazu wird die Trasse von Fundamenten, Straßen und Kontaminationen freigeräumt und mittels einer Bentonitbahn vom Untergrund getrennt. Die oberirdische Bebauung ist bereits überwiegend abgebrochen.
Nach den heute gültigen Bewertungskriterien ist ein Teil des 1960 umgelagerten Bodenmaterials schadstoffbelastet. Zusätzlich kommen Bodenkontaminationen im Bereich der ehemaligen Zechenproduktionsanlagen und aus dem Betrieb des ehemaligen Opel Werks hinzu. Unter Berücksichtigung der Nutzung sind gesunde (Wohn)- und Arbeitsverhältnisse und ein ausreichend tragfähiger Untergrund für die spätere Bebauung zu schaffen. Vor diesem Hintergrund sind durch den Auftragnehmer im Wesentlichen folgende Leistungen zu erbringen:
— Beweissicherung,
— Eigenüberwachung (Geotechnik, Umwelttechnik, Dichtungsbau),
— Verkehrsflächenrückbau (Werksstraßen und Stellflächen),
— Gebäudeabbruch D16 (ca. 300 cbm umbauter Raum),
— Fundamentabbruch (Bodenplatten, Fundamente, Kellerwände etc.),
— Altlastensanierung incl. S/W Anlage,
— Bodenverbesserung nicht tragfähiger Aushuböden,
— Materialaushub und -einbau (Auffüllungen, Boden, kontaminiert und nicht kontaminiert),
— Dichtungsbau (Geosynthetische Tondichtungsbahnen in Verkehrsflächen),
— Koordination mit den Beteiligten (AG, Stadtwerke, Leitungsverleger),
— Vermessung, Qualitätskontrolle, Dokumentation.
Kernaufgabe dieses Bauloses ist die Errichtung einer sanierten Trasse und eines Auflagers für die Verlegung von Versorgungsleitungen durch Dritte. Nach Verlegung der Leitungen – durch einen von den Stadtwerken bestellten AN – sind die Leitungen einzusanden und abzudecken.
Weitere Aufgabe ist die Verlängerung des Landschaftsbauwerkes 2 als Lärmschutzwall:
Zur Gewährleistung des Schallschutzes des Investors ist das vorhandene Landschaftsbauwerk 2 (LBW 2) zu verlängern. Dieser Bereich wird nicht mit einem Abdichtungssystem versehen, da die ehemalige Bebauung auf geogenem Untergrund gegründet wurde. In diesem Bereich wurden zur Gründung der neuen Winkelstützmauern vorhandene Bodenplatten teilweise schon ausgebaut und die darunter liegende Tragschicht mit sauberen Bodenmaterialien ausgetauscht.
Gesamtmenge bzw. – umfang:
— Rückbau und Abriss eines Gebäudes (Wassermesshaus),
— Rückbau und Abriss von unterirdischen Betonplatten und Fundamenten,
— Ausheben von kontaminierten Auffüllungen in Abtragsbereichen,
— Herstellen eines Abdichtungssystems (Geosynthetische Tondichtungsbahn mit Entwässerungsschicht) in der geplanten Versorgungstraße,
— Herstellen einer Sandbettung für Rohrleitungen (Einbau durch Dritte) und anschließendes überbauen mit einer Schutzschicht,
— Herstellen eines Lärmschutzwalles aus bauseits vorhandenem Material.
Nach derzeitigem Kenntnisstand werden für die wesentlichen Positionen beider Leistungsbereiche folgende Leistungssätze geschätzt:
— Abbruch: umbauter Raum: ca. 300 cbm,
— Aushub kontaminierte Bodenmassen: ca. 3 000 cbm,
— Einbau kontaminierte Bodenmassen: ca. 5 000 cbm,
— Herstellung Abdichtungssystem Versorgungstrasse ca. 2 300 qm,
— Lieferung / Einbau von Tragschichtmaterial ca. 3000 cbm,
— Herstellung Lärmschutzwall mit bauseits gestelltem Material ca. 7 000 cbm.