Beschreibung der Beschaffung
A) Allgemeine Informationen zum Institut
Das Max-Planck-Haus ist das Gemeinschaftshaus der 3 Tübinger Max-Planck-Institute auf dem MPG. Campus Tübingen. Um den Bedarf für 1 000 Mitarbeiter/innen künftig zu decken plant die Max-Planck-Gesellschaft die Errichtung eines Zentralgebäudes für den gesamten Campus mit Mensa, Hörsaal, Seminarbereich, Cafeteria, zentraler Pforte und Gästezimmern, sowie die zum Betrieb des Gebäudes erforderlichen Technik- und Infrastrukturflächen. Schützenswerter Baumbestand ist auf dem Baufeld in großen Teilen vorhanden. Die vorhandene Solitärbebauung des ehemaligen Max-Planck-Hauses (Baujahr 1960) ist nicht erhaltenswert und wird abgerissen, so dass für die Planung von einem unbebauten Grundstück ausgegangen werden kann.
B) Angaben zur Planungsleistung Tragwerksplanung Gebäude
Die Nutzfläche (NUF 1-6) des Neubaus beträgt insgesamt ca. 2 250 m. Der Geländeverlauf des Baugrundstücks weist einen Höhenunterschied von Nord- West nach Süd-Ost von ca. 3,5 m auf.
Der Boden scheint bei Ansatz herkömmlicher Bauwerkslasten und üblicher Anforderungen an das Setzungsverhalten für eine Flachgründung auf einer durchgehenden Bodenplatte gut geeignet.
C) Angaben zur Planungsleistung Baugrubenumschließung
Untersuchungen im Rahmen eines Bodengutachtens haben einen relativ hohen Grundwasserstand ergeben. Der mittlere Grundwasserspiegel liegt bei ca. 3,7 m unter Gelände. Bei der Planung der Baugruben- und Verbauarbeiten ist aufgrund der umliegenden Forschungseinrichtungen auf eine schwingungs- und erschütterungsarme Herstellung der Baugrubenumschließung zu achten.
Unter Ausnutzung des Baufeldes sind Verbauarbeiten zu dem unmittelbar angrenzenden Max-Planck-Ring zu erwarten.
Die im Ergebnis des hier vorliegenden Teilnahmewettbewerbs ausgewählten Bewerber müssen auf Grundlage eines Vorplanungskonzepts Optimierungsvorschläge bzw. Risiken der Vorplanung erarbeiten und in Ihrer Präsentation darstellen. Das genaue Verfahren wird unter Punkt VI.3 erläutert.
Der voraussichtliche Planungsbeginn ist für August 2018 vorgesehen. Die Planung soll nach den deutschen gültigen Regeln und nach dem Stand der Technik, sowie nach den BNB-Kriterien für nachhaltiges Bauen erfolgen.
Die veranschlagten Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 14,3 Mio. EUR netto.
Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten zur Leistungserbringung liegen bei ca. 4,1 Mio. EUR netto.
Die Honorierung erfolgt nach der HOAI 2013.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort bzw. in München zur Verfügung zu stehen.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des Zeitraumes (siehe II.2.7) zu erbringen und insbesondere, dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel verfügen.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort bzw. in München zur Verfügung zu stehen.
Mit der Einladung zum Verhandlungsverfahren erhalten die Teilnehmer die Vorplanungskonzeption.