Planungsleistungen für das Vorhaben „Modernisierung des Freibades Möbisburg“

SWE Bäder GmbH

Im Erfurter Ortsteil Möbisburg befindet sich ein Mehrzweckbecken mit einem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, einem Kleinkindbecken, einer 18-Meter-Rutsche und großzügigen Liegeflächen. Ein Kinderspielplatz und ein Volleyballfeld sind ebenfalls vorhanden. Das Mehrzweckbecken ist ein 30 m X 50 m großes Betonbecken ohne Wasseraufbereitungstechnik und ohne automatische Mess- und Regeltechnik sowie mit großen Defiziten im Erhaltungszustand. Die Wassereinspeisung und kontinuierliche Nachspeisung erfolgt über Brunnenwasser. Dem Wasser wird über eine Dosiereinrichtung Chlorgas zugesetzt. Der Chlorgasraum ist in das Sozialgebäude integriert.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2018-05-07. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2018-04-05.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2018-04-05 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2018-04-05)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Unbestimmt
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: SWE Bäder GmbH
Postanschrift: Magdeburger Allee 34
Postleitzahl: 99086
Postort: Erfurt
Kontakt
Internetadresse: http://www.stadtwerke-erfurt.de 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2018-04-05 📅
Einreichungsfrist: 2018-05-07 📅
Veröffentlichungsdatum: 2018-04-06 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2018/S 067-149937
ABl. S-Ausgabe: 67
Zusätzliche Informationen
Die Vergabestelle behält sich ausdrücklich die Möglichkeit vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten (§ 17 Abs. 11 VgV). Die Vergabeunterlagen sind ausschließlich über die Internetseite: www.schickerthies.de/swe-b001-2018.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Im Erfurter Ortsteil Möbisburg befindet sich ein Mehrzweckbecken mit einem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, einem Kleinkindbecken, einer 18-Meter-Rutsche und großzügigen Liegeflächen. Ein Kinderspielplatz und ein Volleyballfeld sind ebenfalls vorhanden. Das Mehrzweckbecken ist ein 30 m X 50 m großes Betonbecken ohne Wasseraufbereitungstechnik und ohne automatische Mess- und Regeltechnik sowie mit großen Defiziten im Erhaltungszustand. Die Wassereinspeisung und kontinuierliche Nachspeisung erfolgt über Brunnenwasser. Dem Wasser wird über eine Dosiereinrichtung Chlorgas zugesetzt. Der Chlorgasraum ist in das Sozialgebäude integriert.
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Für das Kleinkindbecken gibt es weder Wasseraufbereitungsanlage noch Mess- und Regeltechnik. Das Kleinkindbecken wird mit Frischwasser (Brunnenwasser) befüllt, eine Chlordosierung (über Natriumhypochlorit) erfolgt mittels einfacher Injektion in die Frischwasserleitung.
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Das Sozialgebäude mit Kassen-, Sanitäts- und Schwimmmeisterräumen, Umkleidemöglichkeiten und einem kleinen Kiosk wurde in Barackenbauweise holzverkleidet erstellt.
Das Freibad Möbisburg liegt in einem in der Vergangenheit mehrfach überfluteten Gebiet.
Es befindet sich in einer Trinkwasserschutzzone II.
Das Freibad Möbisburg soll nunmehr in einem ersten Bauabschnitt teilweise modernisiert werden, einhergehend mit:
— einer Verkleinerung der Beckenanlage unter Beibehaltung der Funktionsbereiche (Nichtschwimmerbecken, Schwimmerbecken) bei maximaler Wasserfläche von 900 m
— Schaffung von hinreichenden Anschlussmöglichkeiten für ein zukünftiges neues Kleinkindbecken,
— einer teilweisen Freiflächen-Neugestaltung.
Es werden also 2 Bauabschnitte gebildet. Während der erste Bauabschnitt die Modernisierung der Funktionsbereiche Nichtschwimmerbecken und Schwimmerbecken inklusive Freiflächen-Neugestaltung im Bereich der Schwimmbeckenanlage und die Schaffung von hinreichenden Anschlussmöglichkeiten für ein zukünftiges neues Kleinkindbecken zum Gegenstand hat, betrifft der zweite Bauabschnitt den Neubau eines Betriebsgebäudes (möglicherweise auch als Containeranlage) und das neue Kleinkindbecken selbst. Es ist allerdings derzeit völlig ungewiss, ob der zweite Bauabschnitt insgesamt, also insbesondere auch, was die weitere Planung anbelangt, in Angriff genommen wird. Bei dem ersten Bauabschnitt verhält es sich so, dass zunächst auf einer ersten Stufe die bis dato bereits erfolgte Planung bis zur Leistungsphase 5 „Ausführungsplanung“ fortgesetzt werden soll. In Abhängigkeit von den dabei gefundenen Erkenntnissen soll dann möglichst zeitnah entschieden werden, ob der besagte erste Bauabschnitt realisiert werden soll.
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In dem besagten ersten Bauabschnitt soll gegebenenfalls die neue Beckenanlage in das bauseits vorhandene Becken integriert werden. Das neue Schwimmbecken soll die Maße 25 m x 33,6 m erhalten. Im nördlichen Teil – hier befindet sich die nicht länger benötigte alte Beckenanlage – ist ein Technikkeller für die Badewasseraufbereitungs- und Umwälzanlage vorzusehen. Für die dafür benötigten Behälter der Badewassertechnik werden entsprechende Betonbauwerke erforderlich. Folgende Behälter in WU-Beton sind vorgesehen:
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— Rohwasserspeicher,
— Spülwasserspeicher,
— Brunnenwasserspeicher,
— Spülabwasserspeicher.
Die Wassertiefen des neuen Beckens sollen im Nichtschwimmerbereich 0,80 m bis 1,35 m und im Schwimmerbereich 1,35 m bis 2 m betragen. Im Nichtschwimmerbereich soll eine Röhren- oder Halbschalenrutsche aus GFK in einer Länge von 20 m installiert werden.
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Im Schwimmerbereich sind fünf 25 m-Schwimmbahnen geplant, die Abtrennung zwischen dem Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich erfolgt durch ein Trenngitter mit integriertem Durchgang (nur für die Vor- und Nachbereitungszeit). Im Nichtschwimmerbereich sind ein Wasserpilz und zwei Breitspeier einzuplanen.
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Im östlichen Teil (Nichtschwimmerbereich) sollen 2 Gewöhnungstreppen eingebracht werden; der Schwimmerbereich soll Einstiegsleitern erhalten, die in die Beckenwand eingelassen sind.
Das neue Becken muss dabei so vorbereitet werden, dass die vorgefertigten Betonfertigteilelemente mit einer integrierten Kunststoffverkleidung BEKA POOL montiert und verschweißt werden können. Für die Wasseraufbereitungstechnik, die Zu- und Überläufe, Überlaufrinne, Details und Einbauten sind die Öffnungen bereits im Fertigsegment vorbereitet und müssen vor Ort angeschlossen werden. All das ist bei der Planung zwingend zu berücksichtigen.
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Für die zu installierende Beckenhydraulik ist es insofern auch zwingend erforderlich, eine umlaufende Überlaufrinne in den neuen Beckenkopf zu nivellieren. Die Beckenhydraulik kann als Vertikal- oder Horizontaldurchströmung geplant werden.
Der neue Technikkeller soll so geplant werden, dass eine komplette Abdichtung oberhalb der Decken erfolgt und somit kein Tagwasser in die technischen Bereiche eindringen kann. Treppenabgang und Krananlage zum Technikkeller sind ebenfalls einzuplanen.
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Es soll eine neue Wasseraufbereitungs- und Umwälzanlage installiert werden mit Niederdruckfiltern aus Kunststoff, Werkstoff PE-HD (Polyethylen) bzw. PP-Platten (Polypropylen).
Benötigt werden sechs Niederdruckfilter mit einer Filterfläche von jeweils 3 m
Die Anlage soll vollautomatisch errichtet werden; folgende technische Parameter sollen dementsprechend bei der Planung zugrunde gelegt werden:
Mehrzweckbecken (Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken – Nichtschwimmerbecken Anteil 420 m
Wasserfläche A = 856 m
Umwälzleistung Q = 592 m
Wassertemperatur T = 20 – 24
Kleinkindbecken (in einem zweiten Bauabschnitt – bis auf weiteres nicht vorgesehen!).
Vorhaltung für den Einbau zu einem späteren Zeitpunkt.
Umwälzleistung Q = 60 m
Die Aufbereitungsanlage soll als Ein-Kreislaufanlage geplant werden; das Kleinkindbecken soll im Falle seiner Realisierung (gegebenenfalls zweiter Bauabschnitt) über eine separate Reinwasserleitung versorgt werden.
Der vorhandene Brunnen soll für das Schwimmbeckenwasser genutzt werden (Förderleistung ca. 30 m
Die Desinfektion soll über Chlorgas erfolgen; der bauseits vorhandene Chlorgasraum soll weiterhin genutzt werden. Das Spülabwasser aus der Filterrückspülung soll über eine separate Anlage nach DIN 19645-3 aufbereitet und in die angrenzende Vorflut der „Gera“ abgeleitet werden. Die Einleitung zur Vorflut muss dabei neu erstellt werden. Der Stromanschluss soll auf eine 80 KW Anschlussleitung erhöht werden. Die Beckenwassererwärmung soll über Solarenergie erfolgen. Eine alternative Ergänzung zur Erwärmung des Beckenwassers auf ca. 20
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Öffentliche Fördermittel sind nicht vorgesehen.
Die gesamten Freianlagen um das Becken sollen neu gepflastert werden. Erforderliche Geländer für Einstiegsnischen und – treppen sollen ebenfalls geplant werden. In dem Beckenumgang sind an den Übergängen zu der Liegewiese vier Außenduschen einzuplanen. Erforderliche Rasenpflegearbeiten, Neuansaaten und Bepflanzungen sollen ebenfalls geplant werden, mit Qualitäten und Zeiten nach Pflanzplan. Der Volleyballplatz verbleibt am Standort, eine Wiederherstellung ist zu planen.
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Die entsprechenden Freianlagen sollen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend geplant werden und sind so auszuschreiben, dass sie dem Betreiber betriebsfertig zur Verfügung gestellt werden können.
Es liegt bereits eine Planung der Ingenieurbüro Möller + Meyer Gotha GmbH vor. Diese Planung im Stadium eines Vorentwurfs für die Objektplanung „Ingenieurbauwerke – Becken“ und die zugehörige Fachplanung „Technische Ausrüstung“ (in den betroffenen Anlagengruppen) ist bei allen zukünftigen Planungen zwingend zu beachten. Die Planung ist Teil A der Vergabeunterlagen als Anlage beigefügt. Weitere Objekt- und Fachplanungen (insbesondere Freianlagenplanung, Vermessungsplan, Baugrundgutachten) liegen allesamt nicht vor.
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Die hinsichtlich des ersten Bauabschnittes zu erbringenden Planungsleistungen können wie folgt zusammengefasst werden:
Generalplanerleistungen (stufenweise) zur Modernisierung des Freibades Möbisburg mit Verkleinerung der Beckenanlage unter Beibehaltung der Funktionsbereiche (Nichtschwimmerbecken, Schwimmerbecken) bei maximaler Wasserfläche von 900 m
Es werden also anlässlich des ersten Bauabschnitts folgende Generalplanerleistungen stufenweise beauftragt:
— Ingenieurbauwerk „neue Beckenanlage“,
— Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 1, 2, 4, 5, 7 und 8),
— Freianlagen,
— Tragwerksplanung.
Es sollen insofern im Rahmen des ersten Bauabschnittes die Leistungsphasen 3 bis 9 der Objektplanung „Ingenieurbauwerk neue Beckenanlage“ und der Fachplanung „Technische Ausrüstung“ (in den betroffenen Anlagengruppen) beauftragt werden, bei der weiteren Fachplanung „Tragwerksplanung“ (in Bezug auf Beckenteile und -Aggregate) die Leistungsphasen 2 bis 6 und bei Freianlagenplanung (als zusätzliche Objektplanung) die Leistungsphasen 2 bis 9. (Weitere Honorar-Grundlagen enthalten Ziffer VII und der beigefügte Vertragsentwurf Teil D).
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Die Beauftragung erfolgt stufenweise, auf einer ersten Stufe jeweils bis zur Leistungsphase 5 „Ausführungsplanung“. Ein Rechtsanspruch auf weitere Beauftragung über die erste Stufe hinaus besteht nicht. Sie hängt insbesondere davon ab, ob im Ergebnis dieser weiteren Planungen für die Umsetzung des ersten Bauabschnitts optiert wird.
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Die vorgenannten Leistungen bilden den Gegenstand der Ausschreibung. Baugrunduntersuchung, SiGeKo-Leistungen und Prüfstatik sind demgegenüber nicht Bestandteile der Generalplanung und damit auch nicht der Ausschreibung. Notwendige Leistungen der Entwurfsvermessung sind bereits erbracht worden und in die in der Anlage ersichtliche Planung eingeflossen.
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Zusätzlich wird auch der zweite Bauabschnitt in die Ausschreibung integriert werden, als optional zu beauftragende zukünftige Planung, allerdings nur soweit er das Kleinkindbecken zum Gegenstand hat.
Vorgesehen ist eine Kostenobergrenze (ohne KG 700) in Höhe von 2 175 000 EUR (netto).
Der bereits vorliegende Vorentwurf (Anlage) ist zwingende Grundlage aller weiteren Planungsleistungen. Mit der Planung ist sofort nach Auftragserteilung zu beginnen. Die Planungsleistungen sind auf der ersten Stufe so auszuführen, dass die Leistungsphase 5 „Ausführungsplanung“ in Gänze spätestens am 14.12.2018 fertiggestellt wird.
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Im Übrigen wird, was den Inhalt des Auftrags anbelangt, auf den Entwurf eines Generalplanervertrages gemäß Teil D der Vergabeunterlagen Bezug genommen.
Beschreibung der Optionen: Siehe Hinweis zum zweiten Bauabschnitt gemäß Ziffer II.1.5
Referenznummer: B001/2018

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Der Bewerber hat sich im Bewerberformular an der angegebenen Stelle darüber zu erklären, dass keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB sowie gemäß § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz vorliegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherungsdeckung des Bewerbers im Bewerberformular in der Weise, dass eine einschlägige Berufshaftpflicht und unter hinreichender Versicherung aller General- und Fachplanungsrisiken mit folgenden Mindest-Deckungssummen besteht, oder dass zumindest eine Bereitschaftserklärung des Versicherers vorliegt, sie im Auftragsfalle mit dem Bewerber abzuschließen:
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Für Personenschäden mindestens 2 Mio. EUR für jeden Einzelfall sowie für Sach- und Vermögensschäden mindestens jeweils 1,5 Mio. EUR für jeden Einzelfall sowie jeweils mindestens 4 Mio. EUR für alle Versicherungsfälle von Personenschäden in einem Jahr sowie jeweils mindestens 3 Mio. EUR für alle Versicherungsfälle von Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr (also jeweils eine zweifache Maximierung pro Jahr).
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Bei einer Bietergemeinschaft genügt es, wenn der Federführer über eine entsprechende Berufshaftpflicht (bzw. Bereitschaftserklärung des Versicherers) verfügt und sich entsprechend erklärt.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Referenz:
Der Bewerber muss über Kenntnisse und Erfahrungen in vergleichbaren Bauvorhaben verfügen (geeignete Referenz im Sinne von § 46 Abs. 1 Nr. 3 VgV).
Das (geeignete) Referenzprojekt muss folgende Mindestanforderungen kumulativ erfüllen:
— Zugehörigkeit der Referenz zu der BWZ 5520 gemäß Bauwerkszuordnungskatalog in der aktuellen Fassung,
— Referenz muss mindestens die Fachplanung Technische Ausrüstung beinhalten, dort mindestens die Anlagengruppen 1,2 und 7 und es müssen jeweils mindestens die HOAI-Leistungsphasen 3 bis 8 erbracht worden sein,
— Investitionsvolumen (inklusive KG 700) mindestens 1,5 Mio. EUR (brutto),
— bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts nach dem 31.12.2010 (maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme).
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular (Teil B) abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle verfügbaren Referenzen anzugeben. Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (mit diesem fest zu verbinden) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.
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Achtung:
— Auch hinsichtlich der Referenzen gilt der unter IV.9.1 von Teil A der Vergabeunterlagen statuierte Vorbehalt bezüglich des Vorranges der Eigenerklärungen. Die Vergabestelle behält sich also vor, die Angaben zu den Referenzen in Zweifelsfällen genau zu überprüfen und dabei auch Auftraggeber-Bescheinigungen (unter Fristsetzung) zu fordern,
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— Auch für das Auswahlkriterium „Referenzen“ (gemäß VI.) sollten alle weiter verfügbaren Referenzen nach dem 31.12.2010 in Form von Eigenerklärungen angegeben werden. (Bei diesen weiteren Referenzen gelten prinzipiell ebenfalls die oben statuierten Mindestanforderungen.).
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Zahl der Beschäftigten/ Anzahl der Führungskräfte:
Erklärung (im Bewerberformular), aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber in den letzten 3 Jahren 2015 bis 2017 Beschäftigten (zu ermitteln gemäß § 267 Abs. 5 HGB) und die Anzahl seiner Führungskräfte in den letzten 3 Jahren 2015 bis 2017 ersichtlich ist. Teilzeitkräfte sind entsprechend umzurechnen. Im Falle einer Bietergemeinschaft kommt es auf die Anzahl der bei allen Mitgliedern gemeinsam Beschäftigten bzw. auf die Anzahl der dort insgesamt vorgehaltenen Führungskräfte in den letzten 3 Jahren 2015 bis 2017 an.
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Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherungsdeckung des Bewerbers im Bewerberformular in der Weise, dass eine einschlägige Berufshaftpflicht und unter hinreichender Versicherung aller General und Fachplanungsrisiken mit folgenden Mindest-Deckungssummen besteht, oder dass zumindest eine Bereitschaftserklärung des Versicherers vorliegt, sie im Auftragsfalle mit dem Bewerber abzuschließen: für Personenschäden mindestens 2 Mio. EUR für jeden Einzelfall sowie für Sach- und Vermögensschäden mindestens jeweils 1,5 Mio. EUR für jeden Einzelfall sowie jeweils mindestens 4 Mio. EUR für alle Versicherungsfälle.
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Von Personenschäden in einem Jahr sowie jeweils mindestens 3 Mio. EUR für alle Versicherungsfälle von Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr (also jeweils eine zweifache Maximierung pro Jahr)
Bei einer Bietergemeinschaft genügt es, wenn der Federführer über eine entsprechende Berufshaftpflicht (bzw. Bereitschaftserklärung des Versicherers) verfügt und sich entsprechend erklärt.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Details werden in den Verdingungsunterlagen für das Verhandlungsverfahren und in dem Entwurf eines Generalplanervertrags festgelegt.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
— gesamtschuldnerisch haftend, mit bevollmächtigtem Vertreter,
— Mehfachbewerbungen – einzeln und als Mitglied einer Bietergemeinschaft (Bewerbergemeinschaft) – sind unzulässig.

Verfahren
Voraussichtliche Anzahl von Bewerbern: 3
Objektive Auswahlkriterien:
Sollten im Ergebnis von Ziffer IV.9 von Teil A der Vergabeunterlagen mehr als vier Bewerber ihre Eignung nachweisen, erfolgt die Auswahl für die Einladung zum Verhandlungsverfahren wie folgt: Für jede angegebene zusätzliche Referenz (Referenz > 1), die den unter Ziff. IV.9.3 von Teil A der Vergabeunterlagen angegebenen Mindestanforderungen genügt, erhält der Bewerber 1 Punkt. Es werden maximal 9 zusätzliche Referenzen (Referenzen > 1) gewertet. Dabei werden von der Vergabestelle alle im Teilnahmeantrag und in einem etwaigen Beiblatt zum Teilnahmeantrag (mit diesem fest zu verbinden!) eventuell zusätzlich angeführte Referenzen geprüft. Ein Bewerber kann daher maximal 9 Punkte erreichen. Die einzelnen Bewertungen werden hinreichend dokumentiert. Ergibt sich nach Durchführung des entsprechenden Auswahlverfahrens noch keine hinreichende Differenzierung, so erfolgt die Auswahl zwischen punktgleichen Bewerbern anhand folgender Kriterien (in der angegebenen Rangfolge bzw. Priorität):
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1. Zahl der Beschäftigten in den letzten drei Jahren 2015 bis 2017 (2. Rangstelle);
2. Zahl der Führungskräfte in den letzten drei Jahren 2015 bis 2017 (3. Rangstelle).
Sollten sich anhand der vorgenannten, auch hilfsweise eingeführten Auswahlkriterien und trotz der gebildeten Rangfolge immer noch mehr als vier in die engere Auswahl zu nehmende Bewerber ergeben, dann wird in erforderlichem Umfang gelost.
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: Other
Kontakt
Name: Schicker Thies Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB
Postanschrift: Dalbergsweg 3
Postleitzahl: 99084
Kontaktperson: Hr. RA Dr. Thies
Telefon: +49 3616592419 📞
E-Mail: post@schickerthies.de 📧
Fax: +49 3616592499 📠
URL für weitere Informationen: http://www.schickerthies.de 🌏
URL der Dokumente: www.schickerthies.de/swe-b001-2018 🌏

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: B001/2018
Zusätzliche Informationen
Die Vergabestelle behält sich ausdrücklich die Möglichkeit vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten (§ 17 Abs. 11 VgV).
Die Vergabeunterlagen sind ausschließlich über die Internetseite: www.schickerthies.de/swe-b001-2018.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Freistaats Thüringen beim Thüringer Landesverwaltungsamt
Postanschrift: Weimarplatz 4
Postort: Weimar
Postleitzahl: 99423
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 36137737276 📞
Fax: +49 36137739354 📠
Quelle: OJS 2018/S 067-149937 (2018-04-05)