Beschreibung der Beschaffung
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz beabsichtigt die Sanierung und Modernisierung des Friedrich-Engels-Gymnasiums in Senftenberg.
Das 4-geschossige Schulgebäude mit Verbindungsbau und Aula wurde 1973 in einer Stahlbetonplattenbauweise errichtet. Eine Teilsanierung und die Errichtung der Sporthalle erfolgten bis 2004. Durch eine intensive Nutzung weist das Gymnasium einen erheblichen Sanierungsbedarf auf und muss umfassend renoviert werden. In diesem Zusammenhang ist dringend die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für Schule und Sporthalle notwendig. Die sich daraus ergebenden bautechnischen Maßnahmen sind vorrangig umzusetzen. Unter Einbindung von Fachplanern soll das Gebäude nach den gültigen Normen ertüchtigt werden.
Weiterhin sind an diversen Bauteilen des Schulgebäudes Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen erforderlich, wie z. B. die Reparatur oder der Austausch von defekten Fenstern und Türen, die Erneuerung von Innenraumoberflächen, die Durchführung einer Dachsanierung, der Austausch verschlissener Heizkörper sowie die Ertüchtigung und Erweiterung der Sonnenschutzanlagen. Eine umlaufende Fassadenbalkonkonstruktion muss wieder nutzbar gemacht werden. Der Zustand des Dachaufbaus ist zu erkunden.
Das zu sanierende Schulgebäude verfügt über eine BGF von ca. 7 200 m, die Sporthalle über 1 900 m.
Neue Anforderungen an den Raumbedarf, eine zukunftsfähige Daten- und Medieninstallation, raumakustische Verbesserungsmaßnahmen und die Installation einer Notfallalarmierung sollen den Gebäudebestand durch Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen aufwerten und auf einen aktuellen technischen Stand bringen.
Die barrierefreie Zugänglichkeit des Hauses soll durch den Anbau eines Fahrstuhles verbessert werden.
Über eine genaue Festlegung der Einzelmaßnahmen wird entsprechend Prioritäten nach Bearbeitung der Leistungsphase 2 entschieden.
Die Baumaßnahmen sind während laufendem Schulbetrieb einzuplanen. Über eine teilweise Auslagerung wird entschieden.
Zur Finanzierung des Vorhabens ist der Einsatz von Fördermitteln geplant.
Es ist eine stufenweise Beauftragung der Planungsleistungen vorgesehen.
Für die Beantragung von Fördermitteln werden folgende Leistungen vergeben
— Objektplanung gemäß § 34 HOAI, Leistungsphasen 1-3,
— Grundleistungen des Brandschutzes nach dem Leistungsbild der AHO für Lph. 1-3,
— Besondere Leistungen: Bedarfsermittlung, Raumkonzept, technische Substanzerkundungen.
Diese Planungsleistungen werden als Komplettleistung vergeben.
Nach Bewilligung der Fördermittel und Festlegung der einzelnen Maßnahmen auf Grundlage der Kostenberechnung ist beabsichtigt, folgende Leistungen
— Objektplanung gemäß § 34 HOAI, die Leistungsphasen 4-9,
— Grundleistungen des Brandschutzes nach dem Leistungsbild der AHO für Lph. 4, zu beauftragen. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.
Folgende Fachplanungen sollen gesondert vergeben werden:
— Leistungen der Technischen Ausrüstung gemäß § 55 HOAI, Leistungsphasen 1-9,
— Leistungen der Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI.
Geschätzte anrechenbare Kosten ohne MwSt.:
— Kostengruppe 300 1 730 000,00 EUR,
— Kostengruppe 400 770 000,00 EUR,
— Besondere Leistungen: 90.000,00 EUR.
(Grundleistungen Brandschutz Lph. 1-4, Bedarfsermittlung, Raumkonzept, technische Substanzerkundungen)
Honorarzone III, Mindestsatz
Geplante Termine:
Stufe 1: Unmittelbar nach Beendigung des Verfahrens soll die Planung nach § 34 HOAI Leistungsphasen 1-3 beginnen und fertiggestellt werden.
Stufe 2: Lph. 4-8, (Zeitraum ist abhängig von dem Zeitpunkt der Ausreichung des Fördermittelbescheides)
Stufe 3: Lph. 9
— Bauausführung: 04/2020 bis 12/2022,
— Abrechnung: bis 12/2023 möglich.
Die Stufenaufteilung kann sich ggf. ändern.