Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Vergabe sind allgemeine Planungsleistungen / Projektbegleitung (Grundleistungen gemäß § 34 HOAI, Anlage 10) im Rahmen des Projekts „Sanierung Martha-Schanzenbach-Gymnasium“ in der Stadt Gengenbach.
Gegenstand der zu planenden Sanierungsmaßnahme ist das Hauptgebäude, als Gesamtgefüge dreier Bauabschnitte:
a) Altbautrakt, Baujahr 1964/65, teilunterkellert: ursprüngliches Schulgebäude mit zentraler 2-geschossiger Halle und verschobene Flügeltrakte, StB-Rippendecken, Skelettbauweise, Holz-Glaswandinnenausbau, Holz-Alu Bandfenster;
b) Mittelbautrakt, Baujahr 1972/73, nicht unterkellert: winkelförmig angebauter zweihüftiger Flügeltrakt mit interner Verbindungstreppe, Stb-Flachdecken und -unterzüge, Beton- und Sichtmauerwerkswände im Innenbereich, Holz-Alu Bandfenster;
c) Neubautrakt, Baujahr 2003/2004, nicht unterkellert: winkelförmig, ein- und zwei-geschossiger Flügel, zweihüftige Raumzonierung, Glassteganbindung an Trakt B im OG, im EG Flur- bzw. Raumverbindung Stb-Skelettbauweise und GK-Leichtbauwände beschichtet, Aufzug, hoher Fassadenverglasungsanteil (Alu-P+R-Fensterelemente).
Die Gebäudetrakte sind - dem Alter entsprechend – unterschiedlich sanierungsbedürftig. Die Gebäudetrakte a) und b) weisen erhebliche Mängel im Bereich des Wärmeschutzes auf. Etliche Bauteile, unter anderem die gesamten Installationen in den Gebäuden a) und b) haben die technische Lebensdauer erreicht und müssen vollständig erneuert werden. Für die Gebäudetrakte ist eine umfassende Grundsanierung (Voll-, Generalssanierung) erforderlich. Im Neubauteil c) ist insbesondere schadensbedingt der komplette Fußbodenaufbau auszutauschen.
Es ergibt sich ein zuwendungsfähiger Gesamtinvestitionsbedarf in Höhe von brutto ca. 8,4 Mio. EUR Die Kosten sind gemäß Kenntnisstand nach DIN 276 bauteilbezogen geschätzt. Es sind keine Kosten für Ersatzbeschaffungen fester und loser Ausstattungen enthalten.
Für die vorgenannten Maßnahmen a) bis c) ist die Aufnahme der Planungsleistungen sofort nach Vertragsschluss vorgesehen.
Aufgrund der zeitlich begrenzten Durchführung innerhalb des Sanierungsobjektes wird ein hoher Anspruch an Bauablaufkoordination und Kostensicherheit gestellt. Der Auftragnehmer hat sofort nach Erteilung des Auftrages einen Ablaufplan zu erstellen unter Berücksichtigung, dass der Schulbetrieb während der Sanierungsarbeiten fortgeführt wird und eine Auslagerung von Räumen in Container zu erfolgen hat. Nach derzeitiger Einschätzung erscheint dem Auftraggeber folgende Grobplanung als zielführend:
1. Phase: 2019 – 2020:
— Grundsanierung kompletter Bauteil A) Altbau,
— Auslagerung in Container.
2. Phase: 2020 –2021
— Grundsanierung kompletter Bauteil B) Mittelbau,
— Auslagerung in Container.
3. Phase: 2021 – 2022
— Teilsanierung Bauteil C) Neubau (innen Böden, Maler) ggfs. in 2-3 Abschnitten,
— Temporäre Auslagerung in Container.
Schlussabnahme spätestens 31.12.2022