Beschreibung der Beschaffung
Die Unterbringung der Kanzlei der Deutschen Botschaft in Maputo erfolgt künftig im ehemaligen Kanzleigebäude von Dänemark, in einem zurzeit zusammen mit Norwegen betriebenen Liegenschaftskomplex. Der zweite Teil der Liegenschaft ist in Besitz von Norwegen, sodass die Liegenschaft nach Herrichtung als Kollokation betrieben wird. Die ehemalige dänische Botschaft und die norwegische Botschaft befinden sich in einem gemeinsamen Gebäudekomplex, welcher sich in einen linken Flügel (ehem. Dänemark, jetzt Deutschland) und einen rechten Flügel (Norwegen) unterteilt. In der Mitte sowie im Untergeschoß befinden sich gemeinsam genutzte Flächen. Die Zuwegung zum Gelände erfolgt über eine gemeinsame Personenschleuse für Personal und Besucher sowie über eine gemeinsame Kfz-Zufahrt. Für die vorgesehene Nutzung sind Sanierungs- und Umbaumaßnahmen erforderlich. Das 3-geschossige und voll unterkellerte Gebäude wurde 2001 errichtet und besteht aus zwei spiegelsymmetrisch aufgebauten Gebäudehälften, die durch einen 2-geschossigen Verbindungsbau miteinander verbunden sind. Im Verbindungsbau befinden sich die Kantine, ein Konferenzraum und eine Dachterrasse. Weitere gemeinschaftlich genutzte Flächen sind das Untergeschoss mit Tiefgarage und Technikräumen, eine Außenterrasse im Erdgeschoss sowie das Eingangsgebäude zur Liegenschaft. Die anteilige Bruttogeschossfläche beträgt ca. 1.135 m (deutscher Anteil einschl. 50 % der Gemeinschaftsräume).
Maßnahmen: u. a.:
— Herrichten eines Schutzraumes für DEU und NOR/,
— Anpassung / Erweiterung der Außenwache, Erweiterung der Visaschalter,
— Anpassung der Innenschleuse sowie von Sicherheitsräumen, Überprüfung und ggf. Anpassung / Erweiterung des materiellen Schutzes,
— Sanierung der Fassade,
— Brandschutzmaßnahmen,
— Erneuerung der Sanitäranlagen/ Errichtung einer Heizungsversorgung/ Erneuerung der Kälteversorgung/ .Erweiterung der mechanische Be- und Entlüftung/ Erneuerung der Stromversorgung/ Anpassung des IT-Netzes
Die Durchführung der Baumaßnahmen erfolgt unter Berücksichtigung der teilweisen Nutzung des Gebäudes im laufenden Dienstbetrieb.
Die Bauausführung soll, soweit wie möglich, unter Abschluss von regionalen Bauverträgen an örtliche oder zumindest afrikanische Unternehmen vergeben werden.
Projektdauer: ca. 30 Monate
Projektkosten (netto) für KG200-500 gem. DIN 276: 4,2 Mio. EUR
Im eigenen Büro, mit Partnern in Bietergemeinschaft oder mit Nachunternehmern sind Generalplanungsleistungen für folgende Objekt-und Fachplanungen zu erbringen
Objektplanung Gebäude gem. §33 HOAI, Lph 1-9
Fachplanung Technische Ausrüstung gem. §53 HOAI für die Anlagegruppen 1-5, Lph 1-9
Fachplanung Tragwerksplanung §49 HOAI, Lph 1-6
Die Einbindung eines örtlichen Kontaktarchitekten durch den Generalplaner wird erwartet.
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht.