Beschreibung der Beschaffung
Umbau und Sanierung Schlossschule Heppenheim – Architektur-Leistungen
Bestehende Situation
Die Schlossschule ist eine 2-zügige Grundschule mit rund 180 Schülern. 13 Schüler werden in einer Sprachintensivklasse beschult. Derzeit gibt es auch einen Vorlaufkurs an der Schule, in der noch nicht schulpflichtigen Kindern das bessere Erlernen der deutschen Sprache ermöglich wird. An der Schule unterrichten 12 Lehrerinnen und Lehrer.
Die Schlossschule ist in einem denkmalgeschützten und in die Altstadt von Heppenheim eingebetteten Gebäude untergebracht, dessen älteste Teile um 1578 errichtet wurden. Eine Erweiterung erfolgte um 1693. Seit 1825 wird der Gebäudekomplex als Schule genutzt. Es handelt sich um einen L-förmigen Baukörper mit Schenkellängen von ca. 50 m bzw. 20 m, bei einer mittleren Breite von ca. 9,25 m. Die Gebäude sind teilweise mit Gewölben unterkellert. Die schulisch genutzten Räume befinden sich im Erdgeschoss sowie in 2 Obergeschossen, sowie im ausgebauten Dachgeschossbereich.
Heute umfasst die schulische Nutzung, neben den Verwaltungsräumen und dem Lehrerzimmer, 12 Klassenräume, mehrere Fachräume für naturwissenschaftlichen Unterricht, Bibliothek, Musikraum und Gymnastikraum.
Im östlichen, erdgeschossigen Gebäudeteil ist zurzeit die Nachmittagsbetreuung mit Küche und Essensraum untergebracht.
Baumaßnahme „Umbau für den Pakt für den Nachmittag“
Zur Anpassung der Schlossschule an die aktuellen Anforderungen der Betreuung im „Pakt für den Nachmittag“ soll in das Erdgeschoss des Hauptgebäudes eine Mensa mit Ausgabeküche eingebaut werden. Für die Umsetzung des Betreuungskonzeptes sind noch weitere Räume wie z. B. Umkleide und Sanitärbereich für das Küchenpersonal, Lagerflächen und Lehrerarbeitsplätze und dergleichen erforderlich. Der Raumbedarf soll innerhalb der Bestandsgebäude abgedeckt werden. Ein entsprechendes, mit der Schulleitung abgestimmtes Raumkonzept liegt bereits vor. Zur Umsetzung des Konzepts müssen einige bestehende Raumnutzungen verlagert werden. Unter anderem wird die
Verwaltung innerhalb des Gebäudes umziehen.
Im Vorfeld sind dazu, sowohl im Hauptgebäude als auch im Anbau, umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Bestand erforderlich.
Zielstellungen sind hierbei unter anderem:
— Abbildung des ermittelten Raumbedarfs,
— Umsetzung des abgestimmten Raumkonzepts,
— Einbau einer Mensa mit Ausgabeküche,
— Sanierung und akustische Ertüchtigung der Klassen-, Fach- und Mehrzweckräume,
— Sanierung zum Schutz der historischen Bausubstanz,
— Modernisierungen zur Verbesserung des Gebrauchswerts,
— Erhöhung der Nutzungssicherheit im Brandfall,
— Ertüchtigung des Gebäudes für die Barrierefreiheit, soweit dies im Rahmen des Denkmalschutzes realisierbar ist,
— Schadstoff-Freiheit im gesamten Gebäude.
Das Dachgeschoss wurde bereits saniert und zu Bibliothek, „Naturwissenschafts-Werkstatt“, Computerraum und Musikraum ausgebaut.
Die darunter liegenden Geschosse EG, 1. OG, und 2. OG sind vollständig zu überarbeiten. Die sanierungsbedürftigen Flächen umfassen ca:
EG Hauptgebäude: 605 m BGF a
EG Nebengebäude: 77 m BGF a
1) OG: 623 m BGF a;
2) OG: 623 m BGF a.
Im Vorfeld wird eine orientierende Schadstoffuntersuchung durchgeführt.
Für die zeitnahe Umsetzung des Betreuungskonzeptes ist es erforderlich, die dafür notwendigen planerischen und baulichen Maßnahmen in einem vorgelagerten, separaten Bauabschnitt durchzuführen.
Die Ausarbeitung einer weiteren Strukturierung in sinnvolle Bauabschnitte ist im Rahmen eines Bauablaufplans zu erarbeiten. Die Ausführung der Arbeiten muss mit Rücksicht auf den Schulbetrieb geschehen und sollte günstigstenfalls verstärkt in den Ferien stattfinden bzw. auch nach Schulschluss oder samstags.
Aufgrund der derzeit vorliegenden Kostenschätzung belaufen sich die Kosten netto der Kostengruppe 300 auf rund 5,7 Mio. EUR, die Kosten der Kostengruppe 400 auf rund 1,6 Mio. EUR.