Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Leistungserbringer (Proj.-Ltr. u. stellv. Proj.-Ltr.) müssen über eine mindestens 7-jährige Berufserfahrung als Architekt bzw. als Ingenieur verfügen (ein Qualifikationsnachweis ist zu erbringen). Erst bei Einladung zu den Vergabeverhandlungen sind alle für die Projektbearbeitung vorgesehenen Leistungserbringer zu benennen und der Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation mit Referenzangaben zu erbringen. Referenzliste für maximal 3, aber mindestens 2 Referenzobjekte mit Angabe von: Projektbezeichnung, Auftraggeber, Beschreibung der Maßnahme, Angabe der Entstehungszeit, Angabe Lph. 3-8 vollständig erbracht, Angabe Abschluss Lph. 8, Angaben zum Denkmalstatus, Herstellungskosten 300/400 KG brutto, BGF, Projektmitwirkende.
Mindestkriterien für Referenzen:
— Entstehungszeit vor 1930,
— Abschluss / Fertigstellung (Lph. 8) innerhalb der letzten 10 Jahre (zwischen 10/2008 und 09/2018) (Übergabe Nutzer fand statt),
— Lph. 3-8 nach § 34 HOAI vollständig erbracht (Übergabe Nutzer fand statt),
— Referenzprojekte wurden von der bewerbenden Niederlassung bearbeitet,
— Gebäude steht unter Denkmalschutz,
— Baukosten KG 300 + 400 ≥ 1,5 Mio. EUR brutto,
— BGF ≥ 1 000 m,
— Referenzbescheinigung (bei öffentlichen Auftraggebern zwingend).
Die jeweiligen Referenzobjekte müssen zwingend alle Mindestkriterien erfüllen, damit die Referenz gewertet werden kann.
Für folgende Kriterien können Zusatzpunkte erreicht werden:
— Anzahl der Referenzen,
— Entstehungszeit 17. – 19. Jahrhundert,
— Burgen / Schlossbau / Residenz / Palais / Villen,
— bauzeitliche Überformung / Ergänzungen, Umgang mit Bausubstanz aus verschiedenen Bauepochen / Bauzeiten,
— erkennbar vorwiegend auf Bestands- und Substanzerhalt gerichtet,
— erhöhter Aufwand bei der Baustellenlogistik / -einrichtung und Koordination in Bezug auf Besucherführung und Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs,
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer Nutzungsverbesserung des Gebäudebestands,
— Umsetzung statisch-konstruktiver Sanierungsziele,
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer denkmalpflegerischen Zielstellung in Abstimmung mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden,
— heutige Anforderungen bzw. moderne Bauteile (Erschließung, Barrierefreiheit, Brandschutz, Haustechnik) in Denkmal / historischen Bestand substanzverträglich integriert,
— öffentlicher Auftraggeber,
— Herstellungskosten KG 300 + 400 ≥ 3 Mio. EUR brutto,
— Angaben zur technischen Ausstattung für die Dienstleistung (Büro- und Kommunikationstechnik, eingesetzte Programme für CAD und Ausschreibung, ggf. GAEB-Schnittstelle),
— Darstellung und Nachweis der Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität sowie der Termin- und Kostenkontrolle und -einhaltung in Anlehnung an DIN ISO 9001,
— Darstellung und Nachweis der Kenntnisse (Weiterbildungen) im Bereich des Vergaberechts.
Detaildefinitionen und die konkrete Wertungsmatrix sowie Anforderungen an die Referenzblätter und Referenzbescheinigungen sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen.