Beschreibung der Beschaffung
Technische Ausrüstung Elektrotechnik (§ 55 HOAI), Anlagengruppen 4/5 (§ 53 HOAI). Leistungsphase 1-9, die Übertragung der Planungsleistungen erfolgt stufenweise bis LP 3.
Das seit einhundert Jahren bestehende Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG) liegt am östlichen Rande des Rottweiler Schulzentrums. In dem im Jahre 1976 vom DHG bezogenen Gebäude werden zurzeit in 32 Klassen 751 Schülerinnen und Schüler aus Rottweil und den umliegenden Gemeinden unterrichtet. Das DHG bietet das sprachliche Profil, das naturwissenschaftliche Profil und das Musikprofil an.
Die Stadt Rottweil beabsichtigt die Sanierung der Bauteile I und II (BT I / II) und den Teilneubau mit zehn Klassenräumen, flexible Lernzonen, Schülerbibliothek, Aufenthaltsbereich, Aufzug und Toiletten und Abbruch BT III. Die Leistungen für die Gebäudeplanung (§34 HOAI) erfolgt durch die Stadt Rottweil.
Teilneubau:
Der Teilneubau ist als kompakter Baukörper zur Bismarckstraße geplant. Der Bereich zwischen dem Neubau und dem Albert-Magnus-Gymnasium (AMG) soll als Platz mit einer hohen Aufenthaltsqualität gestaltet werden. Über diesen Platz erreicht man den Haupteingang des DHG, welcher direkt in die Aula mündet und von dort zur neuen Haupterschließungsachse führt.
Im Erdgeschoss ist die Aula als multifunktionaler Raum vorgesehen, der sich zum Platz hin öffnet und über den auch der zukünftige Haupteingang erschlossen wird. Die Aula folgt der Topographie und dient als Aufenthaltsbereich, aber auch für Aufführungen und Veranstaltungen aller Art. Durch Öffnen der mobilen Trennwände zu den zwei Musikräumen kann eine Gesamtnutzfläche von ca. 400 m geschaffen werden.
In beiden Geschossen sind insgesamt 10 Klassenräume untergebracht, die sich um flexible Lernzonen, sog. „Marktplätze“ gruppieren. Es werden z. T. mobile Wände eingesetzt, um eine größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.
Bauteil I und II:
Im Bauteil II können der bereits sanierte Musiksaal sowie die WC-Anlagen im UG unverändert belassen werden. Strukturell wird im BT II wenig verändert, der Grundriss bleibt hier weitestgehend erhalten. Im Bauteil I entfällt durch den späteren Abbruch von BT III die Innenhofsituation. Die dann offene Flanke wird durch eine Überbauung geschlossen, d. h. der bestehende Baukörper wird bis zur Haupterschließungsachse ergänzt. In diesem Bereich soll der neue Werkraum entstehen. Das WC für die Lehrer wird in das OG verlegt, das behindertengerechte WC in den Neubau, somit kann der ehemalige WC-Trakt/ Sanitärbereich aufgelöst werden und mit dem ehem. Flur im Raumprogramm das vorgesehene Selbstlernzentrum/Schülerbibliothek bilden.
Ein Klassenzimmer im Erdgeschoss entfällt aufgrund der Verbindung zum Neubau. Die verbleibende Fläche wird genutzt, um hier an zentraler Stelle das Hausmeisterbüro unterzubringen.
Die Verwaltungsebene im OG wird um den ehem. Flur erweitert und orientiert sich zur Haupterschließungsachse. Hier gliedern sich das Sekretariat und die Räume für Rektor/Konrektor an. Gegenüber entstehen mehrere kleine Räume für Lehrer-Elterngespräche, der Sanitätsraum sowie die Oberstufenberatung. Neben dem Lehrer-zimmer werden ein Lehrercafé sowie ein Lehrerarbeitsraum eingerichtet.
Auf Basis dieser Entwurfsplanung ergibt sich eine Gesamtprogrammfläche von ca. 4 100 m. Wenn man den Flächenfehlbedarf von 575 m zum Bestand von 3 507 m hinzurechnet entspricht dies dem vom Regierungspräsidium Freiburg ausgewiesenen zukünftigen Flächenbedarf.
Oktober 2019 Baubeginn BT II, Bauzeit ca. 12 Monate
Oktober 2020 Baubeginn BT I, Bauzeit ca. 18-20 Monate
April 2022 Baubeginn Teilneubau
Kostenschätzung brutto
Kostengruppe Teilneubau BT I BT II
300 3.426.111,-- 1.529.521,-- 1.749.265,--
400 966.339,-- 866.866,-- 1.056.794,--