Beschreibung der Beschaffung
Rahmenvertrag Telekommunikationssystem Alcatel Upgrade, Erweiterungen und Servicedienstleistungen:
Das Landratsamt Alb Donau Kreis (LRA ADK) betreibt heute einen vernetzten Telekommunikationsanlagenverbund des Herstellers Alcatel an drei Standorten in Ulm und Ehingen. Bei dem eingesetzten System handelt es sich um eine Alcatel Omni PCX Enterprise (weitere Informationen sind unter Punkt 2 dieses Dokuments (TK-UCC Lösungen beim LRA Alb-Donau-Kreis heute) aufgeführt.
Im Zuge dieser Ausschreibung verfolgt das LRA ADK das Ziel den bestehenden, vernetzen Anlagenverbund zu zentralisieren. In diesem Zuge ist das System auf den von Alcatel zum Zeitpunkt der Beauftragung aktuellsten Softwarestand anzupassen (Upgrade). Die erforderliche Virtualisierungsplattform für die beiden Rechenzentren werden vom Dienstleister gestellt. Die zentralen Core-Komponenten sollen zukünftig am Standort Ulm (in den bestehenden Rechenzentren) redundant bereitgestellt werden.
Ausreichend Bandbreite wird über das zur Verfügung stehende MPLS Netze für die Sprach- und Signalisierungsdaten bereitgestellt, sodass Gespräche über diese Verbindung geführt werden können.
Für den z.Zt. entstehenden Neubau in der Hauffstraße ist die Bereitstellung von IP-Endgeräten vorgesehen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Nutzung von VoIP im LAN sind gegeben. Zur Bereitstellung von analogen Schnittstellen sind je Edge-Switch entsprechend dimensionierte Gateways bereitzustellen.
Ferner wird ein neuer Standort (Neue Strasse) in den Verbund integriert. Dieser ist aktuell über eine VPN Verbindung (10/10 Mbit/s) von KIRU angebunden.
Neben der „reinen“ Telefonie werden heute bereits CTI Funktionen über das Produkt Caseris genutzt. Diese müssen im Zuge der Modernisierung ebenfalls angepasst bzw. erneuert werden. Der Einsatz einer herstellerintegrierten Lösung wird hierfür favorisiert, da hierdurch tiefere Integrationen in das Alcatel Core-System und deren Applikationen möglich sind. Die Applikation muss u.a. die Funktion Ruf-nummern aus z.B. Outlook Kontakten anzuwählen unterstützen.
Bereits heute stehen ausgewählten Usern eine Sprachbox für die Aufzeichnung von Sprachnachrichten zur Verfügung (Voicemail). Diese werden über das Telefon abgefragt. Eingegangene Sprachnachrichten sollen zukünftig auch auf das jeweilige Mail Postfach eines Users weitergeleitet werden.
Das gewünschte UCC-Tool soll es einem User neben einem Audio- und/oder Videoanruf ermöglichen auch Bildschirminhalte mit anderen zu teilen. Es soll die Möglichkeit bestehen, spontan oder geplant mit einem oder mehreren Teilnehmern, ei-ne entsprechende Konferenzverbindung aufzubauen. Einladungen werden mit automatisch bereitgestellten Einwahldaten per Mailprogramm versandt.
Neben der Möglichkeit über einen Telefonapparat zu sprechen soll eine Client Software als Softphone genutzt werden können. Die Nutzung muss sowohl intern als auch extern möglich sein. Mobile Geräte – Smartphones sind einzubinden.
Aufgrund der Umstellung bei Anbindungen ins öffentliche Netz von herkömmlichen Schnittstellen (S0/S2M) auf IP Verbindungen ist diese Kopplung zwingend erforderlich. Es werden für die Standorte Schillerstraße, Hauffstraße und Ehingen jeweils SIP-Trunks des Providers Versatel 1und1 zur Verfügung gestellt. Als Endpunkt an den Standorten wird ein Router mit 10 MB Bandbreite bereitgestellt. Als Basis-transportplattform stellt der Provider ein Layer 3 Netzwerk zur Verfügung (MPLS) mit insgesamt 5 Zugängen (2x Providerzugang an den Standorten Berlin und Essen sowie 3x LRA Zugänge in den angefragten Standorten).
Der Umbau des zentralen Systems unter Beibehaltung der vorhandenen Schnitt-stellen und Endgeräte/Endeinrichtungen sowie das Upgrade bzw. die Erneuerung der Applikationen soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 umgesetzt werden. Der Bezug des Neubaus in der Hauffstraße sowie die Bereitstellung der ausgeschriebenen IP Endgeräte werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 erfolgen.